Abstimmung über Rettungspaket Die Wall Street bleibt skeptisch

In einem zweiten Anlauf sollen die beiden Kammern des US-Parlaments das Hilfspaket für die taumelnden Banken doch noch absegnen. Die Börse hofft auf eine Einigung, doch das Vertrauen ist noch nicht zurück. Auch in Deutschland sinken die Kurse

Hoffen und Bangen: Händler an Wall Street

Hoffen und Bangen: Händler an Wall Street

Das im ersten Anlauf gescheiterte Hilfspaket für die Finanzbranche soll in abgeänderter Form doch noch gerettet werden. Am späten Mittwochabend (US-Zeit) wird der Senat darüber abstimmen, am Donnerstag könnte dann das Repräsentantenhaus doch noch zustimmen. Diese Kammer hatte das Paket am Montag überraschend abgelehnt.

An den Börsen bleibt die Stimmung dennoch gedrückt. In den USA eröffneten die Aktienmärkte am Mittwoch mit Verlusten. Die Kreditmärkte sind noch nicht wieder in Schwung gekommen, auch deshalb sind die Anleger nervös.

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Der Dow-Jones-Index sank in den ersten Handelsminuten um gut ein Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,5 Prozent, der Technologie-Index Nasdaq notierte ein Prozent unter seinem Vortagesstand.

Händler äußerten sich zurückhaltend. "Blindes Vertrauen funktioniert nach der Enttäuschung vom Montag nicht", sagte Andre Bakhos, Präsident der Princeton Financial Group in Princeton, New Jersey. "Die Leute sind vorsichtig und vertrauen nicht darauf, dass der Rettungsplan ein Lösungskonzept aus einer Hand ist." Am Dienstag hatte die Hoffnung auf eine schnelle Verabschiedung des 700 Milliarden Dollar schweren Hilfsprogramms den Börsen noch eine Erholung beschert.

Für gedrückte Stimmung sorgten auch neue Arbeitsmarktdaten. Zwar haben die Firmen in den USA im September weniger Stellen abgebaut als befürchtet: Einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung der privaten Arbeitsagentur ADP zufolge nahm die Zahl der Jobs in der Privatwirtschaft um 8.000 Stellen ab. Die Daten für August wurden jedoch nach oben revidiert.

Zu den größten Verlierern gehörte General Electric. Die Aktien des Mischkonzerns und Siemens-Konkurrenten notierten im frühen Handel mehr als sieben Prozent im Minus, nachdem die Deutsche Bank Kursziel und Ausblick für das Papier gesenkt hatte. Die Papiere von Autoherstellern tendierten trotz der Aussicht auf milliardenschwere Hilfen ebenfalls tiefer.

Leser-Kommentare
  1. Ich verstehe nicht viel von Geschäften, aber eins ist sicher, die Superreichen haben Kredite (Luftgeld) von ihren eigenen Banken Jahrzehnte an den kleinen Käufer verliehen und dieser hat mit hartem seiner Arbeit das Geld zurückgezahlt. Zum Nutzen der Banken. Die Folge: die echten Werte wie, Grundstücke, Häuser und andere Immobilien stiegen und stiegen, zwischendurch haben die Banken echtes erwirtschaftes Geld von dem kleinen Manne oder Frau unter irgendwelchen Strohmännernamen überall in der Welt in Sicherheit gebracht, nur nicht unter ihren eigenen Namen oder haben eigene Stiftungen gegründet mit Billionenvermögen die auch noch steuerfrei sind. Die ex Eigentümer sitzen dann im Aufsichtsrat und bestimmen über die Gelder. Strohmänner haben dann noch mit zig, zig Millionen gefälschten Zertifikaten Sicherheiten vorgetäuscht, ausgestellt durch bestochene korrupte Wirtschaftsprüfunternehmen, so geschehen in den USA und auch bei uns.

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