Kreditkartenschulden
Die nächste Blase
Weil viele Amerikaner ihre Kreditkarten-Rechnungen nicht mehr bezahlen können, drohen der Finanzbranche in den USA neue Milliarden-Ausfälle

© Tim Boyle/Getty Images
Leben auf Pump: Wegen der Wirtschaftskrise und gestiegener Arbeitslosigkeit können viele Amerikaner nun auch ihre Kreditkartenrechnungen nicht mehr bezahlen
Sie gehören zum Alltag wie der morgendliche Kaffee aus dem Pappbecher. Mindestens eine Kreditkarte steckt in fast jedem Geldbeutel der Amerikaner, meistens sogar gleich mehrere. Mit dem Plastikgeld zahlen sie so gut wie all ihre Ausgaben, die sich auf rund 10 Billionen Dollar im Jahr summieren: Möbel, Reisen, Einkäufe, Centbeträge im Copyshop und – wenn es nicht mehr anders geht – auch ihre Hypotheken-Raten.
Doch wegen der Finanzkrise und der lahmenden Konjunktur können viele Amerikaner ihre Kreditkartenrechnung nun nicht mehr bezahlen. Eine Entwicklung, die bei Banken und den Kartenanbietern zu neuen Verlusten führt. Die Kreditkartenbranche, so fürchten Marktbeobachter, könnte der nächste Dominostein sein, der umfällt.
Seitdem die Banken nur noch sehr zögerlich Kredite vergeben, ist die Kreditkarte für viele Amerikaner die einzig verbliebene Geldquelle. Aber die Finanzkrise ist mittlerweile in der Realwirtschaft angekommen und hat die Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit fünf Jahren hochschnellen lassen.
Die Folgen hat Anfang der Woche bereits das Kreditkartenunternehmen American Express zu spüren bekommen: Der Anteil nicht bedienter Kreditkartenrechnungen war von Juli bis September mit 5,9 Prozent fast doppelt so hoch wie noch vor einem Jahr. Rund 4 Prozent der Rechnungen sind seit mehr als 30 Tagen fällig – vor einem Jahr waren es nur 2,4 Prozent.
Dabei steht der Branchenriese in dem Ruf, seine Kreditkarten nur an zahlungsfähige Kunden zu vergeben. "Dass auch American Express von Ausfällen betroffen ist, zeigt, wie hoch der Druck auf die Konsumenten ist", sagt Emily Davidson, Kreditkartenexpertin des Verbraucherportals credit.com. Auch Bank-of-America-Chef Kenneth Lewis warnte bei der Vorstellung der Quartalszahlen Anfang Oktober, dass es angesichts der drohenden Rezession nun nicht mehr nur um faule Hypothekenkredite gehe, sondern um Zahlungsausfälle an allen Fronten.
Experten gehen davon aus, dass sich die Lage weiter verschärfen wird. "Was die Ausfälle bei Kreditkartenzahlungen angeht, stehen wir erst ganz am Anfang", sagt Scott Hoyt, Ökonom bei Moody`s Analyse- und Beratungsdienst economy.com. Er rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit das ganze nächste Jahr hindurch steigen und deshalb auch die Anzahl der nicht gezahlten Kreditkartenrechnungen in die Höhe treiben wird.
- Datum 4.5.2009 - 10:07 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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jetzt kommt das dicke Tauende für die Menschen die sehr Konsumorientiert waren, weil sie den Versprechen der Bank geglaubt haben. Mehr denn je gilt, das Geld was ich nicht habe sollte ich im Normalfalle auch nicht durch Kredite ausgeben. Es sei denn unsere gesamt Wirtschaftslage ist stabil. Allerdings wer nicht wagt, der auch nicht gewinnt!
Drum prüfe sich jeder selbst und horch nach innen, ob mans wagen kann. Meistens liegt man so richtig.
hier sehen wir deutlich - nun leider war der artikel nicht wirklichdeutlich sondern eher andeutetnd - dass die bisherigen "rettungs" aktionen von staatlicher seite keine rettung war . weitere kommentare dazu hier
Tja, das war seit Monaten absehbar, dass die Amis zuerst die Miete und Zinsen nicht bezahlen können, dann die Kreditkartenrechnung und zu guter letzt wird er auch die Rate seines geliebten SUV nicht mehr bezahlen können. Und so wie's aussieht könnte auch bei den Geschäftskrediten noch einiges im Argen liegen.
Auslöser ist auch da die Gier der Banken. Zuerst lockt man alle mit günstigen Hypotheken, Krediten und Leasing-Angeboten (Greenspan) und erhöht dann dreist die Zinsen da diese viel zu tief seien (Bernanke). Das er damit innert weniger Monate das ganze Volk, die Wirtschaft und sich selbst ruiniert ist natürlich Pech.
Aber auch die europäischen Banken halten sich für besonders schlau, erkennen den Fehler und werden ihn natürlich trotzdem nachäffen ... wie immer. Die Leitzinssenkung der EZB wurde natürlich nicht an den Konsumenten weitergegeben sondern man erhöht sich kurzerhand die Margen. Obwohl die EZB doch eigentlich klar mitgeteilt hat, dass dies auch als Hilfe für die breite Masse gedacht sei. Doch schon bald wird wieder behauptet man müsse die Zinsen erhöhen um die Inflation zu bekämpfen, sieht aber keinen Grund den Menschen die Teuerung auszugleichen.
An den Hochschulen dieser Welt wird, auf jeden Fall was den Finanzsektor anbelangt, offenbar nur noch absoluter Schrott gelehrt. Was diese Herren noch immer nicht verstehen kann ihnen jede Hausfrau aus dem Stand erklären. Denn die muss das wissen ... denn ihr wird der Staat sicherlich nicht vorauseilend unter die Arme greifen.
ist die Gier der Konsumenten. Ein Darlehen ohne Zinsbindung ist ebenso Spekulation wie der Kauf von Derivaten.
Man kann sicher viel über Auslöser spekulieren... aber auf breiter Basis ist sicher die Auffassung konsensfähig, dass die Notenbanken bisher offensichtlich nicht so recht wussten, welche Auswirkungen ihre Leitzinsspielereien haben.
Gefährlich sind sicherlich vor allem abrupte Leitzinsänderungen (wie übrigens auch abrupte Politikänderungen im allgemeinen). Sie untergraben die Planungssicherheit von Konsumenten und Unternehmen.
Natürlich ist das von den Verantwortlichen auch irgendwie - ich unterstelle unbewusst - gewollt. Es soll sich ja nur niemand häuslich einrichten, das Wirtschaftsgeschehen könnte schließlich zum Stillstand kommen. Das kann man prinzipiell verstehen, aber es ist und bleibt trotzdem ein Spiel mit dem Feuer. Der bisherige Kompromiss zwischen Veränderung und Stabilität ist offenbar suboptimal.
mit etwas Realitaet zu begluecken, hier ein Hinweis, der vielleicht hilft.
Well, ich weiss nicht ob die Frenzy sich schon selbstaendig gemacht hat.
Nichtdestotrotz.
Die heutige Wall Street Journal hat einen bemerkenswerten Artikel mit der Ueberschrift:
"Mortgage Prospects Dim for Illegal Immigrants."
Illegal Immigrants, sind solche, die illegal ueber die mexikansiche Grenze gekommen sind, eine suedamerikanische Spezialitaet, oder solche, die schlicht nicht heimgehen, nachdem ihr Visum abgelaufen ist, eine europaeische und asiatische Spezialitaet. 20 Mio sind inzwischen schaetzungsweise in der US von dieser Sorte.
Einige Zahlen:
Die Suprime (variable and teaser rate) mortgages sind etwa 10 Prozent vom gesamten mortgage Markt von etwa 100 Mio, die anderen 90 Prozent sind fixed Mortgages, die hier nicht erscheinen im Problem.
Von den Subprimes sind etwa 9.3 Prozent deliqwuent, aber interessanterweise nur 0.5% der der mortgages an Illegals.
Daraus laesst sich eine ganze Meng schliessen. Die Banken haben in Massen Mortgages gegeben an Leute, die illegal in der USA sind, also irgendwann deportiert werden. Diese sind aber sehr puenkltich beim Zahler.
Etwa eine Million, also 1 Prozent der Mortgages sind delinquent. Das ist nur unwesentlich mehr als zu normalen Zeiten.
Wenn man, wie Sie in solchen hohen Toenen das Lied des Selbstgerechten singt, dann sollten Sie sich diese Zahlen mal durch den Kopf gehen lassen.
Sie werden feststellen, dass Sie ueber ein Nichtproblem mit dem Brustton der Uberzeugung Unsinn reden.
Das Problem ist woanders. Habe ich irgendwo hier erklaert. Versuchen Sie's zu finden,. wenn Sie's interessiert. Stichwort ist "securitized mortgage packages".
ist die Gier der Konsumenten. Ein Darlehen ohne Zinsbindung ist ebenso Spekulation wie der Kauf von Derivaten.
Man kann sicher viel über Auslöser spekulieren... aber auf breiter Basis ist sicher die Auffassung konsensfähig, dass die Notenbanken bisher offensichtlich nicht so recht wussten, welche Auswirkungen ihre Leitzinsspielereien haben.
Gefährlich sind sicherlich vor allem abrupte Leitzinsänderungen (wie übrigens auch abrupte Politikänderungen im allgemeinen). Sie untergraben die Planungssicherheit von Konsumenten und Unternehmen.
Natürlich ist das von den Verantwortlichen auch irgendwie - ich unterstelle unbewusst - gewollt. Es soll sich ja nur niemand häuslich einrichten, das Wirtschaftsgeschehen könnte schließlich zum Stillstand kommen. Das kann man prinzipiell verstehen, aber es ist und bleibt trotzdem ein Spiel mit dem Feuer. Der bisherige Kompromiss zwischen Veränderung und Stabilität ist offenbar suboptimal.
Die Banken und Kreditkartenunternehmen sind nicht alleine schuld. Bei der Kredit-Blase sicher zum größeren Teil aber bei der Kreditkarten-Blase nur zum geringeren Teil. Es ist sicherlich richtig, dass die amerikanischen Unternehmen mit der Vergabe der Karte großzügiger sind, aber Nachdenken muss jeder für sich selbst. Wie bei den Hypotheken-Krediten muss ich mir darüber im klaren sein, dass eine Finanzierung von 180% (in der der Hoffnung dass das Objekt in zwei Jahren doppelt so viel wert ist) dem Kauf eines Futures entspricht. Ähnlich ist es bei Kreditkarten. Das Gehalt unterliegt nun mal nicht der Budget-Planung. Ich kann nicht zu meinem Chef gehen und sagen, dass ich im nächsten Monat Ausgaben von 18.000 € plane und deshalb eine entsprechende Gehaltserhöhung brauche. So aber verhalten sich sehr viele Kreditkarten-Inhaber - Es wird schon gutgehen. Nun steht fest, dass es nicht gutgehen wird.
Wurde uns die USA in den vergangenen Jahren nicht immer als leuchtendes Vorbild verkauft? Wurde nicht in D seitens der Vertriebsvorstände die Kaufunlust der deutschen Sparhansel bejammert und beklagt? Galten die Konsumenten in D nicht immer als Geizkragen? Und war es nicht so, dass in den USA - sie galten immer als Inbegriff der 'Eigenvorsorge' und der 'Eigenverantwortung' und der 'Freiheit' - die Kreditverkäufer dazu angehalten wurden, jeden Monat und jedes Jahr noch mehr Kreditverträge abzuschließen, da derjenige, der kein Wachstum generierte, sehr schnell die Übernahme, Filetierung und Abwicklung drohte?
Wo sind eigentlich die Herren Sinn und Konsorten? Wo ist das INSM, der Konvent für Deutschland und wie die Lobbyistenvereinigungen noch alle hießen? Von ihnen hört man heute nichts mehr - ausser dröhnendem Schweigen.
Ich kann nicht zu meinem Chef gehen und sagen, dass ich im nächsten Monat Ausgaben von 18.000 € plane und deshalb eine entsprechende Gehaltserhöhung brauche. So aber verhalten sich sehr viele Kreditkarten-Inhaber - Es wird schon gutgehen. Nun steht fest, dass es nicht gutgehen wird. Zitat Ende.Ich sag nur eisn Rettungsplan von 500 MIA es wird , nein es muß gutgehen !!
Geld braucht man, wenn man es nicht hat.
Kredit hat man, wenn man ihn nicht braucht.
Die Kreditkarte braucht man, wenn man kein Geld hat, aber Kredit.
Ein Problem hat man, wenn man weder Geld, noch Kredit hat.
Das wird dann sinnigerweise Blase genannt.
Kreditkarten-Blase.
Bisher hatte ich nur dann ein Problem, wenn die Blase voll und die Toilette fern war.
Kreditkarten-Blase ist als Bild und von der Begrifflichkeit her falsch.
Es handelt sich um ein Geld-Vakuum.
Im Gegensatz zu einem Geld-Luftballon, der platzen kann, ist da jetzt nicht mal mehr Luft drin, sondern nichts. Gar nichts.
Wurde uns die USA in den vergangenen Jahren nicht immer als leuchtendes Vorbild verkauft? Wurde nicht in D seitens der Vertriebsvorstände die Kaufunlust der deutschen Sparhansel bejammert und beklagt? Galten die Konsumenten in D nicht immer als Geizkragen? Und war es nicht so, dass in den USA - sie galten immer als Inbegriff der 'Eigenvorsorge' und der 'Eigenverantwortung' und der 'Freiheit' - die Kreditverkäufer dazu angehalten wurden, jeden Monat und jedes Jahr noch mehr Kreditverträge abzuschließen, da derjenige, der kein Wachstum generierte, sehr schnell die Übernahme, Filetierung und Abwicklung drohte?
Wo sind eigentlich die Herren Sinn und Konsorten? Wo ist das INSM, der Konvent für Deutschland und wie die Lobbyistenvereinigungen noch alle hießen? Von ihnen hört man heute nichts mehr - ausser dröhnendem Schweigen.
Die heimische Nachfrage lahmt; gerade die Autokonkunjtur stürzt gerade ab und damit die Binnenkonjunktur und schon hört man von verschiedenen Seiten, ES MUSS EIN KONJUNKTURPROGRAMM HER.ZB BILLIGE KREDITE AUF AUTOS Das ist genau so wie im Amiland
Die heimische Nachfrage lahmt; gerade die Autokonkunjtur stürzt gerade ab und damit die Binnenkonjunktur und schon hört man von verschiedenen Seiten, ES MUSS EIN KONJUNKTURPROGRAMM HER.ZB BILLIGE KREDITE AUF AUTOS Das ist genau so wie im Amiland
Das beste Konjunkturprogramm wäre eine sofortige Senkung der Mehrwertsteuer um 4 bis 5 Prozentpunkte. Das würde die Binnennachfrage nachhaltig steigern, das würde auch für Arbeitsplätze sorgen. Aber zu solch einem Schnitt traut sich wiederum niemand...
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