Die Bundestagsfraktion der Linken stimmte am Dienstag diesem Vorschlag der Parteichefs Lothar Bisky und Oskar Lafontaine zu.

Peter Sodann wurde vor allem durch seine frühere Rolle als Tatort -Kommissar bekannt. Bis 2005 leitete er in Halle das Neue Theater. In der DDR saß er als Kabarettist  wegen "konterrevolutionärer Umtriebe" neun Monate im Gefängnis. Sodann bezeichnet sich selbst als "betenden Kommunisten".

Die Linke hatte längere Zeit nach einem eigenen Kandidaten gesucht. Laut Spiegel online hatte die Parteiführung zunächst mit der Schauspielerin Hanna Schygulla, der evangelischen Landesbischöfin Margot Käßmann aus Hannover und der Autorin Daniela Dahn Gespräche geführt, bevor sie sich für Sodann entschied.

Der nächste Bundespräsident wird am 23. Mai kommenden Jahres gewählt. Trotz des Einbruchs der CSU bei der Bayernwahl scheint derzeit eine Mehrheit für Horst Köhler sicher, der von Union, FDP und offenbar auch den Freien Wählern aus Bayern unterstützt wird. Deshalb stellt sich im Moment auch nicht mehr so sehr die Frage, ob die Linke Sodann im dritten Wahlgang zurückzieht und dann für die SPD-Kandidatin Gesine Schwan stimmt, – oder ob sie in jedem Fall an ihrem eigenen Bewerber festhält.