Fans des FC Liverpool Fußball ist kein InvestmentSeite 2/2
Als Anfang 2008 immer mehr Details über das zerrüttete Verhältnis zwischen Gillett, Hicks und Trainer Benítez an die Öffentlichkeit kamen, nahm Rogan Tayor „den Kampf gegen die beiden Texaner“ auf. „Warum können die Fans den Klub eigentlich nicht kaufen?“, fragte er sich. Ende Januar ging die Website www.ShareLiverpoolFC.com online. Seitdem zählt das Projekt mehr als 10.000 offiziell registrierte Spender, weitere 18.000 Nutzer haben Interesse bekundet, wollen sich jedoch noch nicht mit Geldspenden beteiligen.
Prominenteste Unterstützer sind ehemalige Liverpooler Spieler, zudem erhielt Taylor Rückendeckung von Andy Burnham, Großbritanniens Minister für Kultur, Medien und Sport. Der Labour-Politiker unterhielt sich mit Taylor in einem Liverpooler Pub. Um den Verein von den amerikanischen Eigentümern zurückzukaufen, sind rund 750 Millionen Euro nötig. Dafür müssten 100.000 Mitglieder von ShareLiverpoolFC Anteile in Höhe von 7.500 Euro erwerben. „Uns geht es nicht primär darum, die Leute um Geld zu bitten“, sagt Rogan Taylor, „wir haben ein Vehikel geschaffen, mit dem die Rückführung des Vereins in die Hände der Fans ermöglicht wird.“ Im Erfolgsfall würde der Vorstand von ShareLiverpoolFC auch die neue Klubführung wählen lassen. „Mich hat es immer beeindruckt, wie Spitzenvereine auf dem europäischen Festland, wie etwa Bayern München oder der FC Barcelona, von ihren Mitgliedern geführt werden.“
Die Erfolgsaussichten des Projekts sind dank der hohen Zahl an Unterstützern gut. Um das Mitspracherecht beim FC Liverpool wenigstens partiell wiederzuerlangen, benötigt die Gruppe rund 25 Prozent der Anteile. Ein nicht unrealistisches Vorhaben. „Egal, ob Gillett und Hicks den Klub verkaufen wollen oder nicht, die Eigentümer sind auf einen lokalen Partner angewiesen“, sagt Rogan Taylor, „wir sind hier, wir werden bleiben und bei der nächsten Würfelrunde um den FC Liverpool werden wir zur Stelle sein.“
- Datum 21.11.2008 - 09:44 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren