CSU-Krise Machtkampf um Beckstein-Nachfolge
Wer wird neuer Ministerpräsident in Bayern? In der CSU ist der Streit darüber vollends entbrannt, der designierte Parteichef Seehofer ficht dabei mit starker Konkurrenz
Drei Tage nach dem Debakel für die CSU bei der bayerischen Landtagswahl befindet sich die CSU in einem beispiellosen Führungsdrama. Einen Tag nach der Demission des Parteivorsitzenden Erwin Huber und seiner Generalsekretärin Christine Haderthauer hat Ministerpräsident Günther Beckstein seinen Amt zur Verfügung gestellt.
"Das Vertrauen der Wähler war leider deutlich niedriger, als ich erhofft habe", sagte er. Nach der schmerzlichen Wahlniederlage spüre er, dass der Rückhalt in der Partei nicht groß genug sei. "Ich werde deshalb in der kommenden Legislaturperiode als Ministerpräsident nicht mehr antreten."
Um seine Nachfolge wird heftigst gerungen: Bei einer Krisensitzung der Landtags-CSU erklärten nach Teilnehmerangaben inzwischen vier Männer ihre Ansprüche. Dazu gehören neben dem designierten CSU-Chef Horst Seehofer auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Fraktionschef Georg Schmid und Wissenschaftsminister Thomas Goppel.
Nun will die Fraktion bis zum kommenden Mittwoch zwischen diesen vier Kandidaten entscheiden und damit die Führungskrise beilegen. Der als Favorit gehandelte designierte CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, der vor allem in der Berliner CSU-Landesgruppe sowie in der oberbayerischen CSU Rückhalt genießt, will zunächst der Landtagsfraktion den Vortritt lassen. Seehofer stehe für eine Kandidatur bereit, falls sich die Fraktion nicht auf einen Kandidaten verständigen könne, teilte der Noch-Parteivorsitzende Huber nach dem Treffen der Fraktion mit.
Bei der Landtagswahl am Sonntag hatte die Partei nach mehr als 40 Jahren ihre Alleinherrschaft eingebüßt und war von gut 60 auf 43,4 Prozent abgestürzt. Beckstein und Huber waren nur ein Jahr im Amt.
- Datum 13.10.2008 - 17:32 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 21
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Wenn wir jetzt auch noch den Schäuble los werden, dann kann in Deutschland endlich wieder das Grundgestz aktivieren werden. Dann gibt es Freiheit mit sicherheit und nicht umgekehrt.
Offenbar ist für manche Schreiber die deutsche Sprache doch zu schwierig - oder ist das die Freiheit, die gemeint ist???
Offenbar ist für manche Schreiber die deutsche Sprache doch zu schwierig - oder ist das die Freiheit, die gemeint ist???
Die Situation analysieren, miteinander reden und erst dann eine Entscheidung treffen. Das ist sicherlich die richtige Vorgehensweise in derzeitigen Situation. Horst Seehofer wird sich gut überlegen, ob er den Job des CSU-Chefs und den des Ministerpräsidenten in Personalunion übernehmen will. Letztenendes wird er wohl nicht nein sagen und sich auch dieser Herausforderung stellen. Wie schnell sich doch das Blatt wenden kann!
Für die CSU wäre es wohl nicht das Schlechteste, obwohl, hier muss man sich nichts vormachen, Seehofer nicht den Reformer und Erneuerer geben wird den sich manche an der CSU-Basis wünschen. Inhaltlich wird es auch mit Seehofer keine großen Überraschungen geben. Doch mindestens ebenso wichtig sind Glaubwürdigkeit, Charisma und Durchsetzungsstärke. In diesen Punkten können es der blasse Beckstein und der Parteisoldat Huber nicht ansatzweise mit ihm aufnehmen.
gegen Herrn Seehofer - er ist ein intelligenter (und auf seinem Gebiet sogar kompetenter) Politiker - aber es wird sich zeigen, ob das aktuelle Blutbad die CSU eher stärkt oder schwächt. Persönlich glaube ich nicht an die stärkende Wirkung eines starken Blutverlusts...
Mit Sicherheit ist die Niederlage der CSU ein Schock.
Aber dieses Fiasko nur an Beckstein und Huber festzumachen halte ich für zu einfach. Auch unter deren Führung war Bayern, trotz aller Abstriche, eines der "Musterländer ".
Natürlich hat Seehofer eine andere Ausstrahlung und vor allem mehr Erfahrung in der Bundespolitik. Nun kann er als Parteivorsitzender und Ministerpräsident zeigen, wie man die CSU wieder zur Alleinregierung bringt.
Allerdings wäre eine Koalition mit der FDP auf Dauer, die bessere Alter-native.
Überhaupt nicht nachvollziehen kann ich die Freudentänze der SPD. Es ist
schon mehr als unverschämt dem Wähler gegenüber, wenn ich mit 18,6 %
der Stimmen, eine Regierungsanspruch stelle, wenn er auch rechnerisch möglich wäre. Dieser gekünstelte Optimismus ist schon mehr als lächerlich
und zeigt doch eine gewisse Verzweiflung.
soll es nun richten?
Aus meiner Sicht eher ein Hoffnungsschimmer. Sicher wird Seehofer die Wechselfälle des Lebens besser kennen als manch anderer CDU-Grande; man erinnere sich an seine langandauernde Herzerkrankung und an seine Freundin und an das gemeinsame Kind mit ihr.
Ich wünsche ihm Glück und gutes Gelingen.
der werfe den ersten Stein
Woher will denn der Deutschlandfunk wissen, dass er am 1. Oktober kommenden Jahres (2009) wieder einen Ehebrecher (Der doppelte Seehofer?) dingfest machen kann?
Nur eines sollten wir nicht unterschätzen: Falls Horst Seehofer in Personalunion die Ämter als CSU-Parteichef und Ministerpräsident wahrnehmen sollte, muss auch ihm neben der "doppelten Pflicht" die "doppelte Kür" zugestanden werden...
Vielleicht interessiert es Sie: Seehofers bevorzugte Biermarke (kein Weizen- bzw. Weißbier!) in Berlin trägt den Namen "Berliner Kindl"...
;-)
der werfe den ersten Stein
Woher will denn der Deutschlandfunk wissen, dass er am 1. Oktober kommenden Jahres (2009) wieder einen Ehebrecher (Der doppelte Seehofer?) dingfest machen kann?
Nur eines sollten wir nicht unterschätzen: Falls Horst Seehofer in Personalunion die Ämter als CSU-Parteichef und Ministerpräsident wahrnehmen sollte, muss auch ihm neben der "doppelten Pflicht" die "doppelte Kür" zugestanden werden...
Vielleicht interessiert es Sie: Seehofers bevorzugte Biermarke (kein Weizen- bzw. Weißbier!) in Berlin trägt den Namen "Berliner Kindl"...
;-)
...wäre für einen Ministerpräsidenten Seehofer keine Unterstützung, die ihm behilflich sein könnte, notwendige Reformen und Ideen umzusetzen, die aus der jahrzehntelang gewachsenen Herrschaftsattidüde des gemeinen bayerischen Abgeordneten ein modernes, dem Volk dienendes Selbstverständnis zu entwickeln vermag.
Er ist in diesen Kreisen als Eigenbrötler verschrieen, hat dort wenig Rückhalt...anders als bei der Bevölkerung.
Ob er allerdings die Kraft besitzt, der Versuchung nach der "totalen Macht" zu widerstehen, darf bezweifelt werden.
Besser wäre es, er arbeitetete als Parteichef daran, die Partei und ihre Gremien zu verjüngen, vom alten Ballast zu befreien und die Kräfte in der Partei zu stärken, die auch den demografischen Veränderungen im Bayernland gerecht werden, die durch Zuzug von Nichtbayern und Wegzug mancher Bayern entstanden sind.
Wir Nichtbayern werden es beobachten können. Und die grosse Schwester wird mit Bangen verfolgen, ob Bayern einen Trend im Bund vorgibt.
...kriegt ein "t" und heisst Attitüde...-:)
...kriegt ein "t" und heisst Attitüde...-:)
...kriegt ein "t" und heisst Attitüde...-:)
Geehrter volker steinkuhle,
an den Namen "Ypsilanti" habe ich mich inzwischen gewöhnt. Aber wer, bitte, ist Atti Tüde? Etwa die neue Generalsekretärin der CSU? Dann wäre die Partei aber in der Gegenwart angekommen! Eine Generalsekretärin mit Migrantenhintergrund (?) - und das in Bayern bei der Christlich-Sozialen-Union... Donnerwedder...
Schreiben und kommentieren Sie bitte weiter!
;-)
Geehrter volker steinkuhle,
an den Namen "Ypsilanti" habe ich mich inzwischen gewöhnt. Aber wer, bitte, ist Atti Tüde? Etwa die neue Generalsekretärin der CSU? Dann wäre die Partei aber in der Gegenwart angekommen! Eine Generalsekretärin mit Migrantenhintergrund (?) - und das in Bayern bei der Christlich-Sozialen-Union... Donnerwedder...
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Offenbar ist für manche Schreiber die deutsche Sprache doch zu schwierig - oder ist das die Freiheit, die gemeint ist???
Kurz vor der Mittagspause sollte man keine Kommentare schreiben. Die Kollegen stehen einem im Nacken und der Blutzucker ist im Keller. Da wird die deutsche Sprache zur Herausforderung. :-)
Dennoch spricht es Bände über den Charakter des Autors, wenn seine Antwort auf einen Kommentar nicht auf den Inhalt eingeht, sondern nur auf die Rechtschreibfehler pocht. Da siegt die Form über den Inhalt.
Dabei ist der Inhalt nicht zu schwierig:
Mit Sicherheit stirbt die Freiheit.
Kurz vor der Mittagspause sollte man keine Kommentare schreiben. Die Kollegen stehen einem im Nacken und der Blutzucker ist im Keller. Da wird die deutsche Sprache zur Herausforderung. :-)
Dennoch spricht es Bände über den Charakter des Autors, wenn seine Antwort auf einen Kommentar nicht auf den Inhalt eingeht, sondern nur auf die Rechtschreibfehler pocht. Da siegt die Form über den Inhalt.
Dabei ist der Inhalt nicht zu schwierig:
Mit Sicherheit stirbt die Freiheit.
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