Aktienmärkte Weltbörsen im Sog der Krise
Trotz aller Rettungspakete: In Frankfurt sinkt und sinkt der Dax, in Tokio schließt die Börse auf einem Rekordtief. Die Angst vor einem globalen Abschwung wächst

© Kazuhiro Nogi/AFP/Getty Images
Rote Zahlen: Fußgänger vor einer elektronischen Kursanzeige in Tokio
Die Verschärfung der Finanzkrise hat den deutschen Aktienmarkt am Montag tief ins Minus gedrückt. Der Dax fiel zum Mittag um mehr als fünf Prozent und unterschritt damit die 5500 Punkte. Seit Juli 2006 notierte er nicht mehr so tief. Der MDax verlor mehr als sechs Prozent, der TecDax ebenfalls.
Die Aktien der Finanzbranche - allen voran die Titel der Hypo Real Estate - stürzten ab und rissen auch andere Titel mit. Händler machten die Krise an den Finanzmärkten und die Sorge vor einem weiteren Abrutschen der Konjunktur in der Eurozone für die kräftigen Kursverluste verantwortlich. Aktien der Commerzbank fielen um mehr als 14 Prozent. Euro am Sonntag zufolge muss die Commerzbank Vermögensgegenstände der Allianz-Tochter Dresdner Bank neu bewerten, um zusätzliche Risiken im Zuge der Finanzmarktkrise zu berücksichtigen.
Die Krise schlägt weltweit Wellen. An der Börse in Tokio stürzten die Kurse auf den niedrigsten Stand seit annähernd fünf Jahren. "Die Sorgen vor einem globalen Wirtschaftsabschwung werden stärker", sagte ein Analyst. Daran habe auch die nach zähen Verhandlungen erfolgte Billigung des 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspakets für die Finanzbranche in den USA nichts ändern können. Viele Anleger sind so pessimistisch, dass vorerst kein Ende der rasanten Talfahrt erwartet wird.
Der Nikkei für 225 führende Werte sackte zu Wochenbeginn um 465,05 Punkte oder 4,25 Prozent auf 10.473,09 Punkte ab. Das ist der niedrigste Stand seit Februar 2004. Der breit gefasste Topix fiel zudem erstmals seit Dezember 2003 unter die psychologisch wichtige Marke von 1000 Punkten und ging beim Stand von 999,05 Punkten aus dem Markt. Das entspricht einem Verlust im Vergleich zur Schlussnotierung am Freitag von 48,92 Punkten oder 4,67 Prozent.
Am Markt herrscht Analysten zufolgegroße Sorge über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Wirtschaft in Japans wichtigen Exportmärkten USA und Europa. Die allergrößte Sorge für Japan ist, dass die Krise als nächstes Asien und vor allem China erwischen könnte. Für die zweitgrößte Volkswirtschaft ist das benachbarte Asien inzwischen der wichtigste Exportmarkt und Produktionsstandort.
- Datum 04.05.2009 - 11:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Meiner Meinung nach war das Rettungspaket der US-Regierung ein Fehler. Das Wichtigste ist doch im Moment, das Vertrauen an die Finanzmärkte zurückkehren zu lassen. Wie soll man denn nun aber Vertrauen gewinnen, wenn es anscheinend so schlimm steht, dass schon der Staat mit den allerhärtesten Methoden helfen muss? Da wäre ich doch eher skeptisch und würde in der Erwartung von noch Schlimmeren panisch reagieren und mein Geld aus den Märkten lieber sofort zurückziehen, als zu risikieren das mein Geld noch weiter an Wert verliert. Besser wäre gewesen, die Finanzbranche hätte im Stillen eine Lösung ohne den Staat gefunden. Nun hat aber der Staat dieses in den Medien viel diskutierte Rettungspaket geschnürt und alle reagieren panisch.
zuerst da .Das Huhn ,oder das Ei?
zuerst da .Das Huhn ,oder das Ei?
(entfernt wg. Doppelpostings. Die Redaktion/jk)
Einen schnellen Einblick, wie eines Finanzdesaster zustande kommt:
"Depfa – das schwarze Loch der Hypo Real Estate" die Tochter der Hypo Real Estate
http://www.tagesschau.de/...
Nur die Frage, warum die Depfa ihren Sitz in Irland und nicht in München hat wird nicht beantwortet.
Vermutung: Dort lassen sich "Steuererleichterungen" besser realisieren:
Nun erst, da es um "Abschreibungen" geht, was wohl nur über "zurück zur Münchner Mutter Hypo Real Estate" möglich ist, kommen die Misswirtschaften ans Licht der Öffentlichkeit! Den Finanzexperten sind die Risiken schon seit vielen Jahren bekannt!
zuerst da .Das Huhn ,oder das Ei?
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