Finanzkrise US-Senat stimmt Rettungsplan zu
Das Banken-Rettungspaket hat seine erste parlamentarische Hürde genommen. Ob auch das Repräsentantenhaus zustimmen wird, ist noch ungewiss

Brendan Hoffman/Getty Images
Ein zufriedener Harry Reid: der Führer der Demokraten im Senat nach der Zustimmung für das Rettungspaket
Zwei Tage nach dem überraschenden Nein des Repräsentantenhauses hat der US-Senat das Rettungspaket für die Finanzbranche mit einer deutlichen Mehrheit angenommen. 74 Senatoren stimmten am Mittwochabend den Hilfen im Umfang von 700 Milliarden Dollar zu, 25 votierten dagegen.
Damit könnte die Zahlung der 700 Milliarden Dollar, mit denen der Staat den Banken ihre faulen Kredite abkaufen will, bald in die Wege geleitet werden. Doch dafür muss auch die zweite Kammer des Kongresses in Washington, das Repräsentantenhaus, mit Ja stimmen. Diese Parlamentskammer wird sich voraussichtlich Freitag erneut mit dem Gesetzentwurf befassen.
Ob dieses dabei allerdings eine Mehrheit für sich verbuchen kann, war zunächst noch offen. Kommentatoren in US-Medien meinten, im Repräsentantenhaus sei eine Mehrheit wesentlich schwieriger zu erreichen als im Senat. Finanzminister Henry Paulson rief die Abgeordneten auf, die Hilfen schnell auf den Weg zu bringen. Der Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, äußerte sich überzeugt, dass die ergänzten Maßnahmen nun auch die zweite und bedeutend größere Kammer passieren. "Ich erwarte, dass das Repräsentantenhaus sich umgehend anschließt", sagte er.
Für seine zweite Runde im parlamentarischen Prozess war das Programm leicht verändert worden. Unter anderem sieht der neue Entwurf neben Hilfen für Banken auch einen verbesserten Schutz für private Anleger mit Einlagen bis zu 250.000 Dollar vor. Zusätzlich wurden Steuererleichterungen in Höhe von insgesamt 100 Milliarden Dollar für Unternehmen und den Mittelstand in das Programm aufgenommen.
Präsident George W. Bush erklärte nach der Abstimmung, das Votum sei "erforderlich für die finanzielle Sicherheit" aller US-Bürger gewesen. "Das amerikanische Volk erwartet - und unsere Wirtschaft erfordert dies -, dass das Repräsentantenhaus dieses gute Gesetz noch in dieser Woche verabschiedet und mir zur Unterzeichnung übermittelt", mahnte er.
Mit dem ursprünglich von Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke vorgelegten Rettungspaket soll erreicht werden, dass die Banken wieder Kredite an Unternehmer vergeben und dadurch der Wirtschaftskreislauf nicht unterbrochen wird. In einer ersten Tranche sollen 250 Milliarden Dollar an die Banken vergeben werden. Entgegen ersten Vorschlägen sieht das nun abgeänderte Programm eine parlamentarische Aufsicht vor. Zudem sollten Manager von Banken, denen geholfen wird, keine großzügigen Abfindungen erhalten. Auch ist vorgesehen, dass der Staat nach der Rettung einer Bank später an den Gewinnen beteiligt werden kann.
Das Repräsentantenhaus hatte das Paket am Montag abgelehnt, was zu dramatischen Kursstürzen führte und weltweit auf Unverständnis und Kritik gestoßen war. Viele Abgeordnete stimmten am Montag mit Nein, weil sie an der Basis unter Druck der Wähler geraten waren, die derart massive Hilfen des Staates und damit letztlich des Steuerzahlers für Finanzhäuser der Wall Street ablehnen.
- Datum 04.05.2009 - 10:56 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters
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Es ist doch erstaunlich dass ausgerechnet die, die das Desaster verursacht haben, jetzt wieder sagen wie "die Rettung" aussieht. Parlamentarier bestimmen ja auch was am Monatsende auf dem eigenen Konto landet.
Beides ist grotesk!
Experten also, sind es die mit advokatischen Winkelzügen die Anarchie im Kapitalmarkt durchgesetzt haben und obwohl jetzt alle so tun, als ob man was regulieren möchte, hat die Kapital Lobby im Hintergrund doch schon die Bedenkenträger mobilisiert, bloß nicht zu viel zu regulieren.
Nein, keine Bank muss gerettet werden. Wohl aber die Einlagen der Konteninhaber. Und genau da liuegt der Hase begraben. Wer soll denn gerettet werden? Was soll gerettet werden.
Nach der Devise "Alles bleibt anders" soll das Spiel im Casino weiter gehen. Arbeit lohnt sich nicht. Und wer Geld verdienen will, darf doch nicht arbeiten. Mittlerweil werden in der USA drei Fünftel des Volksvermögens mit Bankgeschäften gemacht. Und dort genau wie hier profitiert nur eine Kleine Elite in unfassbaren Größenordnungen von dem System.
Die Entscheidung gegen dieses Hilfspaket auch in der modifizierten Version wäre für einen Neuanfang richtig.
Merkels Hoffnungen auf internationaler Ebene ein Regelwerk zu erlassen ist der reinste Hohn. Das Ergebnis in der EU ist doch wirklich lächerlich. Da rühmt sich Baroso und der englische Lobbyist des Londoner Finanzplatzes Mc Greevii, dass " die Banken an die Kandarre nehmen", in dem jetzt 5% Risikokapital hinterlegt werden müssen.
Klar, 95 % werden ja vom Steuerzahler hinterlegt.
Diese Witznummer wir bedeutungsschwanger als "Zeichen" für strengere Reularien verkauft?
Da weiß man schon jetzt. Die nächste Blase kommt aus den Mündern der Politiker!
Neuland
Das ist doch alles Theater was da im Senat abläuft. Zuerst nein zum Wirtschaftspaket und dann wieder ja. Hier wird Besorgnis für den Wähler vorgetäuscht. Hahnebüchend ist das wie die Wirtschaftskriminalität der Konzerne und der guten Gesellschaft seufzend auf den Rücken der Weltbevölkerung abgeladen wird. Das geschieht so ach, emotional glaubwürdig und betäubend, dass man glauben könnte ich als Bürger bin auch Schuld daran.
Welche Papiere behalten den Wert über zig Jahre?Weder der Dollar,noch Aktien, Pfandbriefe
etc.Natürlich Gold hält länger.
Im alten Testament,gibt es eine Reihe von interessanten Stellen,die hervorragend
für die jetzige Situation passen.Z.B.Der Tanz ums goldene Kalb.Die Anbetung des Götzen
Baal.Im neuen Testament,wie Christus die Händler aus dem Tempel herauswirft und viele
andere Stellen.
Das Original Papyrus auf dem diese Dinge stehen ist ungefähr 2000 Jahre alt.
Konfuzius,Laotse,Bagavath Gita und viele andere heilige Schriften sind ebenso alt.
Wenn die Menschen wenig innere Werte
haben,so brauchen sie zumindest klare Gesetze die den Umgang mit Papieren regeln.
Die Kinder spielen gerne mit Seifenblasen bis sie platzen.Sie spielen auch gerne
mit Bierdeckeln und stapeln sie kunstvoll übereinander.Ein kleiner Windhauch,oder
eine absichtliche kleine Bewegung und alles stürzt wieder in sich zusammen.
Wenn sie zu lange spielen,so kommen die Erwachsenen oder die Lehrer und
richten das Augenmerk wieder auf die wichtigen Dinge.
Wenn sie mit dem Eigentum von vielen wehrlosen Menschen spielen egal ob in der ersten
zweiten oder dritten Welt,so gibt es seit über 2000 Jahre Gebote die später im corpus
juris civilis zu klaren Gesetzen geworden sind.
Doch das Spielen mit Papierschnitzeln,die das Hab und Gut von Millionen Menschen darstellen das Kegeln mit Menschenköpfen scheint straflos zu sein??
Wenn im alten Testament die Menschen in Sodom und Gomorra,oder vor der Sintflut
oder in vielen anderen Umständen gedacht haben,sie können verantwortunglos gegen
die göttliche Ordnung handeln,so hat eben der liebe Gott handeln müssen.
Die Papiere auf denen die heiligen Schriften stehen,sind halbarer und wesentlich
wertvoller wie andere Papiere die wir an Stelle unseres Gottes anbeten!
ist das nicht beschämend, die Verursacher, die Konzerne des Raubes setzen noch für sich in Senat Steuererleichterungen durch. Jawohl, die Partei des Herrn McCain!
Das ist meiner Meinung nach typisch Amerikanisch. Sie sind so Konservativ, das sie nicht einsehen wollen, das ihr Finanzsystem Marode ist und in Zukunft nicht mehr Tragbar. aber was wird gemacht? Der Gaul der schon im sterben liegt wird noch mal aufgepeppelt in der Hoffnung das er noch nen paar Jahre durchmacht...
Zyniker würden sagen, das ist wie mit der Kfw bank und denn 300Mio, die an die Tote Lehmann Brothers Bank überwiesen wurde.
Warum scheut man sich aus den Fehlern zu lernen und in ein neues System langsam zu wechseln?
little by little we gave you everything you ever dreamed of
Statt den Banken die Schrottpapiere abzukaufen, sollten die Zentralbanken diese mit 50 % bis 70% des Nominalwertes an die Banken beleihen und bei den Zentralbanken zu hinterlegen, so dass die Banken sich mit Liquidität versorgen können. Damit blieben die Papiere entsprechend werthaltig. Gleichzeitig müssten die Banken verpflichtet werden, die in Anspruch genommenen Darlehen innerhalb von z.B. 20 Jahren zu tilgen und die hinterlegten Papiere zurückzunehmen.
Mit einer solchen Maßnahme müssten die Banken selbst und nicht die Steuerzahler für das Bankenrisiko haften
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