Soziale Netzwerke Vernetzen kann verletzenSeite 2/2
Viertens: Bilder und Videos werden bei allen Netzwerken in die Profile verlinkt. Dadurch seien sie auch von außen zugänglich. Keine der Plattformen verändere die URL solcher Mediadaten. Sei sie bekannt, könnten sie direkt angesteuert werden. Die experimentelle Suchmaschine "Polar Rose" beispielsweise kann solche URLs finden, die Bilder zeigen, und versucht, ihnen Namen zuzuordnen.
Fünftens: Problematisch sei teilweise auch der Umgang mit gelöschten Profilen. Bei MySpace, StudiVZ, Wer-kennt-wen und LinkedIn sei das Löschen einfach und vollständig. Bei Xing und den Lokalisten sei es aufwändiger und bei Facebook gar nicht erst vorgesehen. Dort könne das Profil nur deaktiviert werden. Wenn gelöscht werde, dann geschehe das bei fast allen vollständig, also auch mit Foreneinträgen oder Blogkommentaren. "Nicht so gründlich sind StudiVZ und Wer-kennt-wennt, bei denen die Daten nur durch Austausch des Autorennamens eingeschränkt anonymisiert werden. Bei Xing entfällt selbst dieser Austausch des Namens."
Fazit: "Hinsichtlich des Privatsphärenschutzes konnte keiner der getesteten Dienste überzeugen." Noch den besten Eindruck hatten die Forscher von Facebook, den schlechtesten von den Lokalisten. Die beschwerten sich umgehend via Pressemitteilung, wie hier die taz blogt.
Wie gut oder schlecht ein Soziales Netzwerk auch sein mag, das Fraunhofer Institut empfiehlt beim Bewegen darin grundsätzlich Vorsichtsmaßnahmen. Beispielsweise sollten immer die Zugriffskontrollen überprüft und genutzt werden. Auch sei wichtig, für private und geschäftliche Kontakte verschiedene Anbieter zu verwenden. Eine Vermischung könne vor allem mit potenziellen Arbeitgebern Probleme bringen.
Wer auf die Kontakte aus den Netzwerken nicht verzichten will, deren Datenschutzmaßnahmen aber nicht traut, kann auch selbst etwas tun. So zum Beispiel. Doch könnte das Probleme geben. Noch einmal die Studie: "Allerdings verstößt diese Praxis bei vielen Anbietern gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und kann zum Ausschluss aus dem Dienst führen."
Update: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat vor drei Tagen auf einer internationalen
Konferenz
mehr Schutz für die User solcher Netzwerke gefordert. "Wir wollen auf keinen Fall die Verantwortung auf die Nutzer abwälzen. Betreiber dieser Netzwerke und Regierungen müssen sich auch verantwortlich zeigen", sagte Schaar.
- Datum 09.06.2009 - 16:47 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Hallo!
Dass Xing als Businessnetzwerk die größte Datensicherheit bietet, erscheint sehr logisch, da die Firmen-Kontakt-Daten auch am wertvollsten sind und im Normal zu 100% richtig angegeben sind.
Dass die großen Social Networks wie Facebook, Jappy, Wer-kennt-Wen versuchen, möglichst viele Daten ihrer Mitglieder zu sammeln ist auch klar, weil dadurch die Social Networks wachsen.
Aber mich würde interessieren, wie es bei kleineren Socialen Netwerken wie z.b. ednetz ( http://www.ednetz.de ) aussieht. Ich nutze gerne die kleinen Netzwerke, da die nicht so überlaufen sind.
liebe Grüße aus München
Sebastian
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