FC Bayern München Klinsmann braucht den Neustart
Die Vorwürfe gegen Klinsmanns Arbeit wachsen von Woche zu Woche. Auch die Positionen von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge sind an den Erfolg des Trainers gekoppelt.

© Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
„Das tut natürlich weh“: Jürgen Klinsmann lächelt und ärgert sich über die "Klinsmann raus"-Rufe der Fans
Wenn Jürgen Klinsmann in der Öffentlichkeit spricht, verbirgt er sein Seelenleben konsequent hinter einem undurchdringlichen Gestrüpp von Allgemeinplätzen und Parolen. Diese Taktik kennt man aus seiner Zeit als Nationaltrainer. Vor allem in kritischen Situationen klingen seine Aussagen starr und leblos – selbst wenn er zumindest dem Vokabular nach über seine Gefühle spricht. „Das schmerzt, keine Frage“, sagt Klinsmann dann, oder: „Klar, das tut weh.“
So sprach der Trainer des FC Bayern vor zwei Wochen über das 2:5 gegen Bremen genauso wie am vergangenen Wochenende über das 3:3 gegen Bochum. Und deshalb weiß man nicht, was davon zu halten ist, wenn Klinsmann auf die Frage antwortet, was er denn zu den „Klinsmann raus“-Rufen sage, die am Samstag durch das Stadion schallten: „Das tut natürlich weh.“
Danach hatte Klinsmann eine „unruhige Nacht“ und verspürte am Sonntag „auch eine gewisse Wut“. Er kündigte harte Wochen für die Profis des FC Bayern an. „Es wird mit Sicherheit ein bisschen Leben reinkommen“, sagte der Trainer. Er wolle gegen den „Schuss Überheblichkeit“ in der Mannschaft vorgehen.
Klinsmann gab immerhin zu, die Rufe der Fans gehört zu haben. Das unterschied ihn von seinen zwei Vorgesetzten Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, die sich ahnungslos gaben. Vorstandschef Rummenigge beendete gar das Gespräch mit den Journalisten abrupt, als die Rufe zur Sprache kamen. Souverän ist etwas anderes. Die beiden stecken in einer schwierigen Situation. Sie haben Klinsmann und dessen reformerischen Elan so laut schmetternd in den Himmel gelobt, dass sie damit gewaltige sportliche Erwartungen provoziert haben. Und sie haben Klinsmann so viele Zugeständnisse gemacht, dass auch ihre eigene Position so eng an den Erfolg des Trainers gekoppelt ist wie nie zuvor.
Wenn Klinsmann scheitert, ist das automatisch auch ein Scheitern von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Deshalb verkneifen die beiden sich Ansätze von Mäkelei am Trainer. „Wir haben totale Geduld, wir haben totales Vertrauen zu Jürgen. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen“, gab Rummenigge zu Protokoll. Und als Uli Hoeneß nach seiner 100-Tage-Bilanz von Klinsmanns Arbeit gefragt wurde, wand er sich mit einem Kniff aus der Klemme: „Zur Bilanz sage ich etwas am 30. Juni. Da ist unser Geschäftsjahr zu Ende.“
Die 100-Tage-Schonfrist, die Politikern stets gewährt wird, ist für Klinsmann theoretisch am Mittwoch zu Ende. Praktisch hatte er sie natürlich nie. Statistisch ist Klinsmanns Bilanz miserabel: Nach sieben Spieltagen gilt eine Tabelle gemeinhin als aussagekräftig. Der FC Bayern hängt mit nur zwei Siegen im Mittelmaß fest. 13 Tore hat der Rekordmeister schon kassiert, in der gesamten vergangenen Saison waren es 21. Schlechter standen die Bayern in dieser Saisonphase zuletzt vor 31 Jahren da. Damals wurden sie am Ende Zwölfter.
- Datum 08.10.2008 - 13:36 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 6
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







wtfargo
Eine Fussballmannschaft hat eine Kollektivseele. Wie ein Orchester - wird der Dirigent nicht ernst genommen, dann wird schlampig gespielt und es passieren unvorstellbare Fehler.
Bei der Nationalmannschaft holte Klinsmann junge Spieler, die an seinen Lippen hingen; das läuft im Verein jetzt komplett anders (auch Rehhagel, Magath und Heynckes kamen bei Stars nicht immer so an, waren für junge Spieler aber eine Art Übervater, dem sie willig folgten). Und: Nationalmannschaft ist manchmal, Verein aber pausenlos.
Wie Jungtrainer mit all dem fertig werden, weiss keiner vorher, auch nicht die geballte Kompetenzhoheit vom FCB - Fussball ist keine Mathematik.
Zu Risiken und Nebenwirkungen...
Schon wieder der Herr Krass, der sich als Fußballexperte versucht. Ich bezweifle, dass die Position eines Herrn Rummenigge an den Erfolg des Trainers gekoppelt ist, für ist der Trainer ein Mitarbeiter der Freiräume genießt und dafür Erfolg bringen soll, funktioniert das nicht so wie man sich das vorstellt, darf dieser Mitarbeiter gehen. So einfach ist das. Über die Unantastbarkeit eines Herrn Hoeneß kann man nicht viel sagen, brauch man auch nicht. Der so viel für diesen Verein getan, dass man ihm das nicht anlasten würde/wird. Was einfach nicht sein kann ist, dass man als mannschaft die 3:1 führt ab der 80. Minute aufhört Fußball zu spielen. Normalerweise gehört das mit Ballbesitz und gutem Stellungsspiel nach Hause geschaukelt. Das ein 34-Jähriger vielleicht nicht über 90min Vollgas geben kann sollte doch eigentlich auch klar sein, der hat seine 2 Tore gemacht und sollte sich seine verdienten Ovationen vom Publikum abholen. Aber schön dass wir mittlerweile von der Diskussion Podolski weg sind, sollten die Bayern allerdings wieder anfangen zu gewinnen, irgendwann im Laufe der Saison, dann wird das auch wieder losgehen. Bayern hat einen sehr dünnen Kader und muss vielleicht früher als sonst beginnen zu rotieren, gerade wenn man Nationalspieler dabei hat, die dann auch spielen und nicht bloß auf der Bank sitzen. Und die Qualität jedes Einzelnen im Profikader des FCB sollte groß genug sein, dass ein anderer "ersetzbar" ist. Startschwierigkeiten gab es glaube ich auch bei der Nationalmannschaft, als Klinsmann dort angefangen hat, nur waren wir da nicht so erfolgsverwöhnt und billigten ihm da die Testphase. Außerdem geht es den Verantwortlichen um die Zukunft, um langfristig attraktiv und erfolgreich zu spielen. Das hat ein Magath nicht geschafft obwohl er das Double 2mal in Folge geholt hat. Und ein Hitzfeld hat in seiner 2ten Amtszeit auch nichts weiter gerissen, die Neueinkäufe haben einfach eingeschlagen.
Vielleicht sind die Bayern auch zur Zeit einfach nur eine gut intregierende Truppe :p
Mal etwas anderes Warum liest man immer nur über Bayern was ist mit Gladbach(Luhukay) oder Stuttgart (4:1 gegen Bremen)....ist vielleicht zu viel verlangt!
für alle Nicht Bayern Fans , wenn z.B. Podolski von Köln auf die Bayernbank geholt wird usw. Und das Erfolg viele Neider hat sowie Misserfolg der selbsterklaerten Titelanwerters nur Spott auslöst ist nur Logisch!
Was mich nur wundert ist das Firmen wie die mit dem T sich als Bayern München Sponsor eher das Image verderben dies nicht merken ! So wie ja schon Opel auch durch das Bayern Engagement fast in den Ruin in Deutschland getrieben wurde und die Konsequenzen ziehen musste!
Also hoffen wir alle gemeinsam auf weiteren Misserfolg der Haussherren in der Arroganz Arena um vielleicht zu sehen das Geld eben doch keine Tore schiesst!
für alle Nicht Bayern Fans , wenn z.B. Podolski von Köln auf die Bayernbank geholt wird usw. Und das Erfolg viele Neider hat sowie Misserfolg der selbsterklaerten Titelanwerters nur Spott auslöst ist nur Logisch!
Was mich nur wundert ist das Firmen wie die mit dem T sich als Bayern München Sponsor eher das Image verderben dies nicht merken ! So wie ja schon Opel auch durch das Bayern Engagement fast in den Ruin in Deutschland getrieben wurde und die Konsequenzen ziehen musste!
Also hoffen wir alle gemeinsam auf weiteren Misserfolg der Haussherren in der Arroganz Arena um vielleicht zu sehen das Geld eben doch keine Tore schiesst!
für alle Nicht Bayern Fans , wenn z.B. Podolski von Köln auf die Bayernbank geholt wird usw. Und das Erfolg viele Neider hat sowie Misserfolg der selbsterklaerten Titelanwerters nur Spott auslöst ist nur Logisch!
Was mich nur wundert ist das Firmen wie die mit dem T sich als Bayern München Sponsor eher das Image verderben dies nicht merken ! So wie ja schon Opel auch durch das Bayern Engagement fast in den Ruin in Deutschland getrieben wurde und die Konsequenzen ziehen musste!
Also hoffen wir alle gemeinsam auf weiteren Misserfolg der Haussherren in der Arroganz Arena um vielleicht zu sehen das Geld eben doch keine Tore schiesst!
den Neustart?
Er ist doch neu.
Klins sollte lieber eine Farm mit Marienkäfer gründen und die eventuell alternativ fliegen trainieren.
sah und siegte", muß natürlich enttäuscht sein. So einfach ist Erfolg eben nicht. Und das es Zeit braucht hat er auch in der Vorbereitung zur Fußball WM gezeigt. Und offensichtlich hat er es auch den Granden bei FCB vor Vertragsunterzeichnung klar gemacht, sonst wäre das Gezeter doch dort zumindest genau so groß wie bei der einen oder anderen veröffentlichten Meinung und wie bei Ihnen. Das sich nun Kahn zu Wort meldet und in die Kerbe haut, war nicht anders zu erwarten. Nun fehlt noch Loddar, dann sind alle Spezialisten durch und Klinsmann kann mit seiner Arbeit anfangen.
Und wenn es denn doch nichts werden sollte, warum auch immer, Sie werden ihm doch sicher beim Maikäferzüchten und/oder beim Training von Fiegen als Assistent zur Verfügung stehen?
sah und siegte", muß natürlich enttäuscht sein. So einfach ist Erfolg eben nicht. Und das es Zeit braucht hat er auch in der Vorbereitung zur Fußball WM gezeigt. Und offensichtlich hat er es auch den Granden bei FCB vor Vertragsunterzeichnung klar gemacht, sonst wäre das Gezeter doch dort zumindest genau so groß wie bei der einen oder anderen veröffentlichten Meinung und wie bei Ihnen. Das sich nun Kahn zu Wort meldet und in die Kerbe haut, war nicht anders zu erwarten. Nun fehlt noch Loddar, dann sind alle Spezialisten durch und Klinsmann kann mit seiner Arbeit anfangen.
Und wenn es denn doch nichts werden sollte, warum auch immer, Sie werden ihm doch sicher beim Maikäferzüchten und/oder beim Training von Fiegen als Assistent zur Verfügung stehen?
sah und siegte", muß natürlich enttäuscht sein. So einfach ist Erfolg eben nicht. Und das es Zeit braucht hat er auch in der Vorbereitung zur Fußball WM gezeigt. Und offensichtlich hat er es auch den Granden bei FCB vor Vertragsunterzeichnung klar gemacht, sonst wäre das Gezeter doch dort zumindest genau so groß wie bei der einen oder anderen veröffentlichten Meinung und wie bei Ihnen. Das sich nun Kahn zu Wort meldet und in die Kerbe haut, war nicht anders zu erwarten. Nun fehlt noch Loddar, dann sind alle Spezialisten durch und Klinsmann kann mit seiner Arbeit anfangen.
Und wenn es denn doch nichts werden sollte, warum auch immer, Sie werden ihm doch sicher beim Maikäferzüchten und/oder beim Training von Fiegen als Assistent zur Verfügung stehen?
Klinsmann hat eine für deutsche Verhältnisse ausserordentlich wertvolle Mannschaft übernommen und in einem Vierteljahr schlicht und einfach nicht erreicht ausser das Personal aufgebläht zu haben. Ich hätte kein Problem damit, wenn es hier oder dort hapern würde weil er eben neue Spieler einbaut, oder einen neuen Spielstil einführt.
Bis dato ist das nicht der Fall. Was seine Strategie, seine Taktik, Ein- und Auswechslungen anbelangt ist da kein roter Faden ausser dem losen Konzept der Rotation zu erkennen. Die Rotation ist aber nichts weltbewegend neues. Es dominiert scheinbar planlose Improvisation.
Klinsmann hat keinerlei Anlass sich zu beklagen, dass nicht alles seinen Vorstellungen entsprechend durchgezogen wurde. Es scheint aber der Fall zu sein, dass Klinsmann möglicherweise als vollwertiger Trainer nicht unbedingt geeignet ist und eines starken Co-Trainers a la Löw bedarf. Der mit ihm gekommene Mexikaner ist für die Zwecke des FC Bayern eventuell eine Nummer zu klein.
Man darf sich durchaus auch die Frage stellen, warum bspw. Klinsmanns hometown club, L.A. Galaxy bei ihm nicht nachdrücklich vorstellig wurde, so wenig Geld haben die auch nicht.
Der Artikel-Autor unterschätzt wohl die stärke der Positionen von Hoeness und Rummenigge, wobei ich persönlich insbesondere für die letztere Personalie nur sehr beschräbkt Verständnis habe, aber spätestens November wird der Schicksalsmonat von Klinsmann gekommen sein. Wenn mit dieser Mannschaft ein Abstiegsplatz näher ist als ein UEFA-Cup Rang dann hat Klinsmann trotz seiner hochfliegender Rhetorik bezüglich seiner Ambitionen einen gewaltigen Erklärungsnotstand. Da sollte er mal gleich mal für sich selbst einen Termin mit dem von ihm angeheuerten Mentaltrainer machen. Vielleicht hilft's noch.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren