Finanzkrise Island kämpft gegen Wirtschaftskollaps
Mit Notstandsgesetzen hat der Inselstaat seine gesamte Geldbranche unter staatliche Aufsicht gestellt. Für Verwirrung sorgt ein angeblicher Milliardenkredit aus Russland

© Mike Clarke/AFP/Getty Images
Der Chef der isländischen Landsbanki Sigurjon Arnason: Der Inselstaat kämpft gegen einen Wirtschaftskollaps
Das Finanzministerium in Moskau dementierte eine Mitteilung der isländischen Nationalbank über ein Darlehen in Höhe von vier Milliarden Euro. "Es gab keine Verhandlungen und keine entsprechende Entscheidung", sagte der stellvertretende Finanzminister Dmitri Pankin in Moskau.
Islands Ministerpräsident Geir Haarde räumte nach dem russischen Dementi ein, dass die Mitteilung der Nationalbank voreilig war. Haarde sagte bei einer Pressekonferenz in Reykjavik, dass Experten der Nationalbank umgehend nach Moskau reisen würden, um die Bedingungen auszuhandeln. Haarde äußerte sich zuversichtlich, dass es zu einer Einigung kommen werde.
Kurz zuvor hatte die Zentralbank auf ihrer Webseite gemeldet, Russland habe dem Land ein Milliarden-Darlehen mit einer Laufzeit von vier Jahren zugesagt. Sie berief sich dabei auf den russischen Botschafter in Island. Aufgrund der Meldung hatte die isländische Krone, die am Vormittag zum Euro um 35 Prozent abgestürzt war, ihren Sinkflug gestoppt.
Island war in den vergangenen Tagen äußerst schwer von der Finanzmarktkrise getroffen worden. Vor allem die Banken standen am Abgrund. Per Notgesetz hatte deshalb das Parlament die Regierung zuvor mit weitreichenden Rechten ausgestattet. Dies sei nötig, um die Möglichkeit einer Staatspleite zu verhindern, sagte Regierungschef Haarde. So dürfen Aufsichtsbehörden künftig eigenmächtig Banken fusionieren und sie zur Bankrotterklärung zwingen.
Als erste wurde die zweitgrößte isländische Bank, die Landsbanki, vom Staat übernommen. Damit werde sichergestellt, dass in Island weiter Bankgeschäfte getätigt werden könnten, teilte die Aufsichtsbehörde mit. "Die einheimischen Sparguthaben sind in vollem Umfang gesichert", hieß es in der Mitteilung. "Landsbankis Filialen, Callcenter, Geldautomaten und das Internetbanking werden wie gewöhnlich für Geschäfte geöffnet haben."
- Datum 04.05.2009 - 11:05 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, reuters
- Kommentare 9
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Yo, sieht sehr danach aus, das auch die Isländer sich blindlings in die Liberalisierung und Globalisierung gestürtzt haben... und nun etwas blind von einer Ecke in die ander hecheln in der Hoffung hier oder dort die Rettung, den Strohhalm zu finden.
Wie bereits hier jemand mal als Beispiel erwähnte..."...das ist so, wie wenn ich im Casino mit fremdem Geld meine Einsätze tätigen darf wobei ich die Gewinne behalte, die Verluste aber bleiben beim Geldgeber..."
In diesem Fall sind das wohl die Arbeiter Islands die mit ihren Pensionskassengeldern für den liberalisierten Unsinn herhalten müssen. Müssen, denn gefragt scheinen auch die nicht zu werden...
Yo, es lebe die Freiheit und die Demokratie wo alles so schön frei und Volksgerecht abläuft. Nur so sind wir die Vorbilder die die Länder dieser Welt braucht... Die Globalisierung macht aus allen irgendwann mal Wohlhabende Menschen die sich nicht mehr um das tägliche Brot kümmern müssen. Die Reichen müssen nur reich genug werden dann fliesst irgendwann so völlig automatisch auch was von dem Reichtum nach unten...
Wohl bekommts... Prost !
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
MAN MUSS DEM PFERD NUR GENUG HAFER GEBEN , DAMIT DIE SPATZEN DAHINTER AUCH NOCH WAS DAVON HABEN. Soviel zum Thema wenns den Reichen gut geht:
MAN MUSS DEM PFERD NUR GENUG HAFER GEBEN , DAMIT DIE SPATZEN DAHINTER AUCH NOCH WAS DAVON HABEN. Soviel zum Thema wenns den Reichen gut geht:
Da beisst die Maus kein Faden ab...
MAN MUSS DEM PFERD NUR GENUG HAFER GEBEN , DAMIT DIE SPATZEN DAHINTER AUCH NOCH WAS DAVON HABEN. Soviel zum Thema wenns den Reichen gut geht:
Die isländische Krone hat seit einer Woche gegenüber dem Euro mehr als ein Viertel ihres Wertes verloren und erreichte ein Rekordtief von 230 Kronen je Euro. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Wert der heimischen Währung um mehr als 70 Prozent gesunken.
warum wird uns euro-zonesiern sowas verheimlicht? damit der islandurlaub nur was exklusives für pensionierte oberstudienräte bleibt?
Gibt es eine Pflicht des Staates Sie darüber zu informieren, dass sich in Island derzeitig günstig Urlaub machen lässt?
Gibt es eine Pflicht des Staates Sie darüber zu informieren, dass sich in Island derzeitig günstig Urlaub machen lässt?
Das Finanzministerium in Moskau dementierte eine Mitteilung der isländischen Nationalbank über ein Darlehen in Höhe von vier Milliarden Euro. "Es gab keine Verhandlungen und keine entsprechende Entscheidung", sagte der stellvertretende Finanzminister Dmitri Pankin in Moskau.
statt sich in island zu engagieren, sollten die russen vielleicht eher darauf warten, bis die usa ihnen aus lauter geldnot alaska andrehen. für die vier mrd euro gäbe es bestimmt noch north dakota oben 'drauf.
Entscheidung. Zumal Island hat nicht einmal 300000 Enwohner auf einem Gebiet von ca. 100000 qkm. Und keine Fremdländer.
China leiht den USA Geld, Russland den Isländern und wer weiß wem noch. Nach und nach bringen sich demokrtische Staaten in die Abhängigkeit von undemokratischen Ländern, die die Menschenrechte mit Füßen treten. Und ob dann noch Kritik geübt wird, bzw. sogar konkrete Forderungen gestellt werden, bleibt dann mehr als fraglich.
Gibt es eine Pflicht des Staates Sie darüber zu informieren, dass sich in Island derzeitig günstig Urlaub machen lässt?
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