Kritik am Bildungsgipfel "Eine herbe Enttäuschung"
Mutlos, vage, resigniert: Bund und Länder wollen mit Milliarden Bildung und Forschung fördern. Doch ihre Vereinbarung reiche nicht aus, sagen Politiker, Forscher und Lehrer. Nur die CDU lobt die Beschlüsse
Die Ergebnisse des Bildungsgipfels von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sind auf zum Teil scharfe Kritik gestoßen. Vor allem SPD-Politiker zeigten sich unzufrieden. Sie vermissen konkrete Vereinbarungen und Finanzierungszusagen. Kritik kam aber auch vom Deutschen Lehrerverband und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Hingegen begrüßten CDU-Politiker die Ergebnisse des Gipfels.
Merkel und die Länderregierungschefs hatten sich am Montag darauf verständigt, dass die Ausgaben für Bildung und Forschung bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöht werden sollen. Derzeit werden für Bildung 6,2 und für Forschung 2,7 Prozent ausgegeben. Umstritten ist noch, welchen Anteil davon der Bund und welchen Betrag die Länder übernehmen sollen.
Vereinbart wurde ferner, den milliardenschweren Bund-Länder-Hochschulpakt zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze und zur Verbesserung der Hochschulforschung über 2012 hinaus bis 2020 zu verlängern. Weitere Vereinbarungen betreffen Sprachkurse für Migrantenkinder und benachteiligte Jugendliche, verbindliche Sprachtests vor der Einschulung, die Halbierung der Abbrecherzahlen in Schule und Lehre durch mehr vorbeugende Hilfen sowie nachträgliche Bildungschancen für Arbeitslose.
Die SPD-Bildungspolitiker Jörg Tauss und Christel Humme bedauerten, dass das Gipfel-Papier "in weiten Teilen eine Sammlung vager Zielformulierungen, politischer Absichtserklärungen und abermals vertagter Entscheidungen" enthalte. Die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel und ihr Stellvertreter Ralf Höschele sagten ebenfalls, die Ergebnisse enthielten "viel bereits längst Beschlossenes, viele unkonkrete Absichtserklärungen und nur wenige neue Maßnahmen".
Die Bundesvorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung, Eva-Maria Stange, kommentierte: "Als Tiger gestartet, als Bettvorleger gelandet - dieser Bildungsgipfel bleibt am Ende eine herbe Enttäuschung." Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) kritisierte vor allem, dass es noch keine Einigung zur Finanzierung gebe. Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschef Erwin Sellering (SPD) monierte eine mangelnde Unterstützung des Bundes für Kinder aus armen Familien.
Der Bildungsgipfel ändere nichts am eklatanten Lehrermangel an den Schulen, kritisierte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, in der Stuttgarter Zeitung . "Der Bildungsgipfel ist in der Geschichte eine unbedeutende Fußnote." Der Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Arend Oetker, bedauerte: "Bund und Länder zeigen sich mutlos. Sie haben das Ziel aufgegeben, mehr junge Leute zur Aufnahme eines Studiums zu motivieren."
Nur CDU-Politiker sahen den Bildungsgipfel als Erfolg an. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) wertete das Treffen als "zukunftsweisendes Signal". Auch Nordrhein-Westfalens Regierungschef Jürgen Rüttgers (CDU) sprach von einem "großen Fortschritt". Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau (CDU) betonte: "Meine Erwartungen sind erfüllt worden." Sein Amtskollege Henry Tesch (CDU) aus Mecklenburg-Vorpommern sagte, in Dresden seien Vereinbarungen getroffen worden, "die schon lange auf der Dringlichkeitsliste stehen und auf eine höhere Qualität in der Bildung abzielen".
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), erläuterte, viele Beschlüsse von Dresden seien von der KMK entwickelt worden. "Insofern haben sich die Bemühungen der Kultusministerkonferenz gelohnt." Der Präsident des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK), Georg Ludwig Braun, mahnte in der Rheinischen Post (Donnerstag), dass die guten Ideen des Gipfels nicht im Streit um die Finanzierung auf der Strecke bleiben dürften.
- Datum 23.10.2008 - 16:38 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 12
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:





Hat allen Ernstes jemand etwas Konkretes in diesem Förderalismusgeschwurbel erwartet? Lachhaft. Angela Merkel hat keine Autorität und die Landesfürsten machen was sie wollen. Typisch für unser Land. Solange es keine RICHTIGE Förderalismusreform gibt (vielleicht mal den Bildungsförderalismus abschaffen?), wird sich in diesem Land alles im Schneckentempo bewegen. Es sei denn, es kommt zu einer richtigen Krise, bei Landesbanken zu Beispiel. Oder es geht um das Umziehen der Bildungseliten ins Ausland. Da geht alles ganz fix...
Die Bildung ist ein nationales Gut und gehört in die Hand des Bundes. Die Landesfürsten ruinieren unsere Zukunft!
Was bei dieser Showveranstalzung rauskommen würde, war von vorneherein klar. Im Vorfeld werden mal flugs missliebige Studien zurückgehalten, ansonsten bleibt alles beim alten: Ideologisches Hickhack um Schulformen, Gebühren, Kompetenzen -BLAHBLAHBLAH. Für das einzige ,das wirklich fehlt, fühlt sich keiner zuständig: das Geld.
Dieu me pardonnera, c'est son metier.(Heine)
Kommentar 1 und 2: stimme euch vollkommen zu.
In dem Zusammenhang sollte das einzige Zitat innerhalb des Artikels erwähnt sein, welches auch zitierwürdig ist: "Der Bildungsgipfel ist in der Geschichte eine unbedeutende Fußnote."
Lächerlich wird es, wenn Politiker ein solches Treffen mit den Worten resümieren, es wäre ein "zukunftsweisendes Signal" oder ein "große[r] Fortschritt". Mit solchen leeren Phrase, die der politischen Scheinheiligkeit wegen fallen und ohnehin vorher schon feststanden, zeigt man in meinen Augen nur die geringe Wertschätzung dieses Themas, im Speziellen die geringe Wertschätzung einer Diskussion auf Bundesebene.
Jeder der Minister hält seinen Laden für den allerwichtigsten, hat die Weisheit der Bildung selbst mit Löffeln gegessen und lässt sich ja nicht von außen hereinreden. In einem ZEIT-Online Artikel las ich eine Aussage von Rüttgers, die sinngemäß lautete: der Bund solle ja nicht im Schatten der Bankenkrise das Grundgesetz ändern – Bildung ist Ländersache.
Mit welch einer Frechheit stellt sich dieser Mann dahin und stellt dieses inhaltslose Scheinargument als feste Tatsache dar?! Wenn die Motive der Minister auch nur teilweise etwas mit der inhaltlichen Debatte zu tun hätten, müsste man weniger aufgebracht sein. Da es aber einzig um Macht und Machtverlust geht und es am Ende die Bildung selbst ist, die unter der Machtverwaltungspolitik zu leiden hat, regt mich dieser Bildungsföderalismus derart auf. Würde die Bundesregierung der Bildung tatsächlich den Stellenwert zukommen lassen, von dem sie so gerne faselt, wäre Bildung seit langem nicht mehr Ländersache.
wurde auch Dresden einmal genannt, weil dort das TV-Wellen-Funkloch die Menschen vor den Informationen aus dem kapitalistischen Ausland bewahrte und ihnen den Glauben an die Segnungen des real-existierenden Funktionärssozialismus bewahrte.
Heute ist dieses Dresden erneut das Tal der Dummen. Nur scheint heute die Dummheit in den Köpfen der sogen. Kultusminister und der sogen. Bundeskanzlerin zu finden zu sein.
Glauben diese sogen. Elitemitglieder wirklich noch, es sei hier im Lande nicht bemerkt worden, dass Deuschland das Land Europas ist, in welchem seit der Eingliederung der Ostzone in die Bonner Republik die Entbildung und Verblödung der Kinder der unteren 2/3 unserer Bevölkerung das real-existierende Politikziel der sogen. Bildungspolitik ist.
Die moderne Variante des Feudalsystems, das wir heute hier in Deutschland haben, zeugt wie ehedem die Aufzucht der geistig-moralisch degenerierten Brut der angemassten Elite, die doch eigentlich nichts anderes ist als der sich autokratisch etablierende Finanzspekulationsfeudalismus. Dereinst legetimierte sich dieses Pack mit dem Argument der Gottgewolltheit des Adels und des Klerus.
Heute versucht das Pack seine Willkürherrschaft, die auf dem fast schon monopolistischen Kapitalbesitz gegründet ist, mit der Parole vom grundgesetzlichen Schutz des Eigentums zu legitimieren.
Beginnen wir also den Diskurs über die grundgesetzlichen Regeln, die sich mit dem Phänomen "Eigentum" befassen. Das heute von unserem Grossbesitzbürgertum proklamierte unbeschränkte Verfügungsrecht über ein verpflichtungsfreies Eigentum ist jedenfalls die Grundlage für die nicht mehr zu tolerierenden Lohndumping- und -wucherverhältnisse, die faktisch etablierten Sklavenhaltungsverhältnisse speziell im etablierten Sexerpressungs- und -missbrauchssystems. All diese Auswirkungen des von den Apologeten der INSM faktisch propagierten Besitzverhältnisse dienen der Befriedigung der pervertierten und degenerierten Süchte unserer Eliten hinsichtlich der Ausübung ihrer Allmachtsvisionen und Sexperversionen.
Dem Land nützt dieser Eigentumsbegriff nicht. Er schadet dem Land, er zerstört das Land und - in seiner Folge erzwingt er die heute grassierende
Totalisierung des Verblödungsbildungssystems, dem die wie mushruooms aufpoppenden Privatbildungsanstalten entsprechen. Diese Form von Elitesystem erzwingt eine Reaktion welche darin gipfeln wird, dass die Köpfe dieser Elitevertreter mit mechanischen Instrumenten von deren Torsi getrennt werden muss, um diesem Feudalismus erneut ein Ende zu bereiten.
Dresden hat man nicht ohne Grund als Ort für den Bildungsgipfel gewählt, denn die Damen und Herren Bildungspolitiker wissen nicht einmal ansatzweise, wie es an den Schulen und Hochschulen in unserem Lande aussieht. Aber was soll man schon von Parteien erwarten, in denen manche an Hand des Kontoauszugs den Intelligenzquotienten meinen ablesen zu können. Was jetzt in Dresden gefaselt und schwadroniert wird, hat nichts mit der Realität zu tun - nein, schlimmer noch:es erinnert ungeheuer stark an das Geschwafel früherer SED-Parteitage, bei denen eine ahnungslose Funktionärsavantguarde (so nannte sich ja die selbsternannte Elite im Real Existierenden Sozialismus) nicht vorhandene Erfolge in der Planübererfüllung feierte.
Hierzu zwei Witze aus der früheren DDR:
1. Witz
Warum kommt der Sozialismus nur langsam voran? Weil 99% des produzierten Dampfes nicht in die Produktion fließen, sondern zur Betätigung der Dampfpfeife benützt werden.
2. Witz
Im Fünf-Jahresplan wurde von den Genossen in der Planungsgruppe die Produktion von 1 Million Watt Glühbirnen beschlossen. Das Kombinat VEB Glühbirnen stellte daraufhin eine Glühbirne von 1 Million und 1 Watt her. Damit war der Fünfjahresplan schon am ersten Tag nach Inkrafttreten des Fünfjahresplans übererfüllt. Alle Arbeiter und Funktionäre des kombinats VEB Glühbirnen wurden vom Genossen Minister als Helden der Arbeit ausgezeichnet und alle Glühbirnenwerke bis zum Inkrafttreten des neuen Fünfjahres-Plans geschlossen.
Kommt doch irgendwie bekannt vor - oder?
Dresden hat man nicht ohne Grund als Ort für den Bildungsgipfel gewählt, denn die Damen und Herren Bildungspolitiker wissen nicht einmal ansatzweise, wie es an den Schulen und Hochschulen in unserem Lande aussieht. Aber was soll man schon von Parteien erwarten, in denen manche an Hand des Kontoauszugs den Intelligenzquotienten meinen ablesen zu können. Was jetzt in Dresden gefaselt und schwadroniert wird, hat nichts mit der Realität zu tun - nein, schlimmer noch:es erinnert ungeheuer stark an das Geschwafel früherer SED-Parteitage, bei denen eine ahnungslose Funktionärsavantguarde (so nannte sich ja die selbsternannte Elite im Real Existierenden Sozialismus) nicht vorhandene Erfolge in der Planübererfüllung feierte.
Hierzu zwei Witze aus der früheren DDR:
1. Witz
Warum kommt der Sozialismus nur langsam voran? Weil 99% des produzierten Dampfes nicht in die Produktion fließen, sondern zur Betätigung der Dampfpfeife benützt werden.
2. Witz
Im Fünf-Jahresplan wurde von den Genossen in der Planungsgruppe die Produktion von 1 Million Watt Glühbirnen beschlossen. Das Kombinat VEB Glühbirnen stellte daraufhin eine Glühbirne von 1 Million und 1 Watt her. Damit war der Fünfjahresplan schon am ersten Tag nach Inkrafttreten des Fünfjahresplans übererfüllt. Alle Arbeiter und Funktionäre des kombinats VEB Glühbirnen wurden vom Genossen Minister als Helden der Arbeit ausgezeichnet und alle Glühbirnenwerke bis zum Inkrafttreten des neuen Fünfjahres-Plans geschlossen.
Kommt doch irgendwie bekannt vor - oder?
Dresden hat man nicht ohne Grund als Ort für den Bildungsgipfel gewählt, denn die Damen und Herren Bildungspolitiker wissen nicht einmal ansatzweise, wie es an den Schulen und Hochschulen in unserem Lande aussieht. Aber was soll man schon von Parteien erwarten, in denen manche an Hand des Kontoauszugs den Intelligenzquotienten meinen ablesen zu können. Was jetzt in Dresden gefaselt und schwadroniert wird, hat nichts mit der Realität zu tun - nein, schlimmer noch:es erinnert ungeheuer stark an das Geschwafel früherer SED-Parteitage, bei denen eine ahnungslose Funktionärsavantguarde (so nannte sich ja die selbsternannte Elite im Real Existierenden Sozialismus) nicht vorhandene Erfolge in der Planübererfüllung feierte.
Hierzu zwei Witze aus der früheren DDR:
1. Witz
Warum kommt der Sozialismus nur langsam voran? Weil 99% des produzierten Dampfes nicht in die Produktion fließen, sondern zur Betätigung der Dampfpfeife benützt werden.
2. Witz
Im Fünf-Jahresplan wurde von den Genossen in der Planungsgruppe die Produktion von 1 Million Watt Glühbirnen beschlossen. Das Kombinat VEB Glühbirnen stellte daraufhin eine Glühbirne von 1 Million und 1 Watt her. Damit war der Fünfjahresplan schon am ersten Tag nach Inkrafttreten des Fünfjahresplans übererfüllt. Alle Arbeiter und Funktionäre des kombinats VEB Glühbirnen wurden vom Genossen Minister als Helden der Arbeit ausgezeichnet und alle Glühbirnenwerke bis zum Inkrafttreten des neuen Fünfjahres-Plans geschlossen.
Kommt doch irgendwie bekannt vor - oder?
Hier scheint die Idee vozuherrschen, man müsse das Bildungswesen nur genug zentralisieren, dann werde schon alles gut. Ich teile diese Auffassung nur bedingt.
Zum einem ist Masse ja nicht gleich Klasse. Nur weil die Vorgaben in Zukunft aus Berlin kämen, statt aus Wiesbaden oder Kiel, müssen sie nicht unbedingt besser sein. In den Kultusministerien der Länder sitzen nicht deshalb automatisch inkompetente Leute, weil es sich dabei um Landesbehörden handelt. Falls man auf Bundesebene tatsächlich die genialen Ideen hat, was denn zu ändern wäre, dann braucht man sich auch jetzt schon damit nicht zurück zu halten. Bisher war von solchen Ideen aber auf keiner Ebene etwas zu hören.
Zum zweiten muss die Lösung der gesamtdeutschen Bildungsmisere letztlich vor Ort erfolgen. An den Schulen, in den Klassenräumen. Nur sind diese zurzeit so sehr von widersteitenden interessen und Problemfeldern mit Beschlag belegt, das eine solche Lösung so gut wie nicht möglich ist. Daran ändert auch die Frage nichts, wo und von wem denn die Vorgaben für Unterrichtsinhalte, pädagogische Vorgehensweise und Gliederung des Schulwesens erstellt werden. Ganz im Gegenteil. Mir drängt sich der Eindruck auf, diese Vorgaben werden um so wirklichkeitsfremder, je weiter die Verantwortlichen vom Geschehen entfernt sind (räumlich und verwaltungstechnisch).
Letztlich kann man auch nicht alle Regionen über einen Haufen werfen. Eine Schule in Hamburg-Wilhelmsburg hat vermutlich ganz andere Strukturen und Probleme als eine in den ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts. Diese unterscheidet sich wiederum von einer in Oberbayern. Wenn man nur noch Neu-Köllner Grundschulen vor Augen hat, ist den anderen damit garantiert nicht geholfen.
der Förderalismus ist nicht der eigentliche Grund des Scheiterns unseres Bildungssystems. Gäben die Landesregierungen den Schulen die Möglichkeit auf die regionalen bzw. kommunalen Gegebenheiten angemessen zu reagieren, ihren Unterrichtsstil daran anzupassen, flexibel zu lehren, dann spräche nichts gegen den Förderalismus. Falsch ist vielmehr, dass Parteipolitik über Lernziele und Abschlussqualitäten hinaus bis ins Detail alles regeln will. Würde die Politik sich auf diese beiden Dinge beschränken und den Schulleitungen überlassen, wie sie den Weg dahin gehen, wie der Unterricht gestaltet wird, welche Lehrer eingestellt werden und welche Fortbildungen sie besuchen, so könnten die Schulen mit ihren Konzepten und Erfolgsquoten in einen gesunden Wettbewerb zueinander treten. Die Eltern/Schüler würden schon mit den Füßen abstimmen, welche Schule sie besuchen wollen. Die Schulen vor Ort haben viel bessere Möglichkeiten auf ihre jeweilige Schülerklientel mit ihrer Unterrichtsform zu reagieren, weil es da nun mal regional große Unterschiede gibt, wie Sie schon schreiben. Die Kultusministerien sind mit ihrer Parteipolitik viel zu weit von den Schulen entfernt, wollen aber alles bis ins Detail festlegen und kontrollieren. Dies führt zu Frust und Unwilligkeit unter Lehrern wie unter Schülern. Wettbewerb im Bildungswesen sollte nicht durch 16 Kultusministerien gewährleistet sein, sondern durch regionalen Wettbewerb der Schulen untereinander. Die Länder sollten sich darauf beschränken, finanzielle Mittel dergestalt zur Verfügung zu stellen, dass sie Schulen mit problematischerer Schülerklientel in z.B. Problemvierteln mehr unter die Arme greifen als z.B. gut ausgestatteten Schulen in den Provinzen. Dort, wo durch liberalere Politik bereits alternative Schul- und Unterrichtsformen entstanden sind oder an Privatschulen, wurden in vielen Fällen Erfolge erzielt, an die auf konservativem Weg nicht zu denken war. Es geht darum, die Schulen den Schülern anzupassen, was die Länderpolitiker betreiben ist vielfach genau das Gegenteil.
Die Bildungsvorgaben müssen endlich zentral für Deutschland geregelt werden. Die Leute wollen in ganz Deutschland (von der Welt mal ganz zu schweigen) studieren und arbeiten. Da kann es nicht sein, dass regionale Vorschriften gemacht werden (Sachsen-Anhalt, Lehrer), die andernorts nicht zur Arbeitserlaubnis reichen (Bayern). Die Zielvorgabe muss aus Berlin kommen. Abiturfächer, abzulegende Prüfungen für Lehrende, Lehrplanschwerpunkte etc. Wie die Schulen das erreichen, kann man ja ihnen überlassen, aber für alle deutschen Schüler müssen die Lernziele feststehen, damit die Universitäten und Betriebe endlich eine verlässliche Basis erhalten, um ihrerseits ihr Lehrtätigkeit zu koordinieren. Das würde auf der ganzen Schiene ein unglaubliche Verbesserung der Lehre nach sich ziehen. Und es würde fast NICHTS kosten. Denn Bildung hört nach der Schule nicht auf.
im Übrigen halte ich einen Wettbewerb in Schulen für blanken Unsinn. Die besten Schulen müssen die Richtlinie vorgeben und die anderen müssen mit Förderprogrammen auf diesen Stand gebracht werden. Wettbwerb verhindert Bildungsgleichheit. Denn mit den Füssen ("Autos") kann nur der Vermögende abstimmen. Dem Rest bleibt die Misere. Und gerade den sozial Schwachen muss mit guter Bildung das Rüstzeug gegeben werden, um aufzusteigen.
der Förderalismus ist nicht der eigentliche Grund des Scheiterns unseres Bildungssystems. Gäben die Landesregierungen den Schulen die Möglichkeit auf die regionalen bzw. kommunalen Gegebenheiten angemessen zu reagieren, ihren Unterrichtsstil daran anzupassen, flexibel zu lehren, dann spräche nichts gegen den Förderalismus. Falsch ist vielmehr, dass Parteipolitik über Lernziele und Abschlussqualitäten hinaus bis ins Detail alles regeln will. Würde die Politik sich auf diese beiden Dinge beschränken und den Schulleitungen überlassen, wie sie den Weg dahin gehen, wie der Unterricht gestaltet wird, welche Lehrer eingestellt werden und welche Fortbildungen sie besuchen, so könnten die Schulen mit ihren Konzepten und Erfolgsquoten in einen gesunden Wettbewerb zueinander treten. Die Eltern/Schüler würden schon mit den Füßen abstimmen, welche Schule sie besuchen wollen. Die Schulen vor Ort haben viel bessere Möglichkeiten auf ihre jeweilige Schülerklientel mit ihrer Unterrichtsform zu reagieren, weil es da nun mal regional große Unterschiede gibt, wie Sie schon schreiben. Die Kultusministerien sind mit ihrer Parteipolitik viel zu weit von den Schulen entfernt, wollen aber alles bis ins Detail festlegen und kontrollieren. Dies führt zu Frust und Unwilligkeit unter Lehrern wie unter Schülern. Wettbewerb im Bildungswesen sollte nicht durch 16 Kultusministerien gewährleistet sein, sondern durch regionalen Wettbewerb der Schulen untereinander. Die Länder sollten sich darauf beschränken, finanzielle Mittel dergestalt zur Verfügung zu stellen, dass sie Schulen mit problematischerer Schülerklientel in z.B. Problemvierteln mehr unter die Arme greifen als z.B. gut ausgestatteten Schulen in den Provinzen. Dort, wo durch liberalere Politik bereits alternative Schul- und Unterrichtsformen entstanden sind oder an Privatschulen, wurden in vielen Fällen Erfolge erzielt, an die auf konservativem Weg nicht zu denken war. Es geht darum, die Schulen den Schülern anzupassen, was die Länderpolitiker betreiben ist vielfach genau das Gegenteil.
Die Bildungsvorgaben müssen endlich zentral für Deutschland geregelt werden. Die Leute wollen in ganz Deutschland (von der Welt mal ganz zu schweigen) studieren und arbeiten. Da kann es nicht sein, dass regionale Vorschriften gemacht werden (Sachsen-Anhalt, Lehrer), die andernorts nicht zur Arbeitserlaubnis reichen (Bayern). Die Zielvorgabe muss aus Berlin kommen. Abiturfächer, abzulegende Prüfungen für Lehrende, Lehrplanschwerpunkte etc. Wie die Schulen das erreichen, kann man ja ihnen überlassen, aber für alle deutschen Schüler müssen die Lernziele feststehen, damit die Universitäten und Betriebe endlich eine verlässliche Basis erhalten, um ihrerseits ihr Lehrtätigkeit zu koordinieren. Das würde auf der ganzen Schiene ein unglaubliche Verbesserung der Lehre nach sich ziehen. Und es würde fast NICHTS kosten. Denn Bildung hört nach der Schule nicht auf.
im Übrigen halte ich einen Wettbewerb in Schulen für blanken Unsinn. Die besten Schulen müssen die Richtlinie vorgeben und die anderen müssen mit Förderprogrammen auf diesen Stand gebracht werden. Wettbwerb verhindert Bildungsgleichheit. Denn mit den Füssen ("Autos") kann nur der Vermögende abstimmen. Dem Rest bleibt die Misere. Und gerade den sozial Schwachen muss mit guter Bildung das Rüstzeug gegeben werden, um aufzusteigen.
... finde ich diesen Arikel zum Thema
http://www.faz.net/s/RubC...
der Förderalismus ist nicht der eigentliche Grund des Scheiterns unseres Bildungssystems. Gäben die Landesregierungen den Schulen die Möglichkeit auf die regionalen bzw. kommunalen Gegebenheiten angemessen zu reagieren, ihren Unterrichtsstil daran anzupassen, flexibel zu lehren, dann spräche nichts gegen den Förderalismus. Falsch ist vielmehr, dass Parteipolitik über Lernziele und Abschlussqualitäten hinaus bis ins Detail alles regeln will. Würde die Politik sich auf diese beiden Dinge beschränken und den Schulleitungen überlassen, wie sie den Weg dahin gehen, wie der Unterricht gestaltet wird, welche Lehrer eingestellt werden und welche Fortbildungen sie besuchen, so könnten die Schulen mit ihren Konzepten und Erfolgsquoten in einen gesunden Wettbewerb zueinander treten. Die Eltern/Schüler würden schon mit den Füßen abstimmen, welche Schule sie besuchen wollen. Die Schulen vor Ort haben viel bessere Möglichkeiten auf ihre jeweilige Schülerklientel mit ihrer Unterrichtsform zu reagieren, weil es da nun mal regional große Unterschiede gibt, wie Sie schon schreiben. Die Kultusministerien sind mit ihrer Parteipolitik viel zu weit von den Schulen entfernt, wollen aber alles bis ins Detail festlegen und kontrollieren. Dies führt zu Frust und Unwilligkeit unter Lehrern wie unter Schülern. Wettbewerb im Bildungswesen sollte nicht durch 16 Kultusministerien gewährleistet sein, sondern durch regionalen Wettbewerb der Schulen untereinander. Die Länder sollten sich darauf beschränken, finanzielle Mittel dergestalt zur Verfügung zu stellen, dass sie Schulen mit problematischerer Schülerklientel in z.B. Problemvierteln mehr unter die Arme greifen als z.B. gut ausgestatteten Schulen in den Provinzen. Dort, wo durch liberalere Politik bereits alternative Schul- und Unterrichtsformen entstanden sind oder an Privatschulen, wurden in vielen Fällen Erfolge erzielt, an die auf konservativem Weg nicht zu denken war. Es geht darum, die Schulen den Schülern anzupassen, was die Länderpolitiker betreiben ist vielfach genau das Gegenteil.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren