CSU Aigner folgt Seehofer als Ministerin nach

Die 43-jährige Bundestagsabgeordnete wird künftig das Bundesverbraucherschutzministerium führen. Neuer CSU-Generalsekretär wird der Außenpolitiker zu Guttenberg

Am Mittwochmittag will der neue bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer die Neubesetzung seines Kabinetts, des Postens des Generalsekretärs und den Nachfolger für sein Ministerium in Berlin offiziell vorstellen. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) wird die CSU-Bundestagsabgeordnete Ilse Aigner Bundesverbraucherschutzministerin. Neuer Generalsekretär wird der CSU-Bundestagsabgeordnete Karl-Theodor zu Guttenberg.

Die Bildungs- und Forschungspolitikerin Aigner ist seit 1999 stellvertretende Vorsitzende des CSU-Bezirks Oberbayern. Der Außenpolitiker zu Guttenberg steht an der Spitze der CSU Oberfranken.

Anzeige

Seehofer wird den 36-Jährigen zum Nachfolger von Christine Haderthauer ernennen. Nach Informationen der Bild -Zeitung soll die bisherige CSU-Generalsekretärin Haderthauer in Bayern neue Sozialministerin werden.

Auch andere Besetzungen gelten als sicher: Innenminister Joachim Herrmann bleibt demnach im Amt, der bisherige Europaminister Markus Söder soll das Umweltressort übernehmen, hieß es am Mittwoch in München. Der frühere Generalsekretär Stoibers zählt zu den Gewinnern des neuen Kabinetts. Ihm soll auch die Zuständigkeit für Fragen der Gesundheitspolitik übertragen werden, die bisher im Sozialministerium angesiedelt war, meldet die Süddeutsche Zeitung .

Seehofer hatte bis zu der nächtlichen Runde in der Staatskanzlei noch nicht mit allen Kandidaten gesprochen. Sämtliche Aspiranten verpflichtete er zu striktem Schweigen. Bestätigt war keine einzige Personalie.

Ursprünglich hatte Seehofer geplant, dass Kabinett umfassend umzubilden. „Weiblicher und jünger“ sollte es werden, so die frühzeitig ausgegebene Parole des neuen Landesvaters. Dann aber signalisierten die mächtigen Bezirksverbände und die Fraktion, dass Seehofer nicht schalten und walten könne, wie er wolle.

Leser-Kommentare
  1. Hohlmeier zurück in ein Ministeramt? Wäre ja noch schöner gewesen.

    Th. Hölzl
    http://www.stoibaer.de

  2. Der Parteiproporz schlägt die politische Vernunft mühelos. Auch die Kanzlerin hatte nicht die "Macht" , ihr Kabinett selbst aufzustellen. Ergebnis: Zwei überführte Korrupteure in Innen- und Verteidigungsministerium und ein Vollpfosten als Wirtschaftsminister. Aber sei's drum, es geht doch schliesslich nicht um die Menschen im Lande bei der hiesigen Demokratie*. Es geht um die Bedienung von Filz&Klüngel. Wer da Kompetenz einfordert, hat mit Besuch vom Verfassungsschutz zu rechnen...

    *Demokratie, die: altakkadisch für "Die Parteien verar***en das Volk nach Lust und Laune". Es gibt auch eine altgriechische Begriffsbestimmung, die gilt aber als Blasphemie und Ketzertum und taucht in nur in der Propaganda sogenannter Populisten auf. Denn wie wusste schon der lupenreine Demokrat F.J.Strauss (altakkadische Prägung) zu sagen: "Vox populi, vox Rindvieh"

    _________________________________________________
    Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

  3. Die CSU hatte hohe Einbußen bei der Bayernwahl. Aber mit über 43 % ist sie immer noch die weitaus stärkste Partei im Land. Von diesen Werten können die anderen und vor allem die SPD, nur träumen. Natürlich ist es für die CSU ungewohnt mit einer anderen Partei zu koalieren. Aber vielleicht ist diese Verbindung mit der FDP, noch erfolgreicher.
    Kaum hat Seehofer sein neues Kabinett angekündigt und schon kommen die "Besserwisser" aus ihren Löchern. Diese glauben sie müssen sich gegenseitig an Sarkasmus und Ironie überbieten. Auch einige Presseorgane unterstützen die Situation mit abwertenden Äußerungen.

    Vergessen wird, oder auch absichtlich ignoriert, dass Bayern und ebenso Baden-Württemberg, wirtschaftlich immer noch in der ersten Reihe stehen. Das kann aber auch an der Schwäche der anderen Bundesländer liegen.
    Vielleicht spielt die Schadenfreude oder aber auch der Neidfaktor eine wesentliche Rolle.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service