Computerspiele Verständnis für den Ego-ShooterSeite 2/2

Die Veranstalter der Eltern-LAN geben Tipps, wie Eltern im Alltag die Medienerziehung handhaben können:

- Man solle klare Regeln aufstellen, beispielsweise welche Spiele okay sind und wie lange gespielt werden darf

- Spielzeiten sollten klar abgesprochen und kontrolliert werden, mit dem Alter kann die Spielzeit erhöht werden

- Eltern sollten bei der Mediennutzung nicht maßlos sein, sondern Vorbilder, egal ob am Internet oder am Fernsehschirm

- Die Alterseinstufungen für Spiele (USK) sollten unbedingt eingehalten werden

- Wenn Eltern sich austauschen, können sie im Umgang mit Spielen von den Erfahrungen anderer profitieren

- Es sollte Alternativen zum Spielen geben, beispielsweise Ausflüge oder Sport

- Auch der Umgang mit dem Internet will gelernt sein, insbesondere was Seiteninhalte, Jugendschutz und die Weitergabe von persönlichen Daten anbelangt

(Quelle: Veranstalter der Eltern-LAN)

 
Leser-Kommentare
  1. ... wenn wir, die Generation der mit Wolfenstein und Doom groß gewordenen, Kinder bekommen, wie bei mir gerade geschehen. Meine Tochter wird sich jedenfalls was neues ausdenken müssen, um mich zu schocken ;-)

    ------------
    Wer denkt, die Dinge seien Wirklich, ist so dumm wie eine Kuh! Wer denkt, sie seien nicht wirklich, ist noch dümmer! -- Saraha

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Anonym
    • 12.10.2008 um 1:05 Uhr

    nur leider nicht den Mathematik- und Deutschlehrer meines Sohnes. Der legt leider wert auf Konzentration, z. B. was 8 x 7 ist bzw., ob weihnachtsmann mit oder ohne "h" geschrieben wird und lässt sich selbst mit Cheats nicht so recht weg zappen.

    • Anonym
    • 12.10.2008 um 1:05 Uhr

    nur leider nicht den Mathematik- und Deutschlehrer meines Sohnes. Der legt leider wert auf Konzentration, z. B. was 8 x 7 ist bzw., ob weihnachtsmann mit oder ohne "h" geschrieben wird und lässt sich selbst mit Cheats nicht so recht weg zappen.

  2. 2. Toll

    Warum auch sollte man den eigenen Kindern Alternativen zum Zeitvertreib anbieten, wenn man so den eigenen Infantilismus ausleben kann? Wandern ist schwul, Musikinstrumente sind zu teuer, Lesen verbrennt kein Fett - gemeinsam im WLAN zocken, da kann man doch mal wenigstens zusammen was unternehmen. Mal sehen, wieiviele 15jährige Lust darauf haben, mit ihren Alten zu spielen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    es war schon peinlich genug, wenn der eigene Vater mit zum Hockey-Spielen wollte :) (und sich dabei übrigens gleich einen riesigen blauen Fleck geholt hat...).

    Aber nun gemeinsam auf einer LAN-Party auftauchen (müssen)? Das will ich mir lieber nicht vorstellen ;-)

    es war schon peinlich genug, wenn der eigene Vater mit zum Hockey-Spielen wollte :) (und sich dabei übrigens gleich einen riesigen blauen Fleck geholt hat...).

    Aber nun gemeinsam auf einer LAN-Party auftauchen (müssen)? Das will ich mir lieber nicht vorstellen ;-)

  3. es war schon peinlich genug, wenn der eigene Vater mit zum Hockey-Spielen wollte :) (und sich dabei übrigens gleich einen riesigen blauen Fleck geholt hat...).

    Aber nun gemeinsam auf einer LAN-Party auftauchen (müssen)? Das will ich mir lieber nicht vorstellen ;-)

    Antwort auf "Toll"
  4. Super. Somit haben Eltern den Darf-Schein zum Amoklaufen erhalten. 16 potentielle Kandidaten.
    Leider hört man mittlerweile häufiger, dass Eltern zu den "besten Freunden" ihrer Kinder werden und die Freiräume der Halbstarken immer weiter schrumpfen(Zeit Wissen hat darüber berichtet). An die liebe Elterngeneration: Haben eure Eltern Batikshirts tragen und auch mal am Joint ziehen wollen? Hat Jimmy Hendrix nicht auch Papa vom Wohnzimmer aus gegen die Wand schlagen lassen mit den netten Worten:"Mach den Blödsinn leiser!"?
    Lasst uns bitte anders sein. Wir werden früh genug zu dem, was die Gesellschaft von uns verlangt und betteln nicht um Verständnis. Danke.

  5. wenn ihr was wissen wollt, fragt doch einfach eure Kinder.

  6. Den heiligen Regeln der Medienkompetenz nach dürften die Eltern sich Counter Strike ohnehin nicht als Exempel zu Gemüte führen, es sei denn, deren Kinder, um die es hier so sorgenvoll geht, sind bereits über bis weit über 18 - denn Counter Strike hat überhaupt keine Jugendfreigabe.

    Daran wird bereits deutlich, dass diese Regeln an der Wirklichkeit vorbeigehen. Solange sie aber den Macht- und Weisungsanspruch zementieren soll es Recht sein. Und ist doch so: die einen stellen eben furchtbar gern Regeln auf, die anderen versuchen sie bestmöglich zu umgehen oder zu ignorieren. Das nennt sich dann Dialog der Generationen.

    • Anonym
    • 12.10.2008 um 1:05 Uhr

    nur leider nicht den Mathematik- und Deutschlehrer meines Sohnes. Der legt leider wert auf Konzentration, z. B. was 8 x 7 ist bzw., ob weihnachtsmann mit oder ohne "h" geschrieben wird und lässt sich selbst mit Cheats nicht so recht weg zappen.

  7. Jede Generation hat ihr Schlagwort und ihr Markenzeichen, dem sie huldigt, denn es setzt den Rahmen für innere wie äußere Werte NEU, grenzt ab von 'Altem'. Und welcher junge Mensch wollte da von gestern sein... Geschaffen und den jungen Massen schmackhaft gemacht wird das neue Zeitzeichen jedoch in der Regel von Markt- oder Volks(ver)Führern sowie Lobbies, die den Massengeschmack auf ihren persönlichen Gewinn einzustellen trachten. Das funktioniert wunderbar, solange das junge Individuum dem nichts entgegenzusetzen hat - kein inneres Vorbild, keine überzeugenden Alternativen, keine Grenzen, keine ernstzunehmenden Regeln - und sich aufgewertet fühlt, wenn es möglichst plakativ im neuen Strom mitschwimmt. Insofern unterscheiden sich die heutigen Jugendführer des Elektronikzeitalters nicht wesentlich von den ideologischen der Vergangenheit.

    So fahren die Jungmänner der Neuzeit mit Herz und Seele ab auf Egoshooting, Gewaltberieselung und Adrenalinschub, die Bräute auf Shoppen, Styling, Pop und Starkult, alles schön flach, sexy, aufregend und vor allem massenkonform.
    Im Umkehrschluss, was nicht massiv antörnt, kannste vergessen, ist von gestern -- Allgemeinbildung, Denken, Lesen, Einfühlen, Natur und Kunst, schöpferisch tätig sein, Beziehungen pflegen(!)...
    All dies ist anstrengend und zu vernachlässigen. Und, cool, die Branche boomt... Am individuellen 'Anderssein' ihrer Zielgruppe könnte sie auch schwerlich prosperieren. Auf Schmalspur, Genuss und Konsum eingestellte junge Hirne lassen sich leichter manipulieren, und eine verkürzte Sprache, Werbe-Neusprech, hilft da ungemein bei der Kommunikation.

    Klar, die letzte Bastion, das Elternhaus, muss auch noch genommen werden, soweit nicht schon geschehen, und so scheut man keine Mühe...
    Eltern, seht her, wie wir uns eurer Liebsten annehmen, seid unbesorgt, geht euern Geschäften nach oder macht hier mit, lernt und begeistert euch, und stellt euch vor - Intel ist unser Sponsor! Und wie man liest, Eltern zeigten sich beeindruckt.
    Den Tipp, doch bitte für Alternativen zu sorgen, falls es doch einmal zuviel des täglichen Onlineballerns werden sollte, kann man sich leisten, wohlwissend, wer da am längeren Hebel sitzt ...

    A propos Massenphänomen -
    Der spanische Philosoph und Soziologe Ortega y Gasset (gest. 1950) sieht im Aufstieg der Massen(kultur) zu voller gesellschaftlicher Macht einen Grund für das 'Umkippen der modernen Zivilisation in eine ungerichtete Aggressivität' im 20. Jahrhundert... er wusste noch nichts von den Spielen, die unsere Jugendkultur im 21. Jahrh. so nachhaltig prägen würden...

    'Die Zeit heilt alle Wunder'? --- und bis dahin?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ist es schlecht, das die Eltern sich dafür interessieren was im Kinderzimmer geschieht?
    Nur wer versteht kann auch Regeln aufstellen, die Sinn machen. Das viel gerühmte Elternhaus existiert doch in vielen Fällen schon nicht mehr. Das Kind wird vom Fernseher erzogen und vom Computer betreut und das ist vielen Eltern recht so.
    Das ganze jetzt als Konsummasche hinzustellen ist zu einfach. Gerade wenn die Eltern wissen womit ihre Kinder die Zeit verbringen lässt sich der Einfluss der von Ihnen so geschmähte heutige Jugendkultur in Grenzen halten.

    Ist es schlecht, das die Eltern sich dafür interessieren was im Kinderzimmer geschieht?
    Nur wer versteht kann auch Regeln aufstellen, die Sinn machen. Das viel gerühmte Elternhaus existiert doch in vielen Fällen schon nicht mehr. Das Kind wird vom Fernseher erzogen und vom Computer betreut und das ist vielen Eltern recht so.
    Das ganze jetzt als Konsummasche hinzustellen ist zu einfach. Gerade wenn die Eltern wissen womit ihre Kinder die Zeit verbringen lässt sich der Einfluss der von Ihnen so geschmähte heutige Jugendkultur in Grenzen halten.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service