CSU Kommt Stoiber zurück?
Nach dem CSU-Debakel bei der bayerischen Landtagswahl erwägt der frühere Ministerpräsident und Parteichef angeblich, bei der Europawahl im Juni als Spitzenkandidat seiner Partei anzutreten
Laut einem Bericht des Magazins
Focus
fürchtet Stoiber, dass die CSU bei einer niedrigen Wahlbeteiligung an der bundesweiten Fünf-Prozent-Hürde scheitern und den Einzug ins Europaparlament verpassen könnte. Vertrauten habe Stoiber gesagt, er könne als prominentes Zugpferd für die CSU die meisten Stimmen ziehen und ihr so ein weiteres Wahldebakel ersparen.
Gegen eine Rückkehr Stoibers auf die politische Bühne gibt es allerdings erhebliche Widerstände in der CSU. Viele machen ihn für die schwere Wahlniederlage am vergangen Sonntag mit verantwortlich und wollen die mit ihm verbundene Ära endgültig abschließen. Stoiber indes scheint politisch wieder sehr aktiv zu sein. Er soll aus dem Hintergrund erheblich an der Ablösung von Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein mitgewirkt haben, die ihn vor einem Jahr aus dem Doppelamt gedrängt hatten.
Unterdessen könnte die Wahlschlappe noch einem weiteren CSU-Spitzenpolitiker das Amt kosten. Focus berichtet, CSU-Fraktionschef Georg Schmid habe in der Fraktion offenbar keine ausreichende Unterstützung mehr. Ihm werde vor allem vorgeworfen, durch das von ihm durchgeboxte strenge Rauchverbot viele Wähler verprellt zu haben. Als Nachfolger an der Fraktionsspitze werde in führenden Parteikreisen vor allem Huber gehandelt.
Schmid hatte gestern wegen mangelnder Unterstützung bereits seine Kandidatur für die Nachfolge Becksteins zurückgezogen. Damit bleiben noch der designierte neue Parteichef und Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer, Innenminister Joachim Herrmann und Wissenschaftsminister Thomas Goppel als Kandidaten im Rennen. Die Entscheidung über den künftigen Regierungschef soll am Mittwoch in der Landtagsfraktion fallen.
An diesem Samstag berät der mächtigste Bezirksverband Oberbayern über die Nachfolge Becksteins. Dort gilt Seehofer als klarer Favorit. Er stamm selber aus Oberbayern. Dem Bezirk gehört auch Stoiber an, der den Bundesagrarminister dem Vernehmen nach unterstützt.
- Datum 13.10.2008 - 17:33 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, rtr, lg
- Kommentare 4
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In dem Wahl-Debakel ist zu oft Stoibers Name gefallen, dass er zu denselben Voraussetzungen noch mal antreten kann, die ihm der damals noch lange Schatten von F.J.Strauss so erleichtert haben. Stoiber hat gestäubt, was das Zeug gehalten hat und die Opfer werden sich nicht auf das Niesen beschränken.
Stoiber sieht wohl schon das Ende seiner so "Ruhm-versprechend" angegangenen Ent(d)bürokratisierungskampagne. Und das sieht überhaupt nicht so nach Triumphen aus, vor allem, wenn man keinen Schreibtisch mehr hat, hinter dem man sich weiter verstecken kann
Aber doch höchstens als das in Panik verfallene Tier, dass mit aller Gewalt in seinen brennenden Stall zurücklaufen will...
Sollte er ernsthaft an diesem Gedanken festhalten, muss man sich über das endgültige Ende der CSU nicht wundern. Er ist kein Zugpferd mehr, eher eine lahme Schindmähre, die man vielleicht besser zum Abdecker gebracht hätte, anstatt ihr noch ein fettes (Brüsseler) Gnadenbrot einzuräumen, wo sie sich in wilden Phantasien (auf Kosten der bayerischen Steuerzahler) ergehen kann.
Es ist immer wieder erstaunlich, dass vom Chaos in den Medien gesprochen wird und wir in Bayern froh sind, dass die Schnarchnasen weg sind und die CSU wieder aufblühen kann.
Nach der Kommunalwahl wurde der schwule-evangelische-junge Bürgermeister aus dem 3 000 Seelen Dorf Bodenmais im Bayerischen Wald durch die links-liberale Medienlandschaft gereicht.
Die SPD hat Aufwind.
Davon spricht auf einmal keiner mehr.
18,60 % SPD in Bayern und in Bodenmais hatte die SPD nur 15,1 % bei der Landtagswahl erreicht.
Wieder einmal ein gescheiterter Versuch der linksliberalen Medien eine Kommunalwahl (Personenwahl) als Anlauf für SPD-Lobhudelei in Bayern zu nehmen. Die Bayern - SPD sind die Amateure in einer Geisterbahn. Mehr aber nicht !
Wenn eine partei einen staatsterroristen und Waffenhändler zum Übervater erhebt,dann zeigt dies die verkommenheit in ihren Köpfen, und wie das Führungspersonal christlich und sozial sich bis aufs Messer bekämpft, das kann einen nur noch anwidern,es gilt nur die Macht, dafür hauen und stechen sie bis nur noch einer übrigbleibt.
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