Im Rennen um das Amt des US-Präsidenten hat der Bewerber der Demokraten Barack Obama nach einer neuen Umfrage den Vorsprung vor seinem republikanischen Rivalen John McCain auf vier Punkte ausgebaut.

Nach der am Donnerstag veröffentlichten Reuter/C-Span/Zogby-Umfrage führt der Senator aus Illinois bei den am 4. November wahrscheinlich zur Wahl gehenden Bürgern mit 48 zu 44 Prozent. Für den Vorsprung sorgte vor allem die zunehmende Unterstützung für Obama durch unabhängige Wähler und Frauen.

Bei den Unabhängigen baute Obama seinen Vorsprung gegenüber der vorangegangenen Umfrage auf 13 von neun Prozent und bei den Wählerinnen auf neun von sieben Prozent aus. Leicht in Führung liegt der Kandidat der Demokraten auch bei den Katholiken. Bei den über 70-Jährigen hat Obama die Nase leicht vorn oder liegt gleichauf mit McCain.

"Obama scheint sich gut bei den Gruppen zu schlagen, auf die es ankommt wie Unabhängige und Frauen", sagte Meinungsforscher John Zogby. Selbst bei Familien, die Angehörige beim Militär haben, liegt der frühere Marineflieger und Vietnam-Veteran nur gleichauf mit dem Obama, der nie bei der Armee war. "Das sieht nicht gut aus für McCain", sagte Zogby.

Die Daten für die Umfrage waren zwischen Montag und Mittwoch erhoben worden. Ein Drittel der Befragungen fand nach dem zweiten Fernsehduell der beiden Kandidaten am Dienstag statt. Die Fehlerquote beträgt 2,8 Prozent.