Der ZEIT-Herausgeber und ehemalige Bundeskanzler sagte dem ZEITmagazin: "Die Abneigung gegen die wachsende Regulierungswut teile ich. Vor ein paar Tagen erhielten meine Frau und ich den Brief einer Bundesbehörde; darin stand, ich hätte in Zukunft eine Steuernummer, eine lange Zahl, und ich solle den Brief sorgfältig aufbewahren, die Nummer gelte für mein ganzes Leben. Ich habe mich gefragt, wo ich die denn aufbewahren soll. Gedacht habe ich: Rutsch mir doch den Buckel runter!"

Die Aufregung über den sogenannten Datenklau teilt Schmidt allerdings nicht: "Hier ist es mehr die Publizistik, die sich darüber aufregt. Den normalen Bürgern ist das ziemlich egal. Lange vor dem Datenklau wusste man doch, dass fremde und deutsche Nachrichtendienste manchmal Telefongespräche abhören. Ich habe immer damit gerechnet, dass mein Telefon angezapft wird. Ich rechne auch heute damit."

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