Sozialstaat Kabinett beschließt Entlastungspaket

Mehr Kindergeld, weniger Beitrag zur Arbeitslosenversicherung. Dafür steigt von 2009 an der Beitragssatz zur Krankenversicherung

Das Paket hat nach Angaben aus der Koalition bis 2010 ein Volumen von 12 Milliarden Euro. Die Maßnahmen im Überblick:

Die Bundesregierung will das Kindergeld zum 1. Januar 2009 erhöhen. Für die ersten beiden Kinder soll es um 10 Euro auf dann jeweils 164 Euro steigen. Vom dritten Kind an gibt es je 16 Euro mehr. Der Kinderfreibetrag steigt von rund 5800 Euro auf 6000 Euro im Jahr.

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Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll von 3,3 Prozent des Bruttolohns vorerst auf 2,8 Prozent sinken.

Der Heizkostenzuschlag für Bedürftige wird über das Wohngeld aufgestockt. Der Zuschlag wird aber erst im kommenden Frühjahr gezahlt.

Die Ausgaben für Dienstleistungen in Privathaushalten sollen von 2009 an besser steuerlich absetzbar sein.

Von 2010 an sollen zudem die Beiträge zu Kranken- und Pflegeversicherung besser von der Steuer absetzbar sein. Allerdings kommen hier künftig höhere Belastungen auf den Bürger zu. Der Gesundheitsfonds soll zum 1.1.2009 starten. Um eine ausreichende Deckung der gesetzlichen Krankenversicherung zu erreichen, hat die Bundesregierung einen auf 15,5 Prozent erhöhten Beitragssatz festgelegt.

Die geplante Erhöhung des Kindergeldes um zehn Euro monatlich bezeichnete der Augsburger Bischof Walter Mixa als "Beleidigung und grobe Missachtung der Leistung von Familien für unsere Gesellschaft". Die Erhöhung sei völlig unzureichend, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten auch nur annähernd auszugleichen, sagte der Bischof nach Angaben des Ordinariats vom Mittwoch.

 
Leser-Kommentare
    • ttob
    • 15.10.2008 um 11:43 Uhr

    "Die Ausgaben für Dienstleistungen in Privathaushalten sollen von 2009 an besser steuerlich absetzbar sein."

    Kann man das nicht ein bisschen konkreter schreiben, oder ist es so kompliziert? Wozu lese ich denn eine Zeitung?

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    ...wie währe es denn mit "..die Ausgaben für Putzfrauen, Kindermädchen, Au Pair usw... sollen von 2009 an..."

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara

    ...wie währe es denn mit "..die Ausgaben für Putzfrauen, Kindermädchen, Au Pair usw... sollen von 2009 an..."

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara

  1. ...wie währe es denn mit "..die Ausgaben für Putzfrauen, Kindermädchen, Au Pair usw... sollen von 2009 an..."

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara

    Antwort auf ""Die Ausgaben für"
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    • ttob
    • 15.10.2008 um 13:47 Uhr

    ... hast du Recht, ich hätte jetzt spontan Handwerkerleistungen mit dazugerechnet. Das würde dann vermutlich mehr Leuten was nützen.

    Ich finde solche kaum recherchierten Verlautbarungsartikel könnte sich die ZEIT auch sparen, vor allem, wenn dann auch noch "...Entlastungspaket" drüber steht. Dabei ist es doch, wie in Deutschland üblich, nur ein Hin- und Hergeschiebe zwischen den Töpfen, damit die Mehrbelastung nicht so leicht ersichtlich wird. Aber wie war das gleich nochmal?: Politik muss man nur richtig verkaufen.

    Die Frage sollte man auch stellen warum die Armen nichts haben,

    die Antwort liegt aber in meinen Augen daran dass sie von Kommunisten gefuettert werden und immer mehr wollen.

    Die Erhoehung des Kindergelds ist auch wieder eine typische Reaktion Deutscher Sozial(ismus)-Politik.

    Nun wird Leuten ,die ohnehin schon auf Kosten der produktiven Mitglieder der Gesellschaft leben, noch mehr fuer den unproduktiven Nachwuchs gezahlt.

    Und davon soll die Gesellschaft profitieren? Warum hat das dann die letzten 40 Jahre nicht funktioniert?

    • ttob
    • 15.10.2008 um 13:47 Uhr

    ... hast du Recht, ich hätte jetzt spontan Handwerkerleistungen mit dazugerechnet. Das würde dann vermutlich mehr Leuten was nützen.

    Ich finde solche kaum recherchierten Verlautbarungsartikel könnte sich die ZEIT auch sparen, vor allem, wenn dann auch noch "...Entlastungspaket" drüber steht. Dabei ist es doch, wie in Deutschland üblich, nur ein Hin- und Hergeschiebe zwischen den Töpfen, damit die Mehrbelastung nicht so leicht ersichtlich wird. Aber wie war das gleich nochmal?: Politik muss man nur richtig verkaufen.

    Die Frage sollte man auch stellen warum die Armen nichts haben,

    die Antwort liegt aber in meinen Augen daran dass sie von Kommunisten gefuettert werden und immer mehr wollen.

    Die Erhoehung des Kindergelds ist auch wieder eine typische Reaktion Deutscher Sozial(ismus)-Politik.

    Nun wird Leuten ,die ohnehin schon auf Kosten der produktiven Mitglieder der Gesellschaft leben, noch mehr fuer den unproduktiven Nachwuchs gezahlt.

    Und davon soll die Gesellschaft profitieren? Warum hat das dann die letzten 40 Jahre nicht funktioniert?

    • ttob
    • 15.10.2008 um 13:47 Uhr

    ... hast du Recht, ich hätte jetzt spontan Handwerkerleistungen mit dazugerechnet. Das würde dann vermutlich mehr Leuten was nützen.

    Ich finde solche kaum recherchierten Verlautbarungsartikel könnte sich die ZEIT auch sparen, vor allem, wenn dann auch noch "...Entlastungspaket" drüber steht. Dabei ist es doch, wie in Deutschland üblich, nur ein Hin- und Hergeschiebe zwischen den Töpfen, damit die Mehrbelastung nicht so leicht ersichtlich wird. Aber wie war das gleich nochmal?: Politik muss man nur richtig verkaufen.

  2. ...ist, das es sich hier erneut um eine der ungezählten Mogelpackungen der unheiligen Koalition handelt.

    Während die Beiträge zur sogenannten "Arbeitslosenversicherung" (die keine echte Versicherung ist) paritätisch (d.h. 50/50) vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgebracht werden müssen ist dies bei der Krankenversicherung nicht der Fall. Hier trägt der Arbeitnehmer mittlerweile eine weitaus höhere Belastung als der Arbeitgeber, weil in der Krankenversicherung das Paritätsprinzip von ROT/GRÜN (das muß man ganz deutlich dazusagen!Wer hat uns verraten?) zugunsten der Arbeitgeber aufgegeben wurde!

    Eine weiterer Selbst- und auch Wählerbetrug besteht darin das die Beiträge zur sog. "Arbeitslosenversicherung" nicht reichen werden und somit später (wenn die Leute das wohl hoffentlich vergessen haben) erneut angehoben werden müssen, dann mit dem Argument die Kassen wären leer.

    Von der Zeit kann man allerdings wenn es um politische Fragen geht schon seit einer Weile keine seriöse Berichterstattung mehr erwarten. Insofern ist dieser Artikel - so schlecht er dem kritischen Leser auch in seiner Form einer Hofberichterstattung erscheinen mag - durchaus ein typisches ZEIT-Produkt.

    Wichtig ist - unabhäng davon was die Propaganda der Medien herausschallt - das man selber nachdenkt und stets kritisch bleibt. Dazu gehört auch immer und besonders aufmerksam die Zeitungen kritisch zu hinterfragen und grundsätzlich nichts davon blind zu glauben was dort schwarz auf weis gedruckt wurde. Papier ist eben geduldig!

    Nachdenken und:
    <-- LINKS WÄHLEN

    • Logeg
    • 15.10.2008 um 14:55 Uhr

    Schön, dass Dienstmädchen und -jungs (wollen wir nicht vergessen) jetzt besser steuerlich abgesetzt werden können. Davon hat jeder was. Bloß blöd, dass das Dienstmädchen den Weg zu seinem Dienstherrn nicht von der Steuer absetzen kann. Wär ja noch schöner. Und Geld ist sowieso keins da.

  3. Die Frage sollte man auch stellen warum die Armen nichts haben,

    die Antwort liegt aber in meinen Augen daran dass sie von Kommunisten gefuettert werden und immer mehr wollen.

    Die Erhoehung des Kindergelds ist auch wieder eine typische Reaktion Deutscher Sozial(ismus)-Politik.

    Nun wird Leuten ,die ohnehin schon auf Kosten der produktiven Mitglieder der Gesellschaft leben, noch mehr fuer den unproduktiven Nachwuchs gezahlt.

    Und davon soll die Gesellschaft profitieren? Warum hat das dann die letzten 40 Jahre nicht funktioniert?

  4. ui, es scheint tatsächlich Menschen zu geben die so denken... in Kategorien wie etwa Schmarotzer, Scheininvalide, Pseudoarme, Unproduktiv. Dann aber sollte man ehrlich die Frage stellen wie Produktiv sie selber denn für die Gesellschaft sind. Ja?

    Konsequenterweise dürften dann von Leuten wie Sie es sind keinerlei soziale Einrichtungen benutzt werden... wie z. Bsp. die Strassen für das privat genutzte Auto... Die haben wir schliesslich alle bezahlt.

    ;-)

    “When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara

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