Wirtschaftskrise Risikojob Leiharbeiter
Die Finanzkrise macht auch vor dem Arbeitsmarkt nicht Halt. Die ersten Verlierer werden wohl die sein, die gerade erst vom Aufschwung profitiert haben – die Leiharbeiter. Die ersten Autokonzerne kündigen ihnen schon
Zu Wochenbeginn gab sich Frank-Jürgen Weise relativ optimistisch. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit verkündete zwar, dass sich die aktuelle Wirtschaftskrise selbstverständlich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken werde. Doch das Tabuwort Massenarbeitslosigkeit nahm er nicht in den Mund - im Gegenteil: Für kommendes Jahr rechnet sein Forschungsinstitut, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), mit 30.000 mehr Arbeitslosen als noch im vergangenen Jahr. Im Jahressdurchschnitt würden 2009 rund 3,29 Millionen Menschen ohne Job sein. Die IAB-Experten legen hierbei ein Nullwachstum zugrunde.
30.000 neue Arbeitslose. Das klingt nicht viel, auch die IAB-Forscher sprechen von einem relativ moderaten Anstieg. Aber wie kann das sein in diesen Zeiten? Es liegt vor allem daran, dass der Arbeitsmarkt ein zeitverzögerter Indikator für einen Wirtschaftsabschwung ist. Es dauert eben, bis eine Kündigung "durch“ ist, Fristen müssen gewahrt werden. "Wir werden deshalb relativ gut ins Jahr 2009 starten“, sagt Sabine Klinger, Konjunkturexpertin des IAB.
"Zugleich gibt es einen demographischen Effekt“, erklärt Klinger. Denn immer mehr Arbeitslose verabschieden sich in die Rente und tauchen daher nicht mehr in den offiziellen Statistiken auf. Statt der Arbeitslosenversicherung wird so die Rentenkasse belastet. Zudem nehmen jüngere Menschen noch keinen richtigen Job an, weil sie noch in der Ausbildung oder im Studium stecken. Allein auf diese Weise sinkt das so genannte "Arbeitskräfteangebot" um 130.000 Personen. Bis Ende 2007 gab es zudem noch die gesetzliche Regelung, dass Arbeitslose über 58 zwar Arbeitslosengeld erhalten konnten, aber nicht mehr in der Statistik auftauchten.
Auch wenn sich Ökonomen nicht immer einig sind, welche Faktoren die Arbeitslosenstatistik genau beeinflussen – bei einer Tatsache sind sie sich einig: Die ersten Verlierer des Abschwungs werden die Leiharbeiter sein. "Wenn es kritisch wird, sind das die ersten Jobs, die gestrichen werden“, sagt Arbeitsmarkt-Experte Karl Brenke vom DIW in Berlin. "Zumal Leiharbeiter vor allem in weniger qualifizierten Branchen arbeiten.“
Der Markt für Zeitarbeiter hat in den vergangen Jahren einen wahren Boom erlebt. Nach Angaben des IAB wuchs er allein von 2006 auf 2007 um mehr als 60 Prozent. Während sozialversicherungspflichtige Jobs in den vergangenen Jahren zurückgingen, nahm die Zahl der Leiharbeitsjob stetig zu. Gerade in den Boomzeiten der deutschen Wirtschaft nutzen Arbeitgeber die flexiblen Möglichkeiten, relativ billig und mit wenig Aufwand Leiharbeiter einzustellen.
Doch in Zeiten des Abschwungs kehrt sich diese Flexibilität ins Gegenteil um, in eine schnelle Kündigung. Dabei sind Leiharbeiter typischer Weise nur wenige Monate am Stück beschäftigt. "Die Entwicklung kann jetzt ins Negative kippen“, sagt Klinger vom IAB, "natürlich kann auch ein großer Teil der im Aufschwung geschaffenen Leiharbeitsplätze wieder abgebaut werden.“ Allerdings traut sich in diese Krisenzeiten kein Arbeitsmarkt-Fachmann zu, eine genaue Zahl zu nennen.
Einen Hinweis, wie gefährlich die Krise werden könnte, liefert die Autobranche. BMW plant schon, in mehreren Werken die Produktion zu unterbrechen, ebenso geht Opel vor. Bei Europas größtem Hersteller Volkswagen trifft es die Leiharbeiter bereits. Das Unternehmen gab bekannt, zunächst auf 750 Zeitarbeiter in Deutschland zu verzichten. Weitere Kürzungen unter den knapp 25.000 Leiharbeitern weltweit würden geprüft - obwohl sich Volkswagen zur Zeit besser schlägt als die Konkurrenz und sogar noch steigende Absatzahlen auszuweisen hat. Auch Ford hat den ersten Leiharbeitern gekündigt. Der Autokonzern entlässt in Saarlouis mehr als 200 Zeitarbeiter.
Für Ferdinand Dudenhöffer vom Gelsenkirchener Marktforschungsinstitut CAR ist dies nur der Anfang . "In den USA ist es schrecklich, da verblutet die Autoindustrie fast." In Deutschland rechnet Dudenhöfer damit, dass die Zahl der festen Jobs bei Herstellern und Zulieferern kommendes Jahr um 20.000 auf 730.000 sinkt. Die Zahl der Leiharbeiter könnte seiner Schätzung nach um 80.000 auf nur noch 20.000 fallen.
- Datum 09.04.2009 - 10:38 Uhr
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"Die ersten Verlierer werden wohl die sein, die gerade erst vom Aufschwung profitierten."
Von Marlies Uken
Liebe Frau Uken,
Gesternn Abend ist in der ARD der angebliche so tolle Jobboom durch Leiharbeit entzaubert worden. Der Autor dieses erschütternden Berichtes hat im Selbstversuch ein Jahr als Leiharbeiter gejobt.
Das Ergebnis wurde am Ende der Sendung "dem Vater der Leiharbeit" Wolgang Clement vorgestellt. Selbst er war schokiert über diese Realität, die Praxis geaorden ist. Ob in der Großindustrie, beim Mittelständer bis hin zum Bauern war sich der Autor nicht zu schade diese menschenerniedrigenden Umstände der Leiharbeit auf sich zu nehmen.
In diesem Zusammenhang noch von den angeblichen Gewinnern des Aufschwungs zu reden, die jetzt wieder die Verlierer sein werden, ist Zynismus pur.
Gewinner waren die Politiker, die mit Ihren "Erfolgsmeldungen" die Öffentlichkeit hinters Licht geführt haben. Dank der Statistiken und demHurrajournalismus ist die Tragik der Menschen, die trotz voller Arbeit nicht überleben können weggelächelt worden.
Nein, es gibt nur Gewinner in den oberen Etagen. Dort ist der Aufschwung angekommen. Da wird die Rezession nicht weiter stören. Aber die Armen trifft diese unsägliche Politik der Spaltung mit brutaler Härte.
Da wird die SPD auch noch i9n die Pflicht genommen werden.
Die Realität kann so grausam sein.
Neuland
Frau Ukens Vergleich "die ersten Verlierer werden wohl die sein, die gerade erst vom Aufschwung profitierten" als eine Zumutung.
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"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag." [G. Le Bon]
Frau Ukens Vergleich "die ersten Verlierer werden wohl die sein, die gerade erst vom Aufschwung profitierten" als eine Zumutung.
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"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag." [G. Le Bon]
"Während sozialversicherungspflichtige Jobs in den vergangenen Jahren zurückgingen, nahm die Zahl der Leiharbeitsjobs stetig zu. "
Leiharbeitsjobs sind natürlich auch sozialversicherungspflichtig. Nur sind es keine Dauerarbeitsplätze. Besser man würde so formulieren: "Während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs..."
Zumindest hat ja Clement ganz gut davon profitiert mit einem Aufsichsratsmandat bei ADECCO und dem Vorsitz in dem ADCCO-Institut in London, und natürlich seinem Plätzchen bei INSM.
Also soooo überraschent kommt der Abschwung ja wohl kaum. Das Handeltblatt berichtet, dass alle LKW-Bauer kräftige Einbußen hinnehmen müssen.
http://www.handelsblatt.c...
"Gingen im dritten Quartal vergangenen Jahres noch fast 42 000 Bestellungen bei Volvo ein, waren es jetzt nur noch 115."
Da ja LKWs nicht nur im Oktober gebaut werden, wusste man das also schon seit langer Zeit.
http://wirtschaftquerschu...
"Der Baltic Dry Index ist ein Index für Frachtpreise auf internationalen Standardrouten für das Verschiffen von Massenfrachtgut. Er setzt sich aus vier Sub-Indizes zusammen, die verschiedene Schiffsklassen für das weltweite Verschiffen der Hauptfrachtgüter, wie Kohle, Eisenerze und Getreide abbilden. Es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Frachtraten und Rohstoffpreisen, sowie der Nachfrage nach Metallen, Treibstoffen und Nahrungsmitteln."
"Der BDI ist auch als guter weltweiter vorlaufender Konjunkturindikator geeignet. Denn er erfasst nicht die Ladungen von Container-Schiffen mit fertigen Waren."
Durch die Verteuerung von Krediten wird vielen Schiffen kein Letter of Credit mehr ausgestellt, was zur Folge hat, das weniger Waren verschifft werden. Dies kann auch in Deutschland irgendwann zu Engpässen führen.
Vor den Gefahren der ungezügelten Finanzmärkte hat einige Wirtschaftwissenschaftler schon 2006 gewarnt, so Stieglitz und Krugman. Auf den Nachdenkseiten ist das alles nachzulesen. Unsere Wirtschaftsweisen hingegen sind von dieser Entwicklung völlig überrascht.
Beatrice Weder di Mauro: http://www.youtube.com/wa...
So überraschend ist dies dann wieder nicht, wenn man bedenkt, dass diese Frau vom ehemaligen Superminister selbst ausgesucht wurde. Er war halt König und andere dürfen nicht klüger sein, als er selbst.
geht es nun flugs in die nächste Krise.
Realsatire!
Wie niedrig sollen die Löhne noch sein? ...
Wo soll die Kaufkraft herkommen?
rheinelbe
Leiharbeit per se ist erst einmal nichts Schlechtes. Es hilft Unternehmern, groß wie klein, Engpässe vorübergehend aufzufangen, in Zeiten, wo noch nicht sicher ist, ob diese Engpässe dauerhaft oder nur von kurzer Dauer sind.
Dass es leider in Deutschland zu Verwerfungen in Bezug auf Leiharbeit gekommen ist, auch durch falsche Gesetzgebungen, ist ein anderes Thema.
Grundsätzlich sollte man sich aber in dem Zusammenhang im Klaren sein, wenn Arbeitsmärkte, wie der in Deutschland, überreguliert sind, werden Unternehmen eben die Lücken ausnützen, die sich ihnen bieten. Und da war Leiharbeit sozusagen eine Steilvorlage.
Leiharbeit wird es immer geben, gerade bei einfacheren Tätigkeiten. Sie und die Rahmenbedingungen des jeweiligen Arbeitsmarktes sollten eben so geregelt sein, dass es am Ende eigentlich uninteressant wird, auf Leiharbeit zurückzugreifen. Sie sollte nur das letzte Mittel sein und nicht zum Standart werden.
Die, die per se gegen Leiharbeit sind, sollten dann fairerweise auch mal den in Deutschland geltenden Kündigungsschutz hinterfragen. Dies gilt übrigens auch im Zusammenhang mit dem Mindeslohn. Das Problem ist, manche wollen eben beides. Kündigungsschutz bis zum Sankt Nimmerleinstag, Mindeslöhne und am besten gar keine Leiharbeit. Und solange das so ist, wird es eben zu Verwerfungen am deutschen Arbeitsmarkt kommen.
Leiharbeit ist tatsächlich per se etwas schlechtes solange die Flexibilität lediglich den Unternehmen zugesprochen wird. "Gerechtigkeit" in so einem System ist nur möglich sofern keine Arbeitslosigkeit existiert. Das aber, würde dem aktuell favorisierten System den Lebensnerv entziehen
Man kann zeitlich Befristete Arbeitsplätze anbieten welche auf Festanstellungsbedingungen basieren.
Wenn die Unternehmen die Lücken ausnutzen wie soll man das sonst Regeln? Am besten komplett ungeregelt? Ich währe da für eine Whitelist so im Stil von alles was dort nicht drinsteht ist auch nicht erlaubt. Dann währe das auch nicht "überreguliert". Aber wo alle möglichen Schlaumeier den ganzen Tag nicht's anderes zu tun haben als Gesetzeslücken zu suchen...
Alles in allem kann man sich auf den kleinsten Gemeinsamen Nenner festlegen oder man hinterfragt mal für wen den das System exisitieren soll? Für den Mensch oder für das System und ein paar wenige Profiteure?
Die Länder die so etwas wie Mindestlohn haben geht es generell besser als denen die keinen haben...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"!
Diese blenden Sie jedoch geflissentlich in Ihren angeblich so "fairen" Reflektionen aus.
_______________________________________________________
"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag." [G. Le Bon]
Sie muß verboten werden. Wie immer werden nur die Negativseiten gefördert. Ausnahmefälle, wie in extremen Spitzenzeiten wurden in Normalfällen umgewandelt zun Mindestköhne (Wunsch der Arbeitgeben 10€ im Jahr bzw. der AN bringt sein Lohn und das Meterial selbst mit). Wir können uns Mindestlohn ( Wir können auch Millionengehälter für schlechte Arbeit uns leisten) und Kundigungsschutz leisten. Sollten Sie einmal Zeitung lesen, werden Sie erstaunt sein, wohin und wofür wir immer noch massenweise Geld haben und transferieren, teilweise zu unseren eigenen Nachteil. Wieso gibt es in Dänemark einen Kündigungsschutz? Jeder kann sofort einen besseren Arbeitsplatz annehmen und in Deutschland? Wieso können wir uns keien Mindestlohn leisten, wenn wir Entwicklungsstaaten massiv unterstützen können, wie z.B. China und Indien. Dort unterstützen und fördern wir auch noch den Atombombenbau.
Leiharbeit ist tatsächlich per se etwas schlechtes solange die Flexibilität lediglich den Unternehmen zugesprochen wird. "Gerechtigkeit" in so einem System ist nur möglich sofern keine Arbeitslosigkeit existiert. Das aber, würde dem aktuell favorisierten System den Lebensnerv entziehen
Man kann zeitlich Befristete Arbeitsplätze anbieten welche auf Festanstellungsbedingungen basieren.
Wenn die Unternehmen die Lücken ausnutzen wie soll man das sonst Regeln? Am besten komplett ungeregelt? Ich währe da für eine Whitelist so im Stil von alles was dort nicht drinsteht ist auch nicht erlaubt. Dann währe das auch nicht "überreguliert". Aber wo alle möglichen Schlaumeier den ganzen Tag nicht's anderes zu tun haben als Gesetzeslücken zu suchen...
Alles in allem kann man sich auf den kleinsten Gemeinsamen Nenner festlegen oder man hinterfragt mal für wen den das System exisitieren soll? Für den Mensch oder für das System und ein paar wenige Profiteure?
Die Länder die so etwas wie Mindestlohn haben geht es generell besser als denen die keinen haben...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"!
Diese blenden Sie jedoch geflissentlich in Ihren angeblich so "fairen" Reflektionen aus.
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"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag." [G. Le Bon]
Sie muß verboten werden. Wie immer werden nur die Negativseiten gefördert. Ausnahmefälle, wie in extremen Spitzenzeiten wurden in Normalfällen umgewandelt zun Mindestköhne (Wunsch der Arbeitgeben 10€ im Jahr bzw. der AN bringt sein Lohn und das Meterial selbst mit). Wir können uns Mindestlohn ( Wir können auch Millionengehälter für schlechte Arbeit uns leisten) und Kundigungsschutz leisten. Sollten Sie einmal Zeitung lesen, werden Sie erstaunt sein, wohin und wofür wir immer noch massenweise Geld haben und transferieren, teilweise zu unseren eigenen Nachteil. Wieso gibt es in Dänemark einen Kündigungsschutz? Jeder kann sofort einen besseren Arbeitsplatz annehmen und in Deutschland? Wieso können wir uns keien Mindestlohn leisten, wenn wir Entwicklungsstaaten massiv unterstützen können, wie z.B. China und Indien. Dort unterstützen und fördern wir auch noch den Atombombenbau.
Leiharbeit ist tatsächlich per se etwas schlechtes solange die Flexibilität lediglich den Unternehmen zugesprochen wird. "Gerechtigkeit" in so einem System ist nur möglich sofern keine Arbeitslosigkeit existiert. Das aber, würde dem aktuell favorisierten System den Lebensnerv entziehen
Man kann zeitlich Befristete Arbeitsplätze anbieten welche auf Festanstellungsbedingungen basieren.
Wenn die Unternehmen die Lücken ausnutzen wie soll man das sonst Regeln? Am besten komplett ungeregelt? Ich währe da für eine Whitelist so im Stil von alles was dort nicht drinsteht ist auch nicht erlaubt. Dann währe das auch nicht "überreguliert". Aber wo alle möglichen Schlaumeier den ganzen Tag nicht's anderes zu tun haben als Gesetzeslücken zu suchen...
Alles in allem kann man sich auf den kleinsten Gemeinsamen Nenner festlegen oder man hinterfragt mal für wen den das System exisitieren soll? Für den Mensch oder für das System und ein paar wenige Profiteure?
Die Länder die so etwas wie Mindestlohn haben geht es generell besser als denen die keinen haben...
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Helda Camara
Arbeitgeber und Arbeitnehmer stellt man nur dann her, wenn man entweder dem Arbeiter gestattet sein Eigentum (seine Arbeitskraft) zurückzuhalten -- indem man einen bedingungsloses, steuergedecktes Grundeinkommen zahlt -- oder den Arbeitgeber zwingt, sein Eigentum (sein Vermögen) nicht zurückzuhalten -- negativer Zins.
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"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag." [G. Le Bon]
Die Länder die so etwas wie Mindestlohn haben geht es generell besser als denen die keinen haben...
Stimmt wohl. Aber diese Länder haben auch keinen Kündigungsschutz... :-)
Ich bin ja sehr für einen Mindestlohn. Ich bin aber auch sehr für eine Lockerung des Kündigungsschutzes. Und ich bin Arbeitnehmer, also wie jeder Arbeitnehmer genau ein Jahr von Hartz IV entfernt.
Und wissen Sie auch warum? Weil ich mir einen Arbeitsmarkt für alle wünsche und nicht einen für diejenigen, die Arbeit haben und der Rest muss leider von draußen zu schauen, weil die Rahmenbedinungen so sind, dass es uninteressant wird, Menschen eine Festanstellung zu geben. Und da wären wir wieder beim Thema Leiharbeit.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer stellt man nur dann her, wenn man entweder dem Arbeiter gestattet sein Eigentum (seine Arbeitskraft) zurückzuhalten -- indem man einen bedingungsloses, steuergedecktes Grundeinkommen zahlt -- oder den Arbeitgeber zwingt, sein Eigentum (sein Vermögen) nicht zurückzuhalten -- negativer Zins.
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"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag." [G. Le Bon]
Die Länder die so etwas wie Mindestlohn haben geht es generell besser als denen die keinen haben...
Stimmt wohl. Aber diese Länder haben auch keinen Kündigungsschutz... :-)
Ich bin ja sehr für einen Mindestlohn. Ich bin aber auch sehr für eine Lockerung des Kündigungsschutzes. Und ich bin Arbeitnehmer, also wie jeder Arbeitnehmer genau ein Jahr von Hartz IV entfernt.
Und wissen Sie auch warum? Weil ich mir einen Arbeitsmarkt für alle wünsche und nicht einen für diejenigen, die Arbeit haben und der Rest muss leider von draußen zu schauen, weil die Rahmenbedinungen so sind, dass es uninteressant wird, Menschen eine Festanstellung zu geben. Und da wären wir wieder beim Thema Leiharbeit.
Arbeitsbedingungen, die nicht existenzsichernd sind, halte ich für schwere Körperverletzung. Jene müssten entsprechend verboten und geahndet werden.
Mir ist unbegreiflich, wie man eine spekulationsbedingte Verdopplung des Ölpreises als gottgegeben betrachten und bezahlen kann, gleichzeitig aber ein existenzsicherndes Mindesteinkommen verteufelt.
Alle Preise am Markt errechnen sich mindestens durch die kurzfristigen (besser langfristigen) Herstellkosten. Wie kann es dann sein, dass nur Löhne unter eine solche Schwelle rutschen können? Unternehmen müssen gesichert werden, Existenzen nicht?
Das grosse kapitalistische Problem ist die monetäre Erfassung von Arbeitskraft losgelöst von jeder sozialen Komponente. Leiharbeit (schon die Begrifflichkeit) ist ein Produkt dieser geistigen Fehlentwicklung.
Frau Ukens Vergleich "die ersten Verlierer werden wohl die sein, die gerade erst vom Aufschwung profitierten" als eine Zumutung.
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"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag." [G. Le Bon]
"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"!
Diese blenden Sie jedoch geflissentlich in Ihren angeblich so "fairen" Reflektionen aus.
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Würde realer Wettbewerb bestehen, so müßte die Formel für Leiharbeit lauten: Mehr Lohn für gleiche Arbeit!
Denn der Leiharbeiter verzichtet auf viele Vergünstigungen und Sicherungen. Diese wären im fairen Wettbewerb lohnsteigernd zu bewerten.
Es gibt aber keinen Arbeitsmarkt, sondern wegbrechende, schwache Gewerkschaften, eine Sozialpolitik, die den Druck erhöht, Personal einspart und nicht inflationsausgleichend wirkt, und eine sich drückende Politik, dessen Akteure sich durch die eigenen Projekte bereichern.
Dem einzelnen Leiharbeiter bleibt das Diktat der Leiharbeitsfirma oder ernste existenzielle Gefahr. Es bleibt oft nur das entmenschtlichte Dasein als Arbeitsgut. Früher nannte man dieses Arbeitsgut fairer weise Sklave. Wer dies nicht glaubt oder als übertrieben abtun möchte, der sollte die Suppenküche der eigenen Stadt besuchen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, Leiharbeiter sind billiger als Festangestellte. Ich war selbst Jahre im Betriebsrat und ich weiß, was einem Unternehmen ein Leiharbeiter kostet. Der ist nicht billiger als ein Festangesteller, teilweise sogar teurer, rechnet man Einarbeitung ect. pp mit ein. Es lohnt sich für das Unternehmen nur, um flexibel zu sein. Wie gesagt, dass es da zu Verwerfungen gekommen ist, kann und muss man diskutieren. Aber dann bitte in Gänze und da gehört das Thema überregulierter Arbeitsmarkt in Deutschland leider dazu (Stichwort Kündigungsschutz). Ob Sie das nun hören wollen oder nicht.
Würde realer Wettbewerb bestehen, so müßte die Formel für Leiharbeit lauten: Mehr Lohn für gleiche Arbeit!
Denn der Leiharbeiter verzichtet auf viele Vergünstigungen und Sicherungen. Diese wären im fairen Wettbewerb lohnsteigernd zu bewerten.
Es gibt aber keinen Arbeitsmarkt, sondern wegbrechende, schwache Gewerkschaften, eine Sozialpolitik, die den Druck erhöht, Personal einspart und nicht inflationsausgleichend wirkt, und eine sich drückende Politik, dessen Akteure sich durch die eigenen Projekte bereichern.
Dem einzelnen Leiharbeiter bleibt das Diktat der Leiharbeitsfirma oder ernste existenzielle Gefahr. Es bleibt oft nur das entmenschtlichte Dasein als Arbeitsgut. Früher nannte man dieses Arbeitsgut fairer weise Sklave. Wer dies nicht glaubt oder als übertrieben abtun möchte, der sollte die Suppenküche der eigenen Stadt besuchen.
Es ist ein Trugschluss zu glauben, Leiharbeiter sind billiger als Festangestellte. Ich war selbst Jahre im Betriebsrat und ich weiß, was einem Unternehmen ein Leiharbeiter kostet. Der ist nicht billiger als ein Festangesteller, teilweise sogar teurer, rechnet man Einarbeitung ect. pp mit ein. Es lohnt sich für das Unternehmen nur, um flexibel zu sein. Wie gesagt, dass es da zu Verwerfungen gekommen ist, kann und muss man diskutieren. Aber dann bitte in Gänze und da gehört das Thema überregulierter Arbeitsmarkt in Deutschland leider dazu (Stichwort Kündigungsschutz). Ob Sie das nun hören wollen oder nicht.
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