Kabinett Verbraucherschutzminister gesucht

Wegen des Wechsels von Horst Seehofer nach München wird in Berlin über seinen Nachfolger spekuliert. Eine größere Kabinettsumbildung scheint jedoch unwahrscheinlich

Wer wird Nachfolger von Horst Seehofer in Berlin?

Wer wird Nachfolger von Horst Seehofer in Berlin?

Die Ereignisse in Bayern werfen ihren Schatten bis nach Berlin. Seit klar ist, dass der bisherige Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Horst Seehofer Ende Oktober als neuer Ministerpräsident nach München wechseln wird, wird an der Spree kräftig gerätselt, wer ihm nachfolgen wird.

Einer immerhin, der ganz oben auf der Liste der möglichen Kandidaten stand, hat schon vor einer Woche für Klarheit gesorgt: der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer. Er wolle bleiben, was er sei und strebe kein Ministeramt an, ließ Ramsauer umgehend mitteilen.

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Damit ist die Lage aber kaum übersichtlicher geworden. Als naheliegendste Lösung gilt derzeit Seehofers bisheriger Parlamentarische Staatssekretär Gerd Müller. Er hat seinen Minister schon häufiger vertreten und ist zweifellos mit der Materie vertraut, könnte also für Kontinuität sorgen. Als Charismatiker gilt der 53-jährige Schwabe allerdings nicht.

Im Gespräch ist auch die 43-jährige Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner. Sie ist Mitglied im CSU-Vorstand und stellvertretende Bezirksvorsitzende der CSU-Oberbayern. Sie ist zwar keine ausgewiesene Agrarexpertin, sondern Bildungspolitikerin, gilt aber in der Partei als großes Talent. Ihre Berufung wäre ein Signal, dass die CSU jüngere und weibliche Politiker befördert.

Allerdings ist Noch-CSU-Chef Erwin Huber gerade erst gründlich auf die Nase gefallen, weil er im Wesentlichen auf diese beiden Kriterien setzte, als er die bis dahin weitgehend unbekannte Christine Haderthauer zur Generalsekretärin machte. Ihre Unerfahrenheit wurde in der CSU massiv kritisiert. Gut möglich also, dass Aigner nicht gleich bis nach ganz oben durchmarschiert, sondern erst einmal auf dem Posten der Staatssekretärin unter einem Minister Müller üben darf. Andererseits: Auch sie war schon einmal für den Posten der Generalsekretärin im Gespräch, und der muss nach dem Rücktritt Haderthauers ja ebenfalls neu besetzt werden.

Als chancenreich gilt außerdem der CSU-Bezirksvorsitzende von Oberfranken, der 36-jährige Außenpolitiker Karl Theodor zu Guttenberg. Er gehört zweifelsohne zu den hoffnungsvollsten Nachwuchstalenten seiner Partei. Auf außenpolitischem Gebiet hat sich der Jurist schon einen Namen gemacht, in die Landwirtschafts- und Verbraucherpolitik müsste er sich allerdings völlig neu einarbeiten. Bezweifelt wird in der Landesgruppe allerdings, ob der junge Parlamentarier, der gerne den Diplomaten gibt, wirklich geeignet wäre, den Bauernverband zu begeistern. Und auch die Mittelalten in der Landesgruppe haben wohl Bedenken. Sie wollen nicht, dass bei der Besetzung des Ministeramtes ihre eigene Generation übersprungen wird.

Leser-Kommentare
    • C.B
    • 09.10.2008 um 9:16 Uhr

    Hat wirklich keinen Spass gemacht, diesen Artikel zu lesen. Ich empfehle, Artikel von Praktikanten von einem professionellen Schreiber prüfen zu lassen, bevor sie veröffentlicht werden. Aber im Internet kann ja jeder schreiben, was und wie er will.
    Auch ich :)

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Vielleicht war es ja auch anders herum.
    Man sollte die Skills der jüngeren Generation nicht unterschätzen und die Artikel ordentlicher Redakteure von Praktikanten regelmäßig stilistisch prüfen lassen.
    Oder fühlt sich "die Generation der Mittelalten" dann übergangen?

    Vielleicht war es ja auch anders herum.
    Man sollte die Skills der jüngeren Generation nicht unterschätzen und die Artikel ordentlicher Redakteure von Praktikanten regelmäßig stilistisch prüfen lassen.
    Oder fühlt sich "die Generation der Mittelalten" dann übergangen?

  1. Vielleicht war es ja auch anders herum.
    Man sollte die Skills der jüngeren Generation nicht unterschätzen und die Artikel ordentlicher Redakteure von Praktikanten regelmäßig stilistisch prüfen lassen.
    Oder fühlt sich "die Generation der Mittelalten" dann übergangen?

    Antwort auf "Praktikantenzeit?"

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