Datenschutz Schlüssel zum Schlafzimmer
Die Grünen wollen Datensicherheit und Informationsfreiheit in der Verfassung verankern. Gute Idee. Aber sie übersehen leider, wie sehr sich die Gesellschaft gewandelt hat. Ein Kommentar
Moderne Technologien haben die Gesellschaft und die Wege der Kommunikation verändert. Jetzt wollen die Grünen die Verfassung diesen neuen Bedingungen anpassen und haben einen Gesetzentwurf vorgelegt , um den Datenschutz im Grundgesetz zu verankern. Diese Idee wird schon lange diskutiert, Datenschützer fordern eine Novelle , auch in der SPD gibt es entsprechende Pläne . Bisher jedoch wagte niemand zu sagen, was genau denn da per Verfassung geschützt werden solle. Zweifler wie Innenminister Wolfgang Schäuble halten einen solchen Vorstoß gar für sinnlos.
Der Vorschlag der Grünen lautet: Drei Artikel und ein Absatz sollen neu in die Verfassung geschrieben werden. Erstens das Recht, "über persönliche Daten selbst zu bestimmen", zweitens das Recht "auf Zugang zu Daten öffentlicher Stellen", drittens das Recht "auf Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme" und viertens noch ein absoluter Schutz: "Der Kernbereich privater Lebensgestaltung ist unantastbar".
Das klingt doch gut. Zu gut. Denn der Entwurf der Grünen verschleiert, woran der Datenschutz in Deutschland krankt. Toll, wenn er im Grundgesetz steht, doch das hilft nicht viel. Selbst die grüne Fraktionschefin Renate Künast gestand dies bei der Vorstellung des Entwurfs: "Ich glaube nicht, dass eine Änderung über Nacht die Verfassungsrealität ändert", sagte sie. Ganz recht. Denn es wird viele auslegende Urteile des Bundesverfassungsgerichtes brauchen, um die neuen Verfassungsartikel im Alltag durchzusetzen.
Zu klären wäre, was die Artikel eigentlich bedeuten sollen. Beispiel "informationstechnische Systeme": Wenn ihnen jeder vertrauen darf, bedeutet das letztlich ein Recht auf sichere Daten. Kann nun also jeder verlangen, dass seine Daten verschlüsselt werden? Wie stark soll die Verschlüsselung sein? Gerichte müssten solche Fragen klären.
Es wäre doch viel einfacher, das Datenschutzgesetz – auch wenn es gerade erst überarbeitet wurde – vollständig neu zu fassen. Damit hätte die private Wirtschaft, um die sich die derzeitigen Diskussionen vor allem drehen , klare Richtlinien.
Wenn schon am Grundgesetz geschraubt wird, sollte der Anwendungsbereich der neuen Rechte deutlich abgesteckt sein. Das aber ist nur bei einem der vier Vorschläge der Fall, bei dem zur Informationsfreiheit. Der Zugang zu öffentlichen Informationen soll demnach nur verwehrt werden können, "wenn öffentliche Interessen die Vertraulichkeit zwingend gebieten oder ein überwiegendes Interesse Dritter" bestehe. Alle anderen neuen Rechte könnten durch eine einfache "gesetzliche Grundlage" Einschränkungen erfahren.
- Datum 04.04.2009 - 12:12 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Durch Viagra kommt es nicht.
Wenn du, mit deiner Freundin zusammen bist und es steht ein Rollstuhl im Zimmer und deine Freundin wohnt im 8.Stock, in einem Haus ohne Lift dann solltest du anfangen zu denken.
Dieses Thema gab es schon immer.
Danke.
"Es wäre verdienstvoll, ihn zeitgemäß umzuformulieren zu einem Telekommunikationsgeheimnis. Denn kommuniziert wird längst nicht mehr nur im Schlafzimmer."
Die Zeit tritt für eine Stärkung bürgerlicher Freiheitsrechte ein? Bravo! Es ist bedauerlich genug, dass keine der etablierten Parteien sich bürgerliche Freiheiten auf die Fahnen schreibt. Gerade in einer Zeit, wo Washington Bürgerrechte mit Füßen tritt und diese Haltung auf die ganze Welt ausdehnt haben möchte, wäre es hochnotwendig, dass sich jemand dieser Tendenz entgegenstellt.
"Es ist bedauerlich genug, dass keine der etablierten Parteien sich bürgerliche Freiheiten auf die Fahnen schreibt"
Diesen Satz unter einem Artikel zu finden, der mit den Worten:
"Die Grünen wollen Datensicherheit und Informationsfreiheit in der Verfassung verankern."
beginnt ist schon merkwuerdin...
"Es ist bedauerlich genug, dass keine der etablierten Parteien sich bürgerliche Freiheiten auf die Fahnen schreibt"
Diesen Satz unter einem Artikel zu finden, der mit den Worten:
"Die Grünen wollen Datensicherheit und Informationsfreiheit in der Verfassung verankern."
beginnt ist schon merkwuerdin...
"Es ist bedauerlich genug, dass keine der etablierten Parteien sich bürgerliche Freiheiten auf die Fahnen schreibt"
Diesen Satz unter einem Artikel zu finden, der mit den Worten:
"Die Grünen wollen Datensicherheit und Informationsfreiheit in der Verfassung verankern."
beginnt ist schon merkwuerdin...
Die Grünen packen die Bürgerrechte leider auch nur gelegentlich und sehr halbherzig aus. Der im Artikel diskutierte Gesetzesentwurf will ja größtenteils auch nur Dinge in die Verfassung schreiben, die das BVerfG dort ohnehin schon herausliest. Auch wenn es durchaus wünschenswert ist, diese Dinge auch mal direkt hinein zu schreiben, aber größtenteils ist das wieder nur Augenwischerei nach dem Motto "Schenken wir den Bürgern doch, was sie eh schon haben. Die merken das ohnehin nicht!"
Einzig der Auskunftsanspruch gegenüber Behörden geht deutlich über bestehendes Recht hinaus. Diese Idee verfolgen die Grünen (lobenswerterweise) schon eine Weile, der neue Entwurf ist nur eine neue Verpackung. Das Unterfangen ist allerdings zu begrüßen, an der Stelle sind selbst die USA sehr viel weiter als wir.
Die Grünen packen die Bürgerrechte leider auch nur gelegentlich und sehr halbherzig aus. Der im Artikel diskutierte Gesetzesentwurf will ja größtenteils auch nur Dinge in die Verfassung schreiben, die das BVerfG dort ohnehin schon herausliest. Auch wenn es durchaus wünschenswert ist, diese Dinge auch mal direkt hinein zu schreiben, aber größtenteils ist das wieder nur Augenwischerei nach dem Motto "Schenken wir den Bürgern doch, was sie eh schon haben. Die merken das ohnehin nicht!"
Einzig der Auskunftsanspruch gegenüber Behörden geht deutlich über bestehendes Recht hinaus. Diese Idee verfolgen die Grünen (lobenswerterweise) schon eine Weile, der neue Entwurf ist nur eine neue Verpackung. Das Unterfangen ist allerdings zu begrüßen, an der Stelle sind selbst die USA sehr viel weiter als wir.
Es stimmt schon das die Freiheit der eingenen Meinung auch im internett gelten sollte, aber unsere momentahnen Gesetzt würden das auch abdeken wenn sie denn mal angewendet würden. Aber leider neigt die Politik immer wieder dazu erst mal Regelungen zur Abhörung zu schaffen und erst im Nachhinein festzustellen das sie Verfassungswiedrig sind.
Auch wird es in Deutschland noch lange ein Argument gegen das Rect auf informalle Freiheit geben was einseitiger, falscher und Medialer kaum sein kann:
Dann könnte man nicht mehr überprüfen ob Mentschen Killerspiele auf ihren Rechner speilen.
Uns so wird das Gesetz dan wohl in Talkshows zerredet werde sobald man herausgefunden hat das so was ja auch nicht mehr Staatlich kontrolliert werden könnte. ( Wird es jetzt schon und dann genau so duch altersfreigabe und Prüfung aber das verschweigen die Medien ja am liebsten )
Auch das Tema hat mit den Datenschutz gemein das es viele Gesetzt dazu gibt sie aber meist nut lasch angewendet werden und erst recht nicht überwacht ob das Gesetz denn auch überall gilt.
So haben wir schon Datenschutz mit den recht auf eigene Meinung und den Urheberrecht, wo man auch ableiten könnte das die Kopie eines Telefongespräches einie Gebür an den "Erschaffer" des Gespräches fällig machen könnte da ja auch Reden vermarktet werdenund Musiktietel, und Spreche nichts anderes ist wie Rappen beweist.
Nur will wohl kein Staat für seine überwachung auch noch GEMA-Gebüren abführen müssen und die Bürdger wolen nict einzahlungen von Gebüren für Telefonate bekommen. Aber wen man das REcht so auslegen würde müsste es eigentlich gemacht werden. Oder der Telefonierende müsste um erlaubnis gefragt werden ob das Telefonat kostenlos mit aufgenomen werden dürfte da es sonst ja eine Raubkopie wäre ^^ Recht ist doch was tolles ^^
Die Grünen packen die Bürgerrechte leider auch nur gelegentlich und sehr halbherzig aus. Der im Artikel diskutierte Gesetzesentwurf will ja größtenteils auch nur Dinge in die Verfassung schreiben, die das BVerfG dort ohnehin schon herausliest. Auch wenn es durchaus wünschenswert ist, diese Dinge auch mal direkt hinein zu schreiben, aber größtenteils ist das wieder nur Augenwischerei nach dem Motto "Schenken wir den Bürgern doch, was sie eh schon haben. Die merken das ohnehin nicht!"
Einzig der Auskunftsanspruch gegenüber Behörden geht deutlich über bestehendes Recht hinaus. Diese Idee verfolgen die Grünen (lobenswerterweise) schon eine Weile, der neue Entwurf ist nur eine neue Verpackung. Das Unterfangen ist allerdings zu begrüßen, an der Stelle sind selbst die USA sehr viel weiter als wir.
Natürlich wäre es besser, wenn man einfach ein vernünftiges Datenschutzgesetz machen würde. Das Problem ist nur, dass die Regierung zwar von Datenschutz reden, aber ständig völlig gegenteilige Gesetze macht. Die wollen diesen strengen Datenschutz nicht, wollen das aber auch nicht zugeben. Wenn Regierungen nur vernünftige Gesetze machen würden bräuchten wir kein Grundgesetz. Das haben wir damit man die Regierung dazu zwingen kann sich an die festgelegten Grundregeln auch zu halten.
Ich glaube kaum, dass die Grünen damit rechnen dieses Gesetz wirklich durch zu bekommen. Es ist wohl mehr ein Versuch die Regierungsparteien bloß zu stellen und die eigene Position zu dokumentieren. Interessant wird also eher, wie sich die Parteien bei der Ablehnung der Vorschläge aus der Affaire ziehen.
in Ordnung, det soll mal so werden
Inzwischen ist für gewiefte Schüler schon lange kein Problem mehr, sich in angeblich so sichere Netzwerke einzuschleichen und "herumzunasen". Gleichzeitig fordern immer wieder "Vorgestrige" Regelungen, die etwa so wirksam sind, wie die Fussball regeln.Erst wenn sie verletzt werden, treten sie in Kraft und ob sie dann den Richtigen erwischen bleibt ungewiss.
Offenheit ist der beste Schutz. Wer etwas zu verheimlichen hat, hat auch einen Grund dafür.
Der beste Schutz ist offener und ehrlicher Umgang. Da werden diese Schlüsselloch-Guckereien überflüssig und peinlich für diejenigen, die sich da die Augen verkneifen.
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