Jörg Haider Altgedienter Rechtspopulist und Tabubrecher ist tot
Als Populist und knallharter Taktiker hat Jörg Haider die politische Rechte in Österreich salonfähig gemacht.
Als Populist und knallharter Taktiker hat Jörg Haider die politische Rechte in Österreich salonfähig gemacht. Wie kein anderer hatte der stets braun gebrannte, smarte Politiker jahrzehntelang das Bild des Alpenlandes im Ausland geprägt. Seine politischen Äußerungen - vom Lob der NS-Beschäftigungspolitik bis zur Forderung von elektronischen Fußfesseln für Asylbewerber - sorgten regelmäßig über die Grenzen hinaus für Empörung.
Als Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) hatte sich Haider in den vergangenen Jahren aus der österreichischen Bundespolitik zurückgezogen. Schlagzeilen machte er nur durch sein Bauverbot für Moscheen mit Minaretten oder die eigenmächtige Ausweisung von Asylbewerbern in die benachbarten Bundesländer.
Doch bei der österreichischen Parlamentswahl Ende September wollte es der Populist, dessen politisches Ende immer wieder prophezeit worden war, noch einmal wissen: Als Spitzenkandidat seiner bislang eher erfolglosen Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) holte er mit dem «Haider-Faktor» rund elf Prozent und konnte damit das Ergebnis seiner Partei mehr als verdoppeln.
Jahrzehntelang war Haider der «starke Mann» der rechten Partei FPÖ. Nach der Parlamentswahl im Herbst 1999 wurde die FPÖ von der konservativen Volkspartei (ÖVP) unter Wolfgang Schüssel in eine Koalitionsregierung geholt. Dies löste erstmals in der Geschichte der Europäischen Union Sanktionen der EU-Partnerländer gegen einen Mitgliedsstaat aus. Haider, der als Strippenzieher im Hintergrund agierte, übernahm damals jedoch kein Amt in der Regierung. Nach internem Parteienstreit und Auseinandersetzungen mit seinem politischen Ziehsohn Heinz-Christian Strache machte Haider, der für den eher liberalen Flügel in der FPÖ stand, sich mit seinem BZÖ selbstständig.
Der Sohn eines Schuhmachers und einer Lehrerin wurde in Kärnten geboren, nach dem Abitur studierte er in Wien Jura. 1977 machte er dann als FPÖ-Landesparteisekretär die Politik zu seinem Beruf und schaffte eine steile Karriere. Von politischen Beobachtern wurde Haider als gewiefter Taktiker und erfahrener Populist beschrieben, er galt aber auch in seinem Handeln als völlig uneinschätzbar. Immer wieder brach er mit seinen Äußerungen Tabus und sicherte sich so auch die extrem rechte Wählergunst. «Im Dritten Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht, was nicht einmal ihre Regierung in Wien zusammenbringt», sagte er beispielsweise 1991.
- Datum 11.10.2008 - 14:34 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 55
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[Entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier geltenden Regeln. Danke. /Die Redaktion pt.]
Ich glaube aber nicht, dass Ihr Beitrag hier unzensiert davonkommt*. [...]
Dass der oesterreichische Praesident den allzu frueh Verstorbenen einen Politiker "von grosser Begabung und Talent" nennt, ist schon wieder ein Skandal erster Ordnung. Unglaublich, diese Alpenrepublik!
*Adolf Hitler wird ja inzwischen immer haeufiger als strategisch bewanderter, fuehrungsstarker Opernfreund und Hundeliebhaber mit Neigung zu gelegentlichen Gewaltausbruechen betrachtet.
[Gekürzt. Für Äußerungen dieser Art ist dies nicht die geeignete Plattform. Danke. /Die Redaktion pt.]
Auch wenn ich selbst Hr. Haider und sein BZÖ nicht wählen würde und auch nie gewählt habe finde ich derartige Kommentare zu seinem Ableben doch sehr befremdlich. Wer beim Tod eines sicher polarisierenden, aber nichtsdestotrotz differenziert zu betrachtenden Politikers zum Lachen zu Mute ist sollte sich vielleicht nicht unbedingt selbst als moralische Autorität betrachten und daher seine Kommentare vielleicht vor dem Schreiben nochmals überdenken..
Ich glaube aber nicht, dass Ihr Beitrag hier unzensiert davonkommt*. [...]
Dass der oesterreichische Praesident den allzu frueh Verstorbenen einen Politiker "von grosser Begabung und Talent" nennt, ist schon wieder ein Skandal erster Ordnung. Unglaublich, diese Alpenrepublik!
*Adolf Hitler wird ja inzwischen immer haeufiger als strategisch bewanderter, fuehrungsstarker Opernfreund und Hundeliebhaber mit Neigung zu gelegentlichen Gewaltausbruechen betrachtet.
[Gekürzt. Für Äußerungen dieser Art ist dies nicht die geeignete Plattform. Danke. /Die Redaktion pt.]
Auch wenn ich selbst Hr. Haider und sein BZÖ nicht wählen würde und auch nie gewählt habe finde ich derartige Kommentare zu seinem Ableben doch sehr befremdlich. Wer beim Tod eines sicher polarisierenden, aber nichtsdestotrotz differenziert zu betrachtenden Politikers zum Lachen zu Mute ist sollte sich vielleicht nicht unbedingt selbst als moralische Autorität betrachten und daher seine Kommentare vielleicht vor dem Schreiben nochmals überdenken..
Jeder Mensch ist Inländer, irgendwo! Das sind, ironisch verdreht die Slogans, mit denen man uns seinerzeit als Schüler zum demonstrieren gegen J.H. aufforderte.
(deutsche Kleinstadt mit Wasserwerfereinsatz) Heute bin ich ca. 15 Jahre älter und keiner Kirche mehr steuerpflichtig. Bis auf den anderen J., wegen dem wir bis heute religiöse Konflikte in der ganzen Welt haben, hat jeder Mensch eine Abstammung.
Auch wenn Mütter ihren Kindern gerne was anderes erzählen. Viele Menschen nehmen unglaubliches auf sich, wenn ich richtig informiert bin, um eine europäischen Identität zu erhalten. Darauf hat er hingewiesen.
Ich glaube aber nicht, dass Ihr Beitrag hier unzensiert davonkommt*. [...]
Dass der oesterreichische Praesident den allzu frueh Verstorbenen einen Politiker "von grosser Begabung und Talent" nennt, ist schon wieder ein Skandal erster Ordnung. Unglaublich, diese Alpenrepublik!
*Adolf Hitler wird ja inzwischen immer haeufiger als strategisch bewanderter, fuehrungsstarker Opernfreund und Hundeliebhaber mit Neigung zu gelegentlichen Gewaltausbruechen betrachtet.
[Gekürzt. Für Äußerungen dieser Art ist dies nicht die geeignete Plattform. Danke. /Die Redaktion pt.]
Welche Tabus hat Herr Haider denn gebrochen? Allenfalls das, dass Nazis wieder solonfaehig wurden.
der Herr Landeshauptmann selig (?*).
http://www.youtube.com/wa...
*Seligsprechung muss natuerlich noch durch den sechzehnten Benedikt bestaetigt werden.
der Herr Landeshauptmann selig (?*).
http://www.youtube.com/wa...
*Seligsprechung muss natuerlich noch durch den sechzehnten Benedikt bestaetigt werden.
der Herr Landeshauptmann selig (?*).
http://www.youtube.com/wa...
*Seligsprechung muss natuerlich noch durch den sechzehnten Benedikt bestaetigt werden.
Den Islam - also eine gewalttätige, grundgesetzwidrige Ideologie mit expansiver Natur - zu verhindern, gehört sicherlich nicht zu den verwerflichen Aktionen von Haider. Vor allem wenn man bedenkt, dass die NPD sich vor ein paar Tagen für eine Zusammenarbeit mit gläubigen Muslimen ausgesprochen hat, weil man die meisten Ziele teilt.
[Anm.: Bitte vermeiden Sie Pauschalisierungen, vielen Dank. /Die Redaktion pt.]
Verehrter Albert_Witti,
Ihren Beiträgen in "Zeit Online" fehlt häufig die fachliche Kompetenz. Außerdem lassen Sie sich allzuoft zu emotionalen Äußerungen hinreißen. Schade!
Den Islam - also eine gewalttätige, grundgesetzwidrige Ideologie mit expansiver Natur - zu verhindern, gehört sicherlich nicht zu den verwerflichen Aktionen von Haider. Vor allem wenn man bedenkt, dass die NPD sich vor ein paar Tagen für eine Zusammenarbeit mit gläubigen Muslimen ausgesprochen hat, weil man die meisten Ziele teilt.
[Anm.: Bitte vermeiden Sie Pauschalisierungen, vielen Dank. /Die Redaktion pt.]
Verehrter Albert_Witti,
Ihren Beiträgen in "Zeit Online" fehlt häufig die fachliche Kompetenz. Außerdem lassen Sie sich allzuoft zu emotionalen Äußerungen hinreißen. Schade!
Den Islam - also eine gewalttätige, grundgesetzwidrige Ideologie mit expansiver Natur - zu verhindern, gehört sicherlich nicht zu den verwerflichen Aktionen von Haider. Vor allem wenn man bedenkt, dass die NPD sich vor ein paar Tagen für eine Zusammenarbeit mit gläubigen Muslimen ausgesprochen hat, weil man die meisten Ziele teilt.
[Anm.: Bitte vermeiden Sie Pauschalisierungen, vielen Dank. /Die Redaktion pt.]
http://www.welt.de/welt_p...
http://www.welt.de/welt_p...
haider war sicherlich verwerflich wie auch wertvoll für die gesellschaft. als volkstribun hat er gesellschaftliche konventionen und überzeugungen scharf attackiert und gelegentlich auch überstrapaziert (aussage zu SS, beschäftungspolitik der nazis oder asylantenpolitik) seine stille grösse besteht aber darin, dass er tabus aufgebrochen hat.
Das hat aber dieses Mal nicht geklappt.
[Anm.: Nochmals möchten wir Sie bitten, Zynismus zu unterlassen. Danke. /Die Redaktion pt.]
Das hat aber dieses Mal nicht geklappt.
[Anm.: Nochmals möchten wir Sie bitten, Zynismus zu unterlassen. Danke. /Die Redaktion pt.]
Wenn ich jetzt bös satirisch wäre, schriebe ich:
[...]
Aber wir wollen uns ja nicht in diese Niederungen begeben :))
Was soll man davon halten, man kann ja nicht eimal politische Erleichterung empfinden, weil so noch so viele Haiders gibt.
Für die Menschen, denen sein Tod ein Loch in ihrem tiefen Empfinden gerissen hat, tut es mir leid.
Doch ich glaube, dass Menschenverachter niemandes Herz tief und wirklich ansprechen können.
Den erfrischendsten Kommentar dazu habe ich vorhin in einem anderen Forum gelesen.
Ein Zitat Haiders (ich nehme an, es ist ein Zitat von ihm) und dann der Kommentar des Users darunter.
"bin schon weg!"
- jetzt aber wirklich!!! *g*
[Gekürzt, bitte verzichten Sie auf Zynismus. Danke. /Die Redaktion pt.]