Finanzkrise
Osama und seine Prophezeiung
Das amerikanische Finanzdebakel und seine Wirkung unter den Fanatikern in der muslimischen Welt
Falls Osama bin Laden noch leben sollte, wird er sich dieser Tage freuen. Er wird seinen Anhängern sagen: „Seht her, unser Todfeind liegt im Sterben!“ Alle werden zustimmend nicken und weiter gierig die Nachrichten aus den USA verschlingen. Jeden weiteren Crash an der Börse werden sie mit den Worten kommentieren: „Allah ist groß!“
Osama muss in diesen Tagen, da die USA eine Krise gewaltigen Ausmaßes erleben, tatsächlich das Gefühl haben, dass seine Prophezeiung Wirklichkeit wird. Vor mehr als einem Jahrzehnt zog er aus, um Amerika und seine Hintersassen am Arabischen Golf zu besiegen, nicht mehr und nicht weniger. Das muss damals wie eine Verrücktheit erschienen sein, denn die USA waren im Zenit ihrer Macht, und Osama und die seinen waren nichts weiter als eine fanatisierte Mordbande.
Heute erleben wir den rapiden Niedergang der USA, den manche für irreversibel halten. Osama hat den Sieg vor Augen. Ob das stimmt oder nicht stimmt – das soll hier nicht debattiert werden. Es geht darum anzuerkennen, dass dies die Sichtweise Osama bin Ladens ist. Es geht darum, einen Blick in die Gedankenwelt der Fanatiker zu werfen.
Als al-Qaida die Attentate vom 11. September 2001 plante, verfolgte sie dreierlei Ziele. Erstens: möglichst viele Menschen töten; zweitens: diesen Massenmord mit maximaler medialer Wirkung zu inszenieren; drittens: die USA zu einem Gegenschlag provozieren. Die ersten beiden Ziele hat al-Qaida am Tag des Anschlages erreicht. Das dritte Ziel erreichten sie drei Wochen später, als die USA Afghanistan angriffen — hier, hofften sie, würden sie Amerikas Truppen ausbluten. In Afghanistan hatte schon eine Supermacht eine bittere Niederlage erlitten.
- Datum 7.10.2008 - 10:34 Uhr
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- Serie opi
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 32
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Wir können hier nicht von Amerikas Niedergang sprechen, dazu ist die USA eine zu starke Wirtschafts- und militärische Macht. Der Amerikaner ist nicht verwöhnt und seine wahre Stärke liegt in der Unverwüstlichkeit und optimistischer Stärke seiner Bevölkerung, auch wenn der Kopf verwundet ist der politischen Führung und Finanzwelt. Was haben die arabischen Staaten aufzuweisenals Öl? Der Verkaufsschlager ihrer Religion (Osama) ist nur ein Nebelgebäude und bringt keine Arbeit mit Brot... nur Tod und Vernichtung. Was die Amerikaner und wir allerdings wissen müßten, die arabischen Potentaten(Tyrannen) sind Blutsauger an ihrem eigenen Völkern.
eben diese unverwüstliche optimismus der amerikaner führte zu ihrem nidergand.
Wenn man so viel optimistisch ist dann neigt dazu über eigene Schwächen weg zu sehen, und über Ihre Verhältnisse zu leben, sich für uralubreuise, SUV und LCD fernsehen zu verschulden.
amerka hat schon zenit seiner macht überschritten.dsie hateein Verrottete Finanzsystem , ein Hochverschludete regierung und kriege die nicht gewinnen kann. und eine total verirrte bevölkerung.
USA sind sehr ähnlich sowietunion in 1980 Jahren
Seit Nostradamus haben viele Wahrsager Katastrophen prophezeit. Wenn sie dann irgendwann mal eintraten, hieß es "Siehste, habe ich doch gleich gesagt." Rezessionen sind Ereignisse wie Erdbeben, die sich von Zeit zu Zeit wiederholen. Es gehört also nicht viel dazu, sie vorauszusagen.
# Silberschnur. dunnhaupt, Herr Wittine hat diese Geschichte von der Bankrott-Erklärung der amerikanischen Finanzwelt auf diesem Forum vor längerer Zeit schon prophezeit, und auf einer anderen Grundlage als dem Orakel. Hat vor drei Monaten, oder fünf, jemand damit gerechnet, so nach dem Motto: naja, 'mal wieder 'ne kleinere Katastrophe, oder auch grössere, die hätten wir dann bald einmal gerne für die USA?
Dass man sich's wünschen konnte, dafür gäbe es Gründe; dass jemand aufgrund seines Wissens das vorausssagen konnte, ist etwas ganz Anderes.
Ausserdem: Sie als USA-Spezialist müssen selber darüber im klaren gewesen sein, dass das Wirtschaftsprogramm - so es diese Bezeichnung überhaupt verdient - nach dem Wechsel der US-A. im Jahre 2001, spätestens jedoch, als der Irakkrieg stagnierte und immer mehr vom Haushaltsbudget dafür gezehrt wurde, keine der von Clinton angewendeten Gesetze berücksichtigte, geschweige denn, dass jemand etwas für dessen Leistung übrighatte.
Das ist meine Frage seit 8 Jahren, und in fast jedem meiner Kommentare kann ich nun darauf hinweisen. Jedoch, ebensowenig, wie während dieser Phase jemand von Clinton noch etwas wissen wollte, oder sich im Klaren darüber war, welches sein wahres Verdienst für die USA und die Welt gewesen ist, will nun jemad sehen, dass die Abwärtsspirale auf ganz ähnlichen Gesetzen beruht, wie Clintons Bemühungen um die vormalige Haushalt-Sanierung, nur eben, umgekehrt herum!
Tja - just: Hm, I believe: Just 'Arithmetics'...
Auf der Höhe bleibt, wen die Wellen der ZEIT erreichen.
Dieser Artikel ist ein Trauerspiel.
Laut Untertitel soll der Artikel vom "amerikanische[n] Finanzdebakel und seine[r] Wirkung unter den Fanatikern in der muslimischen Welt" handeln -
dieses Versprechen löst er jedoch nicht ein: Nach sechs themaverfehlenden Abschnitten, bleibt ihm abschliessend nur übrig, die selbst gestellte Frage in verschiedenen Variationen zu wiederholen:
Aber wie wird die dramatische Schwäche Amerikas in der muslimischen Welt aufgenommen? Welche Lehren ziehen die Menschen daraus? [...] Welche Kräfte setzt Amerikas Niedergang in der islamischen Welt frei?
Fragen, zu deren Beantwortung der Artikel nichts beizutragen hat. Vielleicht will er sie an Leute weiterreichen, die etwas zu sagen haben. Aber eine solche Einsicht ist im Text nicht vorzufinden.
Doch wenn er schon mit seinem eigenen Thema nichts zu tun hat, bleibt zu fragen, was der Artikel stattdessen anzubieten hat: Eine Obama-Al-Qaida-Story mit der abenteuerlichen These, man hätte die USA gemäß einer ausgeklügelten Terror-Strategie nach Afghanistan in ihr eigenes Verderben gelockt. Hilfe! Gnade mit uns (Lesern)! Was für ein ausgemachter Blödsinn. Ganz abgesehen davon, dass hier die 9/11-Story einmal mehr in originaler/offizieller Version durch die Gebetsmühle gedreht wird, allen mittlerweile akribisch dokumentierten Fragwürdigkeiten zum Trotz.
Zum Gähnen oder zum Heulen? Jedenfalls erschreckende inhaltliche Leere. Und dafür bekommt der Schreiber sogar Geld. Einfach lächerlich.
Sie haben vollkommen Recht. Der Artikel ist eine Zumutung. Schon These 1 "möglichst viele Menschen töten" ist hanebüchen und man sollte Bin Laden und seinem Chefstrategen eher einen Professur am MIT anbieten, denn die wären weltweit die einzigen, die den Einsturz eines Gebäudes mit Stahlskelett vorausberechnet hätten. Da muß man nicht mal Verschwörungstheorien als Hilfskonstrukt herbeireden.
Volle Zustimmung ezoo, die Theorie, dass Osama (sollte er überhaupt etwas mit 911 zu tun gehabt haben) die US-amerikanische Reaktion quasi orakelt habe, hätte auch in der Titanic veröffentlicht werden können.
Ebenso hanebüchen ist auch die, zugegebenermassen nicht explizit erwähnte These, 911 hätte auch nur irgendetwas mit dem Finanzkollaps an der Wall Street zu tun. Meiner Meinung nach wird diese Verbindung indirekt hergestellt und der Grund erschliesst sich mir sofort: Irgendwer, nur nicht WIR, muss wohl dran schuld sein.
Hier wird ein fataler Gedankengang eingeleitet, der die selbstgemachte Demontage der USA erneut auf einen Angriff von aussen zurückführt. Der grössere Zusammenhang existiert nicht, ganz im Gegenteil birgt diese Argumentationslinie wieder neuen Zündstoff.
So langsam sollte auch dem letzten Bushversteher klar sein, dass der Mann schleunigst in die Klappsmühle sollte, zusammen mit seinem Beraterstab. Der ganze War on terror entspringt seiner kranken Psyche. Übrigens ist zu diesem Thema ein wunderbarer Artikel in der FAZ erschienen. Dieser sei auch der kompletten Zeit-Redaktion, Ressort International, ans Herz gelegt.
Wo der Aufschrei groß ist, kann es an einem guten Treffer liegen. Ihr Kommentar hat das geleistet.
BRAVO
die weisen Texten der aufgeklärten Aufklärer.
Danke für diesen aufklärerischen Text. Jetzt! erst jetzt leuchtet mir alles so glasklar ein. Oswald Sprenger mit seiner Prophezeiung http://de.wikipedia.org/w... ist der Gründer der Al-Qaida. Kein Zufall, dass die ersten zwei Buchstaben seines Vornamens dieselben von Osama sind.
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Sie haben vollkommen Recht. Der Artikel ist eine Zumutung. Schon These 1 "möglichst viele Menschen töten" ist hanebüchen und man sollte Bin Laden und seinem Chefstrategen eher einen Professur am MIT anbieten, denn die wären weltweit die einzigen, die den Einsturz eines Gebäudes mit Stahlskelett vorausberechnet hätten. Da muß man nicht mal Verschwörungstheorien als Hilfskonstrukt herbeireden.
Wieder einmal die altbekannte Geschichte. Als Journalist sollte man sich mit den Themen intensiv und tiefgehend beschäftigen. Wenn man es tut, liegt es auf der Hand, dass der 9/11 ein "inside job" war: Die 3 Gebäude wurden offenbar gesprengt, daraus kann man auf der Basis der tatsächlichen Gegebenheiten weitere Schlüsse ziehen.
Lusitania im WWI, Pearl Harbour WWII, Tokin Bay im VietnamKrieg, 9/11 für den sogennanten "War on Terror"... Alles selbstgekochte Inszinierungen zwecks Massenmanipulation zum Krieganfangen.
Und manch Chefredakteur und manch Journalist sind ihre ergebenen Paukentrömmler...
Ogott ogott!
Auch auf die Gefahr hin, dass mein Kommentar gelöscht wird, aber was Sie hier verbreiten, ist kompleter Blödsinn, den man nur aus einer geistigen Verwirrung oder einem tiefsitzende Hass auf Amerikaner heraus erklären kann. Ihre Aufzählung legt das zweite nah.
Nach dem Holokaust sind die Anschläge von 11. September das am besten dokumentierte und erforschte historische Ereignis der Welt. Wer diese dämlichen Verschwörungstherien verbreitet, lügt oder spinnt.
(Anmerkung: Bitte versuchen Sie, auf persönliche Angriffe zu verzichten. Die Redaktion/jk)
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