Beim Absturz eines einmotorigen Sportflugzeugs auf das Hauptquartier der österreichischen Elitepolizei Cobra sind gestern Abend südlich von Wien zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des österreichischen Rundfunks ORF handelt es sich bei den Verunglückten um zwei Deutsche, die auf dem Weg nach Ungarn waren, um dort ein Flugzeug zu übernehmen und es nach Deutschland zu überstellen . Nach Angaben von Cobra-Sprecher Oberst Walter Weninger war die Maschine zuvor auf dem Flugplatz von Haßfurt in Bayern in Richtung Ungarn gestartet. Sie war im dichten Nebel - offenbar bei der Suche nach einem Landeplatz - auf das Dach der Cobra-Zentrale bei Wiener Neustadt gestürzt und sofort in Flammen aufgegangen. Die Maschine brannte vollständig aus.

Nach Angaben Weningers sind heute Morgen unter anderem Experten der in Ungarn hergestellten Maschine am Unglücksort eingetroffen. Offenbar hatte der Pilot versucht, in letzter Minute das Fallschirm-Rettungssystem des Kleinflugzeugs auszulösen. Jedoch ohne Erfolg, der leere Schirm wurde neben dem Gebäude an einer Mauer hängend gefunden. Bei dem Unglück wurde keiner der etwa 20 Polizisten in dem Gebäude verletzt. Die zur Bekämpfung von Terror und Gewaltkriminalität ausgebildeten Beamten hätten bei dem Explosionsknall zunächst an eine Übung gedacht.