Friedensnobelpreis Der mit dem Kriegsverbrecher tanzt
Martti Ahtisaari vermittelte erfolgreich im zerbrechenden Jugoslawien - auch weil er sich kein Gesprächsverbot auferlegte
Martti Ahtisaari ist einer jener Politiker, die einem Bewunderung abringen. Keiner, der nur auf dem heimischen Acker seine Kreise zieht, weil er Angst hat, in der Abwesenheit könnten andere mehr Macht ansammeln als er selbst. Einer, der sich sowohl für das eigene Land als auch für viele andere Länder aufgerieben hat. In den jüngsten Jahren vermittelte er in der indonesischen Provinz Aceh und in Palästina. Die längste Zeit jedoch versuchte er, dem zerrissenen Jugoslawien eine neue, tragbare Form zu geben. Internationale Karriere gemacht hat er 1992 auf der Jugoslawien-Konferenz in Genf, wohin die jugoslawischen Kriegsgrößen pilgerten.
Ahtisaari war für die Bosnien-Gruppe der Konferenz verantwortlich. Die von Menschenrechtlern als Interventionsverhinderungsgremium gescholtene Veranstaltung wurde von den ehemaligen Außenministern der USA und Großbritanniens, Cyrus Vance und Lord Owen, geführt. Von ihnen war nur Abgekochtes zu hören.
Ahtisaari dagegen bemühte sich um Offenheit, war für Journalisten jederzeit zu sprechen. Und für die Kriegsverbrecher auch. Mit dem Serbenführer Radovan Karadzic konferierte er über Stunden, während die serbischen Truppen in Bosnien ein muslimisches Dorf nach dem anderen eroberten. Die Klagen darüber hörte sich Ahtisaari danach vom muslimischen Führer Alija Izetbegovic an. Danach sprach er dann mit dem Kroatenchef Franjo Tudjman, dessen Verbündete in der Herzegowina schon gegen die Muslime aufrüsteten.
Verhandlungen gingen Ahtisaari über alles. Für ihn war der Waffenstillstand das Ziel, um Menschenleben zu retten. Mit moralischer Empörung und Gesprächsverweigerung, die einen Waffenstillstand womöglich verhinderten, konnte er weniger anfangen. Der ZEIT gestand er im Herbst 1992 im Interview: „Die Verhandlungen werden nicht einfacher durch Presseberichte über Lager und Vertreibungen.“
- Datum 10.10.2008 - 19:10 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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und damit aus der Ignoranzvon Tatsachen um fragwürdige Nobelpreisverleihungen Stärke wird, kultivieren die westlichen Massenmedien den Neusprech.
Naja, der mutmaßliche Kriegsverbrecher Henry Kissinger hat auch einen..
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Peter Scholl-Latour: "Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen."
die größte US Army Basis in Europa, plus Unabhängigkeitsstatus zur Vermeidung juristischer Belangbarkeit.
Wenn es "nur" Menschenleben kostet, ist der Erfolg solcher Ziele "nicht gefährdet".
Schuldige sind da, die Szenarien klingen glaubwürdig. Nur - die Wahrheit hat sich noch nie aufhalten lassen.
Wenn es "nur" Menschenleben kostet, ist der Erfolg solcher Ziele "nicht gefährdet".
Schuldige sind da, die Szenarien klingen glaubwürdig. Nur - die Wahrheit hat sich noch nie aufhalten lassen.
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Schuldige sind da, die Szenarien klingen glaubwürdig. Nur - die Wahrheit hat sich noch nie aufhalten lassen.
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