TV-Duell Biden-Palin Zwei Debatten auf einmal?Seite 2/2
Dennoch steckte Biden, und damit das Lager der Demokraten, nach dem Debatten-Vorspiel in der Klemme, erläutert Mark Samburg für das Presidential Debate Blog : "Biden war viel besser als Palin, und wenn das ein 'normaler' Redewettstreit gewesen wäre, hätte er deutlich gewonnen. Aber in der seltsamen Welt der (Vize-)Präsidentschaftsdebatten kann auch der schwächere Debattierer gewinnen – und das ist hier geschehen, denn Sarah Palin war um Längen besser, als die meisten von ihr erwartet haben."
Wie auch nach der ersten Debatte zwischen Barack Obama und John McCain, scheint sich die im Vorfeld aufgebaute Spannung allmählich zu entladen – die Debatte fiel nie aus dem Rahmen eines staatstragenden Fernsehformates, weder Sarah Palin noch Joe Biden produzierten Fehlleistungen, die zum game changer taugen und dem gegnerischen Lager einen klaren Vorteil verschaffen könnten. Vor den am heutigen Freitag folgenden post-debate-Analysen, den nachträglichen spin -Versuchen der Kampagnen-Teams und den ersten Umfragen mit Zuschauerreaktionen, kann die "Geschichte der zwei Debatten" von Andrew Romano in Newsweek als die vielleicht cleverste Interpretation der Vizepräsidentschaftsdebatte gelten. Danach stellt sich in der einen Debatte Joe Biden dem politischen Gegner John McCain, während in der anderen Sarah Palin die Dämonen der Fernsehunterhaltung bekämpft, die sie mit Parodien ihrer verunglückten TV-Interviews zum Youtube-Star gemacht haben. Entsprechend dazu stellt James Oliphant im Chicago Tribune fest, dass "sich eine Debatte mit Inhalten auseinandersetzte. Die andere diente als Plattform für Palins einzigartige Marke eines Alaska-Populismus mit scharfen Randberkungen."
- Datum 22.01.2009 - 15:33 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Sollte die US-Amerikanische Öffentlichkeit alsbald feststellen, dass beide Kandidaten das kleine Einmaleins können, wird mit Sicherheit das Ende der Finanzkrise ausgerufen, getrost nach dem Motto: ich bin zwar dumm, aber nicht so dumm, wie man es eigentlich annehmen müsste.
Führungsmacht USA, das ich nicht lache. Und wir machen den Kotau.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren