Schwachen Vorgaben aus den USA und Asien setzten den deutschen Aktienmarkt weiter unter Druck. Wenige Minuten nach der Eröffnung notierte der Dax 2,6 Prozent niedriger bei 4659 Zählern, nachdem er bereits am Dienstag 1,1 Prozent niedriger geschlossen hatte. Besonders deutlich gerieten im frühen Geschäft die Aktien der Hypo Real Estate unter Druck. Sie verloren mehr als fünf Prozent.

Auch am japanischen Aktienmarkt ging es steil abwärts: Der Nikkei-Index schloss 6,8 Prozent im Minus. Der breiter gefasste Topix-Index verlor bis Handelsschluss 7,1 Prozent auf 889 Punkte. Vor allem die Exportwerte mussten schwere Verluste hinnehmen, nachdem Euro und Dollar zum Yen gefallen waren. "Wir sehen hier den Einfluss von Währungen", sagte Takashi Ushio von Marusan Securities. Allerdings sorgten sich Investoren auch wegen der Weltwirtschaft und den Unternehmensergebnissen.

Die chinesischen Börsen haben heute so schwach geschlossen wie seit Jahren nicht mehr. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel um 5,2 Prozent auf 14.266 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland verlor 7,8 Prozent auf 6700 Zähler. Die Börse in Shanghai schloss auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte November 2006. Der Leitindex gab 3,2 Prozent nach auf 1895 Punkte. Seit seinem Rekordhoch im Oktober vergangenen Jahres hat der Shanghaier Markt damit etwa 70 Prozent an Wert verloren. Auch die Börsen in Taiwan, Singapur und Hongkong tendierten im Minus. Der südkoreanische Leitindex rutschte zwischenzeitlich über acht Prozent ab.

In den USA hatte der Dow-Jones-Index am Dienstag den Handel 2,5 Prozent im Minus auf 9033 Punkten beendet. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 3,1 Prozent auf 955 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 4,1 Prozent auf 1696 Punkte nach.

Der Euro stürzte im asiatischen Handel in die Tiefe. Zeitweise wurden für einen Euro 1,2774 Dollar gezahlt - so niedrig notierte die Gemeinschaftswährung seit rund zwei Jahren nicht mehr. Händlern zufolge lösten zahlreiche Marktteilnehmer, von Hedge-Fonds bis zu institutionellen japanischen Anlegern, Positionen auf, um ihre Verluste zu begrenzen. Zudem rechneten einige Marktteilnehmer damit, dass die Zinsen außerhalb der USA stark gesenkt werden müssten, um die Wirtschaft zu unterstützen.