"Zumindest die Führung derjenigen Länder, die sich zur Euro-Währung zusammengeschlossen haben, ist möglich, und sie funktioniert auch. Sie sollte international die Initiative ergreifen", sagte Schmidt im ZEITmagazin.

Die EU mit ihren 27 Mitgliedern sei dagegen noch ohne Führung, sagte der ehemalige Kanzler und ZEIT-Herausgeber. "Für alle über die Bewältigung der jetzigen Notsituation hinausgehenden späteren Schritte wird man nicht nur die ganze EU brauchen, sondern vor allem die USA, China, Russland, Indien, Japan, die Opec und so weiter", sagte er. Schmidt weiter: "Die Weltwirtschaft braucht global geltende Regeln und Aufsicht für den Geld- und Kapitalverkehr, für alle Verkehrsteilnehmer und für alle von ihnen in Verkehr gebrachten Finanzinstrumente."

Psychologisch verständlich sei es für ihn, dass die Bürger jetzt lieber ihr Geld festhalten, statt es auszugeben: "Denn die Menschen brauchen ihre Spareinlagen ja für später. Ein heute neu gekauftes Auto kann man dann nicht essen."

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