Bildungsgipfel

Bildungsrepublik Deutschland

Foto: ddp; Montage: ZEIT ONLINE Grafik

Auf den Anfang kommt es an

Zu keiner Zeit bringen Bildungsinvestitionen mehr Früchte hervor als in den Jahren vor der Schule. Der Ausbau der Betreuungsangebote für Krippenkinder kann erst der Anfang sein. Nun gilt es, die Qualität zu erhöhen. Erzieher müssen Sprachlehrer werden, sollen die Kinder begeistern für die Naturphänomene und mit ihnen Experimente machen. Deshalb werden wir eine nationale Fortbildungsoffensive für das Personal in Kitas und Krippen starten. Es kann nicht angehen, dass das Land, das den Kindergarten erfunden hat, die geringsten Anforderungen an seine Erzieher stellt. Deshalb werden wir die Zahl der Akademiker unter ihnen schrittweise erhöhen. Zumindest die leitenden Personen jeder Einrichtung sollten eine Hochschule besucht haben.

Nirgendwo außerhalb der Familie lernt man ein Kind so gut kennen wie im Kindergarten. Beim Übergang in die Schule geht dieses Wissen meist verloren. Damit dies nicht mehr geschieht, werden wir Kindergarten und Schule enger zusammenführen, am besten unter einem Dach. Um allen Kindern eine optimale Betreuung zu ermöglichen, streben wir langfristig an – ähnlich wie die Schweiz oder die Niederlande – eine verpflichtende, kostenlose Vorschule vom vierten Lebensjahr an einzurichten.

Leser-Kommentare
  1. Eltern sollten mehr Unterstützung vom Staat erhalten und dafür ihre Kinder zuhause erziehen können.

    die Schule sollte nicht so streng geregelt werden, so dass einer auch mit 10 oder 12 eintreten kann. Kinder sollten ihre Kindheit behalten können.

    Überhaupt sollte man eigentlich jedem Kind selbst überlassen, wann er zur Schule gehen möchte. Also auch ob überhaupt.

    Jeder sollte Lehrer werden können, denn Kinder können wichtige Dinge von jedem Erwachsenen lernen. Wenn einer z.B. gut kochen kann, dann sollte er in die nächste Schule gehen können und einen Kochkurs anbieten. Lehrer und Professoren sollten so entlohnt werden, dass sie davon leben können. Falls ihnen das nicht genug ist, sollen sie etwas anderes machen.

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    • ttob
    • 22.10.2008 um 15:58 Uhr

    "Überhaupt sollte man eigentlich jedem Kind selbst überlassen, wann er zur Schule gehen möchte. Also auch ob überhaupt."


    BITTE? Kinder können doch überhaupt noch nicht abschätzen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben hätte. Sie in diesem Fall selbst entscheiden lassen zu wollen, ist nicht nur nicht menschenfreundlich sondern fast schon sadistisch.

    Und nein, die Schulpflicht ist richtig und zwar im selben Alter, denn der Mensch lebt leider nur sehr kurz und manche Sachen schafft er einfach nicht mehr, wenn er sie nicht schon in der Kindheit hinter sich gebracht hat. Es ist eben nicht ohne Weiteres möglich eine Familie zu ernähren und gleichzeitig die Grundschule nachzuholen. Erst recht nicht richtig ist es, wenn Eltern ihre Kinder versuchen vom Rest der Gesellschaft abzuschotten, etwa um sie ungestört mit ihren religiösen Wahnfantasien infizieren zu können, wie es z.B. in den USA geschieht.

    "Jeder sollte Lehrer werden können, denn Kinder können wichtige Dinge von jedem Erwachsenen lernen. Wenn einer z.B. gut kochen kann, dann sollte er in die nächste Schule gehen können und einen Kochkurs anbieten."

    Das geht auch, in der Erwachsenenbildung, nennt sich Volkshochschule. Bei Kindern geht das nicht, da eine Klasse von 30 pubertierenden Jugendlichen oder aufmüpfigen 10 Jährigen eben nicht einfach nur mit Wissen berieselt werden kann.

    "Lehrer und Professoren sollten so entlohnt werden, dass sie davon leben können. Falls ihnen das nicht genug ist, sollen sie etwas anderes machen."

    Ach? Soviel wie du oder weniger? Leben kann man ja angeblich vom Existenzminimum, manche meinen sogar von 132,- Euro/Monat, ich denke aber, es reicht letztlich sogar eine Suppenküche und kostenlose medizinische Grundversorgung um nicht einzugehen. Meinst du, dass sich da viele gute motivierte Lehrer finden?

    • ttob
    • 22.10.2008 um 15:58 Uhr

    "Überhaupt sollte man eigentlich jedem Kind selbst überlassen, wann er zur Schule gehen möchte. Also auch ob überhaupt."


    BITTE? Kinder können doch überhaupt noch nicht abschätzen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben hätte. Sie in diesem Fall selbst entscheiden lassen zu wollen, ist nicht nur nicht menschenfreundlich sondern fast schon sadistisch.

    Und nein, die Schulpflicht ist richtig und zwar im selben Alter, denn der Mensch lebt leider nur sehr kurz und manche Sachen schafft er einfach nicht mehr, wenn er sie nicht schon in der Kindheit hinter sich gebracht hat. Es ist eben nicht ohne Weiteres möglich eine Familie zu ernähren und gleichzeitig die Grundschule nachzuholen. Erst recht nicht richtig ist es, wenn Eltern ihre Kinder versuchen vom Rest der Gesellschaft abzuschotten, etwa um sie ungestört mit ihren religiösen Wahnfantasien infizieren zu können, wie es z.B. in den USA geschieht.

    "Jeder sollte Lehrer werden können, denn Kinder können wichtige Dinge von jedem Erwachsenen lernen. Wenn einer z.B. gut kochen kann, dann sollte er in die nächste Schule gehen können und einen Kochkurs anbieten."

    Das geht auch, in der Erwachsenenbildung, nennt sich Volkshochschule. Bei Kindern geht das nicht, da eine Klasse von 30 pubertierenden Jugendlichen oder aufmüpfigen 10 Jährigen eben nicht einfach nur mit Wissen berieselt werden kann.

    "Lehrer und Professoren sollten so entlohnt werden, dass sie davon leben können. Falls ihnen das nicht genug ist, sollen sie etwas anderes machen."

    Ach? Soviel wie du oder weniger? Leben kann man ja angeblich vom Existenzminimum, manche meinen sogar von 132,- Euro/Monat, ich denke aber, es reicht letztlich sogar eine Suppenküche und kostenlose medizinische Grundversorgung um nicht einzugehen. Meinst du, dass sich da viele gute motivierte Lehrer finden?

  2. 2. bitte.

    wärs möglich diese interessanten details auf einer seite zu veröffentlichen? dann könnte ich die seite scrap-book-en und jederzeit darauf zurückgreifen.

  3. Finde ich eine nette Idee der Redaktion. BILDUNGSREPUBLIK klingt ja immerhin schon mal gut. Sind ganz interessante Punkte dabei. Sollte sich Frau Kanzlerin auf jeden Fall durchlesen.

    Darüber wird einfach mehr geredet als getan. Immer wieder sind wir mit diesem Thema konfrontiert. Es werden Vorschläge gemacht, es wird nach Meinungen gefragt. Es hat den Anschein, dass den Verantwortlichen nichts einfällt, sie haben keine genaue Vorstellung was hier eigentlich unternommen werden muß. Ihnen fehlt es an Konzepten.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bildungsministerin, die übrigens 1994 bis 2005 Vizepräsidentin des Zentralkomitees der DEUTSCHEN Katholiken war und während ihrer Amtszeit in Baden Würtemberg das Abitur nach zwölf Jahren eingeführt hat, ihren politischen Standpunkt aus persönlicher Erfahrung festsetzt.

    Wenn man sich vor Augen führt, dass sie 1998 einer Muslimin die Aufnahme in den Schuldienst verweigerte, weil sie darauf bestand mit Kopftuch zu unterrichten, ist das Thema Migration auch schon irgendwie fehl am Platz. Der Vorfall unterstreicht nicht gerade die kulturelle Offenheit von Frau Shavan, was das Migrationsproblem an den Schulen aber dringend voraussetzt. Und da sie (nach meinem Wissen) keine Kinder hat, kann sie sich die Anstrengungen, den psychischen Druck der Schüler und Schülerinnen die G8 mit sich gebracht hat, nicht einmal im geringsten vorstellen.

    Also was soll das liebe Politker? Das ist alles einfach viel zu viel bla, bla...

    • M.W.
    • 22.10.2008 um 14:46 Uhr

    Kommentar zu dem Artikel: Bildungsrepublik Deutschland – eine Antwort.

    (Hätte den Rahmen hier etwas gesprengt.)

    • ttob
    • 22.10.2008 um 15:58 Uhr

    "Überhaupt sollte man eigentlich jedem Kind selbst überlassen, wann er zur Schule gehen möchte. Also auch ob überhaupt."


    BITTE? Kinder können doch überhaupt noch nicht abschätzen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben hätte. Sie in diesem Fall selbst entscheiden lassen zu wollen, ist nicht nur nicht menschenfreundlich sondern fast schon sadistisch.

    Und nein, die Schulpflicht ist richtig und zwar im selben Alter, denn der Mensch lebt leider nur sehr kurz und manche Sachen schafft er einfach nicht mehr, wenn er sie nicht schon in der Kindheit hinter sich gebracht hat. Es ist eben nicht ohne Weiteres möglich eine Familie zu ernähren und gleichzeitig die Grundschule nachzuholen. Erst recht nicht richtig ist es, wenn Eltern ihre Kinder versuchen vom Rest der Gesellschaft abzuschotten, etwa um sie ungestört mit ihren religiösen Wahnfantasien infizieren zu können, wie es z.B. in den USA geschieht.

    "Jeder sollte Lehrer werden können, denn Kinder können wichtige Dinge von jedem Erwachsenen lernen. Wenn einer z.B. gut kochen kann, dann sollte er in die nächste Schule gehen können und einen Kochkurs anbieten."

    Das geht auch, in der Erwachsenenbildung, nennt sich Volkshochschule. Bei Kindern geht das nicht, da eine Klasse von 30 pubertierenden Jugendlichen oder aufmüpfigen 10 Jährigen eben nicht einfach nur mit Wissen berieselt werden kann.

    "Lehrer und Professoren sollten so entlohnt werden, dass sie davon leben können. Falls ihnen das nicht genug ist, sollen sie etwas anderes machen."

    Ach? Soviel wie du oder weniger? Leben kann man ja angeblich vom Existenzminimum, manche meinen sogar von 132,- Euro/Monat, ich denke aber, es reicht letztlich sogar eine Suppenküche und kostenlose medizinische Grundversorgung um nicht einzugehen. Meinst du, dass sich da viele gute motivierte Lehrer finden?

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    Kinder können doch überhaupt noch nicht abschätzen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben hätte. Sie in diesem Fall selbst entscheiden lassen zu wollen, ist nicht nur nicht menschenfreundlich sondern fast schon sadistisch.

    Ich weiß, mein Vorschlag geht gegen den Trend.
    Denn der Trend ist, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zu bevormunden. Denn anscheinend sind wir alle dumm (außer der Elite da oben natürlich) und wissen nicht, was gut und was schlecht für uns ist.

    Es ist schon klar, dass wir dann alle einen Gang herunterschalten und mit weniger zufrieden sein müssen.

    Und nein, die Schulpflicht ist richtig und zwar im selben Alter, denn der Mensch lebt leider nur sehr kurz und manche Sachen schafft er einfach nicht mehr, wenn er sie nicht schon in der Kindheit hinter sich gebracht hat.

    Aha, und Sie entscheiden welche Sachen in einem Menschenleben zu schaffen sind und welche nicht, was lebenswert ist und was nicht, welche Momente schön sind und welche nicht... etc.

    Ach? Soviel wie du oder weniger?
    So viel wie ich :-)
    (ich berücksichtige dabei, dass ich zuviel verdiene)

    Meinst du, dass sich da viele gute motivierte Lehrer finden?
    Lehrer und Professoren denen es ums Geld geht, sollten sowieso lieber etwas anderes machen.

    Kinder können doch überhaupt noch nicht abschätzen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben hätte. Sie in diesem Fall selbst entscheiden lassen zu wollen, ist nicht nur nicht menschenfreundlich sondern fast schon sadistisch.

    Ich weiß, mein Vorschlag geht gegen den Trend.
    Denn der Trend ist, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zu bevormunden. Denn anscheinend sind wir alle dumm (außer der Elite da oben natürlich) und wissen nicht, was gut und was schlecht für uns ist.

    Es ist schon klar, dass wir dann alle einen Gang herunterschalten und mit weniger zufrieden sein müssen.

    Und nein, die Schulpflicht ist richtig und zwar im selben Alter, denn der Mensch lebt leider nur sehr kurz und manche Sachen schafft er einfach nicht mehr, wenn er sie nicht schon in der Kindheit hinter sich gebracht hat.

    Aha, und Sie entscheiden welche Sachen in einem Menschenleben zu schaffen sind und welche nicht, was lebenswert ist und was nicht, welche Momente schön sind und welche nicht... etc.

    Ach? Soviel wie du oder weniger?
    So viel wie ich :-)
    (ich berücksichtige dabei, dass ich zuviel verdiene)

    Meinst du, dass sich da viele gute motivierte Lehrer finden?
    Lehrer und Professoren denen es ums Geld geht, sollten sowieso lieber etwas anderes machen.

    • jayse
    • 22.10.2008 um 16:00 Uhr

    Toller Kommentar, toller Artikel. Sowohl der Verfasser des Artikels als auch M.W. haben sich Gedanken gemacht und ich stimme in vielen Punkten ueberein. Das fuer mich Wichtige jedoch ist hier, dass es wohl Menschen in Deutschland gibt, die sinnvolle, konstruktive Loesungen fuer unsere Bildungsmisere haben. Scheinbar gehoeren diese Menschen jedoch nicht zur Politiker-Fraktion. Aber vielleicht ueberrascht uns die Kanzlerin ja auch mit ihrem Gipfel heute. Ich wuenschte mir, dass dieser Artikel, und dieser Kommentar ausgedruckt und der Kanzlerin direkt vor die Nase gelegt wird, heute. Sicher, realistisch gesehen, sind viele Punkte wahrscheinlich politisch kaum durchsetzbar. Vor allem das zentrale Bildungssystem (Vorschlag von M.W.) ist ein Wunschtraum, der wohl niemals in Erfuellung gehen wird. Aber es gibt hier viele Punkte, die durchaus sehr gute Ansaetze zeigen. Ich hoffe, dass das aufgezeichnete Bild, irgendwann mal annaehernd Realitaet wird.

  4. Kinder können doch überhaupt noch nicht abschätzen, was das für Auswirkungen auf ihr Leben hätte. Sie in diesem Fall selbst entscheiden lassen zu wollen, ist nicht nur nicht menschenfreundlich sondern fast schon sadistisch.

    Ich weiß, mein Vorschlag geht gegen den Trend.
    Denn der Trend ist, nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zu bevormunden. Denn anscheinend sind wir alle dumm (außer der Elite da oben natürlich) und wissen nicht, was gut und was schlecht für uns ist.

    Es ist schon klar, dass wir dann alle einen Gang herunterschalten und mit weniger zufrieden sein müssen.

    Und nein, die Schulpflicht ist richtig und zwar im selben Alter, denn der Mensch lebt leider nur sehr kurz und manche Sachen schafft er einfach nicht mehr, wenn er sie nicht schon in der Kindheit hinter sich gebracht hat.

    Aha, und Sie entscheiden welche Sachen in einem Menschenleben zu schaffen sind und welche nicht, was lebenswert ist und was nicht, welche Momente schön sind und welche nicht... etc.

    Ach? Soviel wie du oder weniger?
    So viel wie ich :-)
    (ich berücksichtige dabei, dass ich zuviel verdiene)

    Meinst du, dass sich da viele gute motivierte Lehrer finden?
    Lehrer und Professoren denen es ums Geld geht, sollten sowieso lieber etwas anderes machen.

    Antwort auf "Wie soll das gehen...?"

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