Handyromane Aufregende TelefonbücherSeite 3/3
Bendel: Es wird immer mehr genuine Handyromane geben, wie in Japan. Also nicht nur Kafkas Verwandlung für unterwegs, sondern richtige Unterwegs- und Verbrauchsliteratur. Daran dürften junge Autoren oder literarische Außenseiter interessiert sein. Manche von ihnen sind hochtalentiert und würden es dennoch nie in normale Verlage schaffen. Diese Talente muss man entdecken und fördern. Weil das Handy der Freund der Jugendlichen ist, kann das Genre eine Einstiegsdroge für Literatur werden. Der Boom in Japan zeigt, dass es aber auch als eigenständiges Genussmittel taugt.
ZEIT ONLINE: Reizt Sie die Rückkehr zum klassischen Buch oder haben Sie sich dem Handyroman verschrieben?
Bendel: In den nächsten Jahren werden noch mehrere Handyromane von mir erscheinen. Aber mein neuer Roman la bouche wartet darauf, gedruckt zu werden. Hauptsächlich arbeite ich an der Universität St. Gallen. Dort werden wir demnächst ein neues Forschungsgebiet erobern. Sie erraten, um was es sich handelt: den Handyroman.
Das Gespräch führte Jan Mölleken
- Datum 17.10.2008 - 14:22 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEIT ONLINE
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren