Telekom-Skandal Bürgerrechtler danken der TelekomSeite 2/2
Das Vertrauen in die Datensicherheit wird das kaum erhöhen. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die Telekom nach einer Reihe von Skandalen nun endlich eine Art Datenschutzbeauftragten einstellen will. Ein externer Datenschutzrat soll das Unternehmen beraten, außerdem will man einen Vorstandsposten für Datenschutz schaffen, der ein Veto-Recht bei allen Entscheidungen haben soll, die den Datenschutz betreffen.
Auf der Kundgebung in Berlin hatte man für die Telekom nur Spott übrig. Doch lustig fand man es auf keinen Fall. "Freiheit statt Angst" war das Motto der Demonstration. Und um Angst vor allem geht es. Die von der Polizei geschätzten 20.000 Teilnehmer, die Organisatoren sprachen von zum Schluss 100.000, sind auch ein Ausdruck dafür, dass immer breitere Schichten der Bevölkerung dem Staat und der Wirtschaft nicht mehr trauen. Und dass sie das Gefühl haben, dass auch ihnen nicht mehr getraut wird. "Der Staat macht mir mehr Angst als die Terroristen", stand beispielsweise auf einem Plakat.
"Ein starker Staat ist der, der auf das Vertrauen der Bürger setzt", sagte der Grünenpolitiker Wieland. Ein Trojaner aber, der Computer infiltrieren solle, sei kein Ausdruck von Vertrauen.
Ein Telekommunikationsunternehmen, das Datenpannen nur zugibt, wenn es dabei erwischt wird, sicher auch nicht. Am Freitag hatte die Telekom ihre neuen Datenschutzpläne vorgestellt. Der mögliche Zugang zur Mobilfunkdatenbank war dabei nicht erwähnt worden.
- Datum 10.03.2009 - 16:46 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Solche Rechtfertigungen machen Abgründe sichtbar, bei denen nur verwunderlich ist, weshalb noch nichts über die Opfer bekannt ist.
Opfer gibt es genug und das ja wohl allgemein bekannt. Z.B. jeden, der unangeforderte Werbeanrufe unter Vorwand, oder Werbebriefe bekommt. Schon da fängt m.E. Opfer sein an, denn schließlich geschieht die Auswahl üblicherweise durch Auswertung bestimmter Merkmale. Auch wer Kundenkarten nutzt, darf sich keine Illusionen über den eigentlichen Hintergrund machen. Usw. usf.
Das wird sich auch nicht ändern, da das "vorsorgliche" Sammeln von Daten der Wirtschaft und dem Staat ermöglicht, das Verhalten auch einzelner Bürger im Blick zu behalten.
Alles Gute
Kai Hamann
Das waren ja noch nicht mal die Verbindungsdaten. Der Staat hat ab nächstes Jahr zugriff auf die Verbindungsdaten der Bürger damit kann man Kommunikationsprofile erstellen die sehr aussagekräftig sind. Dann hat der Staat zugriff auf alle Kontodaten und kann damit alle über das Girokonto gehenden Transaktionen auswerten (Alles was nicht Cash bezahlt wird). Dann kommt der Bundestrojaner um bei Bürgern die sich in irgend einem Raster aus den obengenannten Quellen verfangen haben in den Pc einzubrechen. Das Missbrauchspotenzial übersteigt dabei meine Vorstellungskraft z.B. missbrauch vom Trojaner durch Internetbetrüger. Das worauf ich noch warte ist das das Mautsystem eingesetzt wird um den Autoverkehr zu überwachen(es muss nur die Kennzeichenerkennung auch für die Autos angeschaltet werden) , aber ich bin zuversichtlich das Berlin auch auf diese Idee kommt. Einen Verwand wird sich schon finden(Terroristen fahren ja auch Auto).
Bei dem Datenpool sieht Google aus wie ein unbedeutender kleiner Fisch!!!
> Mautsystem eingesetzt wird um den Autoverkehr zu überwachen <
Es gibt andere, schon praktizierte, Möglichkeiten. Zum Beispiel Handyortung. Das Gerät meldet sich im Funknetz an und zeigt erst dann auf dem Display, über welchen Anbieter es läuft. Kann man einfach demonstrieren, indem man ein Handy für einige Minuten in eine Blechdose tut, um es abzuschirmen. Wenn man es wieder herausnimmt, dauert es einige Sekunden, bis Empfangsstärke und Provider angezeigt werden -- das Gerät hat sich angemeldet und die Position ist über die empfangenden Sender und die Empfangsstärke ungefähr bekannt. Das lässt sich für Abrechnungszwecke verwenden, oder zur Personenortung (siehe http://de.wikipedia.org/w...). Dazu, dass diese Ortungsdaten gespeichert (Abrechnung!) und sogar nachträglich von der Polizei genutzt werden können, siehe http://www.sueddeutsche.d....
Also vor einem romantischen Abend mit Miss Bin Laden immer schön auf´s Handy achten =:)
Alles Gute
Kai Hamann
> Mautsystem eingesetzt wird um den Autoverkehr zu überwachen <
Es gibt andere, schon praktizierte, Möglichkeiten. Zum Beispiel Handyortung. Das Gerät meldet sich im Funknetz an und zeigt erst dann auf dem Display, über welchen Anbieter es läuft. Kann man einfach demonstrieren, indem man ein Handy für einige Minuten in eine Blechdose tut, um es abzuschirmen. Wenn man es wieder herausnimmt, dauert es einige Sekunden, bis Empfangsstärke und Provider angezeigt werden -- das Gerät hat sich angemeldet und die Position ist über die empfangenden Sender und die Empfangsstärke ungefähr bekannt. Das lässt sich für Abrechnungszwecke verwenden, oder zur Personenortung (siehe http://de.wikipedia.org/w...). Dazu, dass diese Ortungsdaten gespeichert (Abrechnung!) und sogar nachträglich von der Polizei genutzt werden können, siehe http://www.sueddeutsche.d....
Also vor einem romantischen Abend mit Miss Bin Laden immer schön auf´s Handy achten =:)
Alles Gute
Kai Hamann
> Mautsystem eingesetzt wird um den Autoverkehr zu überwachen <
Es gibt andere, schon praktizierte, Möglichkeiten. Zum Beispiel Handyortung. Das Gerät meldet sich im Funknetz an und zeigt erst dann auf dem Display, über welchen Anbieter es läuft. Kann man einfach demonstrieren, indem man ein Handy für einige Minuten in eine Blechdose tut, um es abzuschirmen. Wenn man es wieder herausnimmt, dauert es einige Sekunden, bis Empfangsstärke und Provider angezeigt werden -- das Gerät hat sich angemeldet und die Position ist über die empfangenden Sender und die Empfangsstärke ungefähr bekannt. Das lässt sich für Abrechnungszwecke verwenden, oder zur Personenortung (siehe http://de.wikipedia.org/w...). Dazu, dass diese Ortungsdaten gespeichert (Abrechnung!) und sogar nachträglich von der Polizei genutzt werden können, siehe http://www.sueddeutsche.d....
Also vor einem romantischen Abend mit Miss Bin Laden immer schön auf´s Handy achten =:)
Alles Gute
Kai Hamann
Dutzende von Handy-Applikationen nutzen die Ortung des Handys. Die bekanntest davon ist sicher Google Maps.
eine kleine technische Anmerkung, die nichts direkt mit dem Artikel zu tun hat:
- Zunächst lässt sich die Position eines Handys vom Netzbetreiber ungefähr feststellen, indem man verfolgt in welchen Funkzellen sich besagtes Handy einbucht.
- Das Handy selbst kann ebenfalls über den Mobilfunkt seine Position ungefähr bestimmen, indem es die Signalstärken von im Umfeld befindlichen Funkzellen hernimmt (funktioniert natürlich nur, wenn dem Handy die Positionen der Funkmasten bekannt sind oder mitgeteilt werden)
Das war also bisher Ortung mit Mitteln des Handy-Netzes; diese ist recht ungenau und eignet sich z.B. keinesfalls für Navigation!
- Davon deutlich zu unterscheiden ist GPS: Das Handy ist dabei absolut passiv: Es sendet nichts, es empfängt nur und kann aus den empfangenen Daten seine Position bestimmen. Diese ist dann so genau, dass die bekannten Navigationssysteme einen sicher auch durch Innenstädte lotsen können.
Aber nochmals: Bei reinem GPS gibt es keinen Rückkanal, d.h. ein GPS-Gerät kann zunächst nicht von beispielsweise Behörden benutzt werden, um ein Bewegungsprofil zu erstellen. Dafür muss es zusätzlich z.B. mit einem GSM-Sender ausgestattet werden, der dann in Intervallen die Position an wen-auch-immer sendet.
Ich wollte explizit darauf hinweisen, weil viele Leute glauben, sie seien automatisch track-bar, sobald sie ein GPS-Gerät mit sich führen (das ist NICHT der Fall!).
eine kleine technische Anmerkung, die nichts direkt mit dem Artikel zu tun hat:
- Zunächst lässt sich die Position eines Handys vom Netzbetreiber ungefähr feststellen, indem man verfolgt in welchen Funkzellen sich besagtes Handy einbucht.
- Das Handy selbst kann ebenfalls über den Mobilfunkt seine Position ungefähr bestimmen, indem es die Signalstärken von im Umfeld befindlichen Funkzellen hernimmt (funktioniert natürlich nur, wenn dem Handy die Positionen der Funkmasten bekannt sind oder mitgeteilt werden)
Das war also bisher Ortung mit Mitteln des Handy-Netzes; diese ist recht ungenau und eignet sich z.B. keinesfalls für Navigation!
- Davon deutlich zu unterscheiden ist GPS: Das Handy ist dabei absolut passiv: Es sendet nichts, es empfängt nur und kann aus den empfangenen Daten seine Position bestimmen. Diese ist dann so genau, dass die bekannten Navigationssysteme einen sicher auch durch Innenstädte lotsen können.
Aber nochmals: Bei reinem GPS gibt es keinen Rückkanal, d.h. ein GPS-Gerät kann zunächst nicht von beispielsweise Behörden benutzt werden, um ein Bewegungsprofil zu erstellen. Dafür muss es zusätzlich z.B. mit einem GSM-Sender ausgestattet werden, der dann in Intervallen die Position an wen-auch-immer sendet.
Ich wollte explizit darauf hinweisen, weil viele Leute glauben, sie seien automatisch track-bar, sobald sie ein GPS-Gerät mit sich führen (das ist NICHT der Fall!).
eine kleine technische Anmerkung, die nichts direkt mit dem Artikel zu tun hat:
- Zunächst lässt sich die Position eines Handys vom Netzbetreiber ungefähr feststellen, indem man verfolgt in welchen Funkzellen sich besagtes Handy einbucht.
- Das Handy selbst kann ebenfalls über den Mobilfunkt seine Position ungefähr bestimmen, indem es die Signalstärken von im Umfeld befindlichen Funkzellen hernimmt (funktioniert natürlich nur, wenn dem Handy die Positionen der Funkmasten bekannt sind oder mitgeteilt werden)
Das war also bisher Ortung mit Mitteln des Handy-Netzes; diese ist recht ungenau und eignet sich z.B. keinesfalls für Navigation!
- Davon deutlich zu unterscheiden ist GPS: Das Handy ist dabei absolut passiv: Es sendet nichts, es empfängt nur und kann aus den empfangenen Daten seine Position bestimmen. Diese ist dann so genau, dass die bekannten Navigationssysteme einen sicher auch durch Innenstädte lotsen können.
Aber nochmals: Bei reinem GPS gibt es keinen Rückkanal, d.h. ein GPS-Gerät kann zunächst nicht von beispielsweise Behörden benutzt werden, um ein Bewegungsprofil zu erstellen. Dafür muss es zusätzlich z.B. mit einem GSM-Sender ausgestattet werden, der dann in Intervallen die Position an wen-auch-immer sendet.
Ich wollte explizit darauf hinweisen, weil viele Leute glauben, sie seien automatisch track-bar, sobald sie ein GPS-Gerät mit sich führen (das ist NICHT der Fall!).
jetzt habe ich doch glatt vergessen etwas zu google-maps zu schreiben, weshalb ich überhaupt auf Kommentar #5 geantwortet habe:
so wie google-maps wohl derzeit auf Handys implementiert ist, kann natürlich GPS und GSM-Ortung benutzen. meist wird wohl assisted GPS zum Einsatz kommen: Dabei verwendet man die GSM-Ortung als Startwert, um die genauerer GPS-Ortung zu beschleunigen.
Dies erfolgt allerdings Handy-Seitig - ob dann noch der Netzbetreiber (beauftragt von Behörden?) ein Tracking durchführt, hat mit google-maps selbst nichts zu tun...
jetzt habe ich doch glatt vergessen etwas zu google-maps zu schreiben, weshalb ich überhaupt auf Kommentar #5 geantwortet habe:
so wie google-maps wohl derzeit auf Handys implementiert ist, kann natürlich GPS und GSM-Ortung benutzen. meist wird wohl assisted GPS zum Einsatz kommen: Dabei verwendet man die GSM-Ortung als Startwert, um die genauerer GPS-Ortung zu beschleunigen.
Dies erfolgt allerdings Handy-Seitig - ob dann noch der Netzbetreiber (beauftragt von Behörden?) ein Tracking durchführt, hat mit google-maps selbst nichts zu tun...
jetzt habe ich doch glatt vergessen etwas zu google-maps zu schreiben, weshalb ich überhaupt auf Kommentar #5 geantwortet habe:
so wie google-maps wohl derzeit auf Handys implementiert ist, kann natürlich GPS und GSM-Ortung benutzen. meist wird wohl assisted GPS zum Einsatz kommen: Dabei verwendet man die GSM-Ortung als Startwert, um die genauerer GPS-Ortung zu beschleunigen.
Dies erfolgt allerdings Handy-Seitig - ob dann noch der Netzbetreiber (beauftragt von Behörden?) ein Tracking durchführt, hat mit google-maps selbst nichts zu tun...
Die gesamte Spionageabwehr hätte im Roten gedreht, wenn jemand solche Datensammlungen anlegen und zentralisieren wollen würde. Für "den Feind" wären solche Datenbanken ein gefundenes Fressen. Vom sicherheitspolitischen Standpunkt gesehen sind die derzeitigen Projekte meiner Meinung nach totaler Wahnsinn!
Grüße
Trench
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