Bundesliga, 9. Spieltag Die Himmelsstürmer vom Dorf

Hoffenheim erteilt Hamburg eine Lektion, Dortmund und Berlin einigen sich auf Remis, Stuttgart müht sich zum Sieg dank Gomez - alle Spielberichte vom Sonntag

Routinierter Enthusiasmus Marke Hoffenheim: Dietmar Hopp ist Spitzenreiter, und das nicht zum ersten Mal

TSG Hoffenheim – Hamburger SV 3:0

Mit atemraubendem Tempofußball haben die Himmelsstürmer von 1899 Hoffenheim auch den Hamburger SV entzaubert und die Hanseaten von der Tabellenspitze gestürzt. Die Badener erteilten dem HSV im Beisein von Bundestrainer Joachim Löw eine Lehrstunde und eroberten erstmals seit dem 2. Spieltag Platz 1. Vor 26.300 Zuschauern trafen Chinedu Obasi (7./36.) und Vedad Ibisevic (13.) mit seinem zehnten Saisontor für den Aufsteiger, der in dieser Spielzeit bereits 24 Mal ins Schwarze getroffen hat. Dagegen enttäuschte der HSV und war vor allem in der Defensive überfordert.

Angetrieben von den ballsicheren Luis Gustavo und Carlos Eduardo im Mittelfeld entfachte Hoffenheim einen Sturmwirbel, dass dem HSV Hören und Sehen verging. Schon nach zwanzig Minuten flippte Torhüter Frank Rost aus und stauchte seine Vorderleute lautstark zusammen, die sich von den pfeilschnellen Angreifern des Aufsteigers ein ums andere Mal überrumpeln ließen. Erst im zweiten Durchgang fanden die Hamburger zu mehr Stabilität und konnten die Begegnung ausgeglichener gestalten.

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Besser hätte die Partie für den Dorfclub nicht beginnen können: In der siebten Minute passte Carlos Eduardo auf Obasi, der sich mit einer Körperdrehung von Collin Benjamin löste und Rost per Flachschuss in die kurze Ecke überwand. Wenig später machte Toptorjäger Ibisevic den Blitzstart für den Neuling perfekt. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld spielte Obasi auf Demba Ba, dessen Schuss Rost zwar noch ablenken konnte, doch gegen den nachsetzenden Bosnier hatte die HSV-Abwehr keine Chance. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß mussten die Gäste noch vor der Pause das dritte Gegentor hinnehmen, als Obasi alleine auf Rost zulief und ihn umkurvte. Im Bemühen um Schadensbegrenzung stellte HSV-Trainer Martin Jol nach der Pause um. Doch Hoffenheim blieb jederzeit Chef im Ring.

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