US-Wahlumfragen Obama legt weiter zu
Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten konnte sich auch in umkämpften Bundesstaaten verbessern. Angesichts der Meinungsumfragen wollen die Republikaner den Ton im Wahlkampf verschärfen

© Alex Wong/Getty Images
Die Richtung, in die es für Obama gehen soll: In den Umfragen legt der US-Demokrat zu
Die Finanzkrise wirkt sich immer stärker auf die Umfragewerte der Präsidentschaftskandidaten aus - zu Ungunsten des Republikaners McCain. Einen Monat vor den US-Präsidentschaftswahlen hat der demokratische Kandidat Barack Obama erneut zulegen könne: Selbst in besonders umkämpften Bundesstaaten wie Florida oder Ohio führt Obama nach am Samstag veröffentlichten Daten des Umfrageinstituts der Universität Quinnipiac (Bundesstaat Connecticut) mit jeweils acht Prozentpunkten vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain. Noch nie in der modernen Wahlkampf-Geschichte habe es einen so "dramatischen, schnellen und einschneidenden" Meinungsumschwung gegeben wie derzeit, meinte der stellvertretende Direktor des Instituts, Peter Brown, laut der konservativen Washington Times .
Und auch nach einer Umfrage des Nachrichtensenders CNN vom Dienstag würden derzeit 53 Prozent der Wähler für Obama stimmen, 45 Prozent unterstützen John McCain. Als Ursache des wachsenden Zuspruchs für Obama wird die Finanzkrise gesehen.
Die Lösung fundamentaler Wirtschaftsprobleme traut man eher Demokraten als Republikanern zu. Zudem gilt der deregulierte Finanzmarkt als ein Projekt der republikanischen Präsidenten Ronald Reagan und George W. Bush. Der CNN-Umfrage zufolge glauben nur 42 Prozent der Befragten, der Republikaner könne die Probleme der Banken meistern. Obama trauen dies 68 Prozent zu. McCain leidet zudem unter der Unbeliebtheit seiner Parteikollegen. Sowohl die Anwärterin auf das Vize-Präsidentenamt, Sarah Palin, als auch der amtierende Präsident George W. Bush, sind bei den Befragten nicht beliebt.
Angesichts der wachsenden Zustimmung zu Obama vor allem seit Ausbruch der US-Finanzkrise haben die Wahlkampfmanager der Republikaner für McCain das Signal zum Angriff gegeben: Obama soll stärker hinsichtlich seines Charakters, seiner Entscheidungen und persönlichen Verbindungen angegriffen werden, berichtete die Washington Post kurz vor der zweiten TV-Debatte zwischen Obama und McCain am Dienstag (Ortszeit).
Am Samstag nun warf McCains Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten, Sarah Palin, Obama seine angebliche Nähe zu Terroristen vor. Die Gouverneurin aus Alaska habe jetzt "ihren inneren Pitbull von der Leine gelassen", kommentierte die Los Angeles Times . Palin selbst hatte ihre Offensive kurz vor der Wahlkampfveranstaltung am Samstag in Carson (Kalifornien) angekündigt. "Die Stöckelschuhe bleiben an, die Handschuhe kommen runter", habe ihr Beraterstab empfohlen.
Palin beschuldigte Obama, er sehe "Amerika als derart unvollkommen an, dass er sich mit Terroristen abgegeben hat, die es auf ihr eigenes Land absehen würden". Dabei bezog sie sich auf einen Artikel der "New York Times", der über die Bekanntschaft Obamas mit Bill Ayers, dem Mitbegründer der extremistischen Weathermen, berichtete. Die linksradikale Untergrundorganisation verübte in den 70er Jahren Bombenanschläge auf US-Regierungsgebäude, verlor dann mit dem Ende des Vietnam-Kriegs aber ihre politischen Ziele.
- Datum 07.10.2008 - 16:27 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Amerikaner an den inzwischen primitiven Praktiken der Wahlkämpfe zu messen, wird die tatsächliche Entwicklung für die zur Überraschung werde lassen, die glauben, sich nicht zuletzt wegen der Entfernung auf einfache Klischees beschränken zu können, von denen sich manche Wahlkämpfer zu viel versprechen. Für viele Amerikaner geht es nach diesen vielen Jahren Weltmachtpolitik und als "Befreiung" legitimierte Kriegshandlungen schon schlecht genug, dass die sich häufenden Umweltkatastrophen das Fass zum überlaufen bringen konnten.
Mit Klischees und leeren Versprechen sind Menschen, die so um ihre Existenz kämpfen, nicht mehr so ohne weiteres zu gewinnen.
ist im Wahlkampf fast alles. Durch die schlechten Umfragewerte aufgrund der sich verschärfenden Wirtschaftskrise und den Artikel in der NYT mit der gezielt zur Unzeit aufgewärmten Terroristengeschichte konnten die Rep-Strategen gar nicht mehr anders, als ihre einzige Trumpfkarte (dem Sohn eines schwarzen Moslem kann man nicht trauen) schon jetzt zu spielen. Das war sicherlich nicht der geplante Zeitpunkt. Der geeignete Zeitpunkt wäre ganz kurz vor dem Wahltag gewesen.
Bis vor wenigen Tagen lief alles optimal für McCain (man lasse sich von den Umfragen nicht täuschen). Jetzt musste er erhebliche taktische Änderungen vornehmen.
So ist also das Rennen wieder offen.
Vielleicht hat die Welt doch noch einmal Glück und eine Präsidentin Palin bleibt ihr erspart.
Was Sarah Palin mit der Schmutzkampagne vorhat ist nicht nur sehr bedauerlich sondern auch äußerst peinlich. Wenn einem die sachlichen Argumente ausgehen, muss man eben so etwas auspacken. Sehr schade, da ich gehofft hatte, dass uns so etwas dieses Jahr erspart bleibt. Das Obama zum Zeitpunkt, als er dieser Organisation angehörte, 8 Jahre alt war, zeigt die Verzweiflung, mit der sich Republikaner angesichts hoffnungloser Prognosen konfrontiert sehen.
In der Schweiz wurde man beispielsweise fichiert, wenn man sein Fahrrad ans "falsche" Haus parkiert hatte oder im selben Haus wohnte wie ein Böser Feind (BöFei).
Man mag zwar lachen darüber, aber wenn man dann eine Lehrstelle oder Arbeit suchte konnte man das in gewissen "bürgerlichen" Kreisen (Banken, Finanzen, Kleinbetriebe etc.) komplett vergessen. Das Netzwerk (Filz) spielte und der Staatsschutz gab gerne seinen Anti-Kommunistischen Freunden jede Auskunft inkl. persönliche Färbung.
So konnte auch eine "Jugendsünde" als 6-, 7jähriger folgenschwere Auswirkungen in der Zukunft haben.
Es ist toll, wie inspiriert die amerikanische Jugend durch Obama ist - hier sprechen sie sogar Teile seiner Rede in einer kleinen "Choreographie" nach
http://www.youtube.com/wa...
stimmt, und ein bisschen bewegung tut denen sicher auch ganz gut.
aber warum denn der flecktarn?
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