Religion Alle Macht den Atheisten!Seite 2/2

Regisseur von Religulous ist Larry Charles, der durch die Pseudo-Dokumentation Borat bekannt wurde. Wie Borat lebt auch Religulous   davon, dass sich die Gefilmten selbst bloßstellen. Die Regie nutzt diesen Umstand geschickt. Anders aber als Sascha Baron Cohen alias Borat spielt Maher mit offenen Karten. Er sagt den Gefilmten, dass er ein religiöser Skeptiker sei, der sie herausfordere. Freilich: Irgendwann, nach fast zwei Stunden Filmdauer, wird es einem zu viel. Ja, die Botschaft ist angekommen! Bill Maher hält alle Prediger für "Zuhälter", die Seelen verkaufen, und Religion, egal welche, für gefährliches Schmierentheater, das Menschen zu Kriegen aufhetze.

In Amerika hat der Film gemischte Kritiken erhalten. Die Religion anderer Leute nicht zu kritisieren gehört hier zum guten Ton, selbst, wenn es um radikale Muslime geht. Und was sagt Maher zur Präsidentschaftsdebatte? "Mit Obama und McCain kann ich leben", sagte er in der Daily Show , "denn die lügen dem Volk nur vor, religiös zu sein, um gewählt zu werden." Anders sehe das bei Sarah Palin aus.

 
Leser-Kommentare
  1. Kein Übel dieser Welt ist so schrecklich, dass es nicht durch religiöse Überzeugungen* verschlimmert werden könnte.

    im Original: durch eine Heirat...

    Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

  2. 2. Frage

    Frage: werden hier wirklich alle Religionen auf die Schippe genommen, oder bleiben zufällig einige verschont? Ich meine z.B. Hindus, Buddhisten, orthodoxe Juden. Da gibt es doch sicherlich auch einiges zu lachen, oder? Oder geht die PI dann doch nicht so weit?

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    Allein die Liste der Religionen und Weltanschauungen in der deutschen Wikipedia beschreibt ueber 100 verschiedene Spielarten von Religion; gut da sind natuerlich einige drin die -vorlæufig womøglich- ausgestorben sind, aber dennoch.

    Ein Satire muss da vorauswæhlen, hælt sich aber an den Grundsatz: "Viel Macht, viel Spott".
    Aber keine Sorge, neben allen Sorten Evangelikaler und Chreationisten kommen auch Juden, Muslime und soger Satanisten oder Raelianer (das ist die "ein Ufo wird kommen"-Fraktion) zu Wort.

    Allein die Liste der Religionen und Weltanschauungen in der deutschen Wikipedia beschreibt ueber 100 verschiedene Spielarten von Religion; gut da sind natuerlich einige drin die -vorlæufig womøglich- ausgestorben sind, aber dennoch.

    Ein Satire muss da vorauswæhlen, hælt sich aber an den Grundsatz: "Viel Macht, viel Spott".
    Aber keine Sorge, neben allen Sorten Evangelikaler und Chreationisten kommen auch Juden, Muslime und soger Satanisten oder Raelianer (das ist die "ein Ufo wird kommen"-Fraktion) zu Wort.

    • thbode
    • 08.10.2008 um 7:58 Uhr
    3. Billig

    Der Autor bebildert den Text mit dem Foto einiger Anhänger des Sufismus bei einer Gebetszeremonie. Die Sufi leiden, wie wir "Westler", auch unter den Islamisten weil sie deren dogmatischen Wahn nicht teilen.
    Nur weil es "lustig" aussieht wie diese Männer mit ihre langen Haare wirbeln lassen gibt der Autor sie zum Spott preis. Offensichtlich undifferenziert, vermutlich ahnungslos. Und ziemlich billig.
    Das Fatale an der Religion sind doch primär die dogmatischen Auswüchse von Wortgläubigkeit die aufgrund verschrobener Schlussfolgerungen zu intolerantem Verhalten führen. Und nicht jede Form von Spiritualität die mit dem Etikett "religiös" versehen werden kann.

  3. Allein die Liste der Religionen und Weltanschauungen in der deutschen Wikipedia beschreibt ueber 100 verschiedene Spielarten von Religion; gut da sind natuerlich einige drin die -vorlæufig womøglich- ausgestorben sind, aber dennoch.

    Ein Satire muss da vorauswæhlen, hælt sich aber an den Grundsatz: "Viel Macht, viel Spott".
    Aber keine Sorge, neben allen Sorten Evangelikaler und Chreationisten kommen auch Juden, Muslime und soger Satanisten oder Raelianer (das ist die "ein Ufo wird kommen"-Fraktion) zu Wort.

    Antwort auf "Frage"
    • Rahab
    • 08.10.2008 um 17:05 Uhr
    5. falls

    die reise in Mediggo beginnt, hätte ich gern die koordinaten angegeben. Megiddo traue ich mir zu, selbst zu finden.

  4. Sie schreiben:

    "Der Film nimmt uns mit auf eine wilde Reise durch die halbe Welt. Es beginnt in Mediggo, Israel, dem Ort, wo der Antichrist einmal landen wird."

    Das ist so nicht richtig. Der Name Harmagedon, meist als "Berg von Meggido" wiedergegeben, bezeichnet nicht den Ort der "Landung" des "Antichristen" sondern den Schauplatz der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen den in der Johannesoffenbarung erwähnten Heeren des "Tieres" und des "falschen Propheten" und den himmlischen Heerscharen im Gefolge des in Herrlichkeit wiederkehrenden Christus (vergl. Offenbarung 16, 13-16 u. 19, 11-21).

    Das Aufkommen und die Regierung des Tieres und des falschen Propheten werden im 13. Kapitel der Offenbarung separat geschildert. Die Bezeichnung "Antichrist" kommt in diesem Zusammenhang im Text überhaupt nicht vor.

    • Rahab
    • 09.10.2008 um 10:47 Uhr

    der ort heißt: Megiddo! und ist als solcher, mitsamt tel-name, auf der landkarte zu finden. und Megiddo wird er um-geschrieben wegen dem dagesh im daled. das gimel hat nämlich keines.

    ansonsten: die offenbarung und die geografie - das ist eine sache für sich.

  5. 8. Ja,

    Sie haben natürlich Recht, das "Mediggo" im Artikel ist mir auch aufgefallen. Es ging mir in erster Linie darum, dass der Volksmund immer vom "Antichristen" fabuliert, diese Bezeichnung so im Text aber überhaupt nicht vorkommt.

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