Vor dem Bildungsgipfel "Katastrophaler Wildwuchs"
Der Philologenverband beklagt einen dramatischen Lehrermangel in Mathematik und Naturwissenschaften. Ein Interview mit dem Vorsitzenden Heinz-Peter Meidinger

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Unterrichtsausfall: In Deutschland fehlen Tausende Lehrer
ZEIT ONLINE : Herr Meidinger, Sie beklagen einen problematisch großen Lehrermangel in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, den sogenannten MINT-Fächern. Welche Folgen hat dieser Mangel schon jetzt?
Heinz-Peter Meidinger : An vielen Schulen wird bereits bis zur Hälfte der Unterrichtsstunden in diesen Fächern von Kräften unterrichtet, die keine pädagogische Ausbildung haben oder fachlich dafür nicht ausgebildet sind. Dadurch sinkt die Qualität des Unterrichts. Durch den Unterrichtsausfall werden die Lehrplanziele oft nicht erreicht, im schlimmsten Fall bis zum Ende der Schulzeit nicht. Diese Missstände werden sich, falls nicht massiv gegengesteuert wird, mit Sicherheit auch in den Pisa-Ergebnissen von 2009 niederschlagen. Wir werden in Mathematik und Naturwissenschaften wieder an Boden verlieren.
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbands
ZEIT ONLINE : Nun ist das Problem ja schon seit Jahren bekannt. Warum wurde verschlafen, es rechtzeitig anzugehen?
Meidinger : Als die Lehrerarbeitslosigkeit Mitte und Ende der neunziger Jahre ein großes Thema war, hätte man massiv Lehrer anwerben müssen. Man hat damals keinen Mut dazu gehabt. Angesichts Tausender arbeitsloser Lehrer lag nahe, dass so ein Vorstoß in der Öffentlichkeit nicht verstanden würde. Umgekehrt werden wir in ein paar Jahren wieder einen deutlichen Lehrerüberschuss in Sprachen, Sozialwissenschaften, Geschichte und Erdkunde haben, weil die Zahl der Studienanfänger in diesen Fächern stark angestiegen ist. Der Lehrermangel in den MINT-Fächern wird bleiben.
ZEIT ONLINE : Warum fehlen so viele Lehrer in diesen Fächern?
Meidinger : Zum einen gehen viele Lehrer in Pension. Zum anderen sind durch den Wirtschaftsboom in den vergangenen Jahren viele Lehramtsstudenten und sogar ganze Mathematik-Seminare in die Wirtschaft abgewandert, statt an die Schulen zu gehen. Die Verdienstmöglichkeiten und Perspektiven sind dort einfach besser. Man muss bedenken, dass Lehramtsabsolventen nach dem Studium als Referendare erst einmal zwei Jahre für rund 1000 Euro im Monat arbeiten müssen.
ZEIT ONLINE : Wie könnte man dem Lehrerberuf wieder zu mehr Attraktivität verhelfen?
- Datum 21.10.2008 - 19:20 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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" Wenn Studenten die uni nicht mehr wechseln können " Hört sich nicht grade so an als ob es ein Vorschlag wäre oder als ob er glaubt das das nicht passieren kann.
Warum tut man eigentlich nicht Jetzt etwas befor es zu spät ist soder verläst sich drauf das es in 1-2 Jahren ja eh krachen wird. Es ist fast wie die Börse kaum sieht man das proble sagen alle das es bald eh zusammenbrechen wird und man sich also das Regeln Sparen kann.
Wie Wäre es z.B. mal mit einem Neuen Ansatz ? MEHR GELD FÜR BILDUNG ? villeicht sollte man den Politikern mal sagen das mir mehr Geld auch höhere Lehrergehälter möglich wären und bessere Ausstattung der Schulen und so eine bessere Ausbildung für die Jugent. Villeicht sollte an den zusammenbrechenden Banken das Geld weider wegnehmen und das komplette Paket in die Bildung steken. Ok einige Banken brechen dann wohl zusammen, oder auch nicht da die Manager es nicht wollen da sie sonst keine abfindung kriegen. Aber man Hätte in der zukunft besser geschulter Personal was eine Wiederhohlung verhinder könnte.
[SATIRE] ( aber gut versteckt )
"Problematisch wäre es sicherlich, wenn der Staat Lehrer unterschiedlich besolden würde, wenn beispielsweise ein Mathematiklehrer mehr verdienen würde als ein Deutschlehrer."
Ja, und warum denn? Wenn alle immer sagen "Mathe find ich scheisse" dann muss man den wenigen Helden, die trotzdem Mathe machen, eben einfach viel mehr bezahlen. Kunst und Literatur machen die Leute doch freiwillig.
Ohne bessere Bezahlung gibt's eben keine Mathematiker !! Jeder will gerne gute Mathematiker haben, weil die so schlau sind und auch noch rechnen können - gell?
Leute, studiert Mathe, das ist ne feine Sache:
- ungefährliche Arbeit (nichts explodiert oder stürzt ein)
- relaxte Arbeit (sitzt unter'm Apfelbaum, trinkt Wein und "denkt")
- leichte Arbeit (man muss nur ein bisschen besser sein als der Durchschnitt)
- super Ansehen (erzählen Sie mal, dass Sie Mathematiker sind - Sie werden
staunen)
- gut bezahlt (Einstiegsgehalt bis zu 100 000 € /Jahr)
- beste Zukunftsaussichten (siehe Interview)
Beste Grüsse von
AJ
Aber da an den Schulen auf Mathematik ja sowie so zuwenig Wert gelegt wird. Wird Deutschland bald seine Ingeneure und Mathematiker aus Indien/Russland importieren und die eigenen an das Ausland verlieren.
Aber da an den Schulen auf Mathematik ja sowie so zuwenig Wert gelegt wird. Wird Deutschland bald seine Ingeneure und Mathematiker aus Indien/Russland importieren und die eigenen an das Ausland verlieren.
Wenn die Not angeblich so groß ist, warum gibt man dann Seiteneinsteigern nicht einen bessere Chance?
Als diplomierter Naturwissenschaftler wird Mathematik noch nicht einmal für Sekundarstufe I als zweites Fach anerkannt. Man müsste also Scheine an der Uni nachholen, zusätzlich zu den pädagogischen Qualifikationen. Zudem schließen die meisten Stellenausschreibungen explizit Seiteneinsteiger aus.
Wenn man z.B. das brachliegende Potenzial von vielen Frauen nach der Erziehungsphase, die gerne wieder arbeiten möchten, nicht nutzen will, dann darf man sich auch nicht beschweren.
... Quereinsteiger mit Frauen nach der Babypause zu tun?
... Quereinsteiger mit Frauen nach der Babypause zu tun?
... Quereinsteiger mit Frauen nach der Babypause zu tun?
Als Beispiel nannte ich Frauen mit der entsprechenden fachlichen Qualifikation, die entweder nie berufstätig waren, oder aus privaten Gründen lange ausgesetzt haben, aber gerne ihr Wissen weitergeben würden. Davon würden doch beide Seiten profitieren.
Als Beispiel nannte ich Frauen mit der entsprechenden fachlichen Qualifikation, die entweder nie berufstätig waren, oder aus privaten Gründen lange ausgesetzt haben, aber gerne ihr Wissen weitergeben würden. Davon würden doch beide Seiten profitieren.
Als Beispiel nannte ich Frauen mit der entsprechenden fachlichen Qualifikation, die entweder nie berufstätig waren, oder aus privaten Gründen lange ausgesetzt haben, aber gerne ihr Wissen weitergeben würden. Davon würden doch beide Seiten profitieren.
Solange ein Mathematik-, Physik-, Chemielehrer genau soviel verdient wie ein Deutsch- oder Geschichtslehrer wird sich das auch nicht ändern.
Die fehlenden Kräfte haben halt bessere Altenativen und der Markt hat kein Mitleid mit Geisteswissenschaften ausser der Mathematik.
Aber da an den Schulen auf Mathematik ja sowie so zuwenig Wert gelegt wird. Wird Deutschland bald seine Ingeneure und Mathematiker aus Indien/Russland importieren und die eigenen an das Ausland verlieren.
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