Huch, ein Fundamentalistenzwerg!
In Deutschland hat man viele Bilder von der Türkei im Kopf - Comics gehören nicht dazu. Doch Karikaturen haben eine mehr als 100 Jahre alte Tradition in der Türkei. Seit den achtziger Jahren erleben sie einen Boom in Zeitungen und Magazinen. Auf der Frankfurter Buchmesse zeigt das Gastland Türkei in gleich zwei Ausstellungen seine Lust an der Selbstironie.
Die Zerrissenheit des Landes zwischen alten Kräften und Modernisierern bietet den Zeichnern eine unerschöpfliche Fülle an Themen. Wie etwa die Landflucht und der wuchernde Wohnungsbau in Istanbul, die der Zeichner Tan Oral im Bild links persifliert hat.
Das Festhalten an Traditionen und die Öffnung für westliche Lebensformen spaltet die Gesellschaft nicht nur im Politischen, sondern auch im Privaten. Die veränderten Rollenbilder und Probleme, die in modernen türkischen Beziehungen auftreten, werden daher ebenfalls häufig zur Zielscheibe der Karikaturisten. So demontiert die beliebte Comic-Zeichnerin Piyale Madra mit großem Vergnügen türkische Patriarchen und zeigt, wie ein hochdekorierter General von seiner Frau geohrfeigt wird.
Die von Workshops begleitete Ausstellung Comics in der Türkei ist vom 15.-19. Oktober auf dem Gelände der Frankfurter Buchmesse zu sehen. Parallel dazu zeigt das Museum der Weltkulturen in Frankfurt bis zum 16. November mit der Schau Die Nase des Sultans einen Rückblick über die Geschichte der Karikaturen in der Türkei.
Das gleichnamige Buch von Sabine Küper-Büsch und Nigar Rona ist im Dagyeli Verlag erschienen und kostet 28 Euro.
- Datum 17.10.2008 - 12:16 Uhr
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Karikaturen. Man muss noch die Bigotterie und die Hassprediger durch den karikistischen Fleischwolf drehen.
hört die beschriftung auf der hälfte auf -- und in der ersten hälfte muss irgendein zeilenschinder beschreiben, was auf dem bild zu sehen ist.
wirklich sinnvolle hintergrundinfos zum verständnis sucht man vergeblich.
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