TV-Debatte Schmierenstück in fünf Akten
Mit der Entlassung von Elke Heidenreich geht ein unrühmliches Kapitel deutscher Fernsehgeschichte zu Ende. Größter Verlierer ist das Fernsehen selbst. Ein Kommentar

© Frank W. Hempel/ZDF
Vergangenheit: Elke Heidenreich und ihre Literatursendung "Lesen" im ZDF
„Von mir aus schmeißt mich doch raus“, hatte sie geschrieben. Nun hat das ZDF genau das getan.
Der Sender trennte sich heute Morgen mit sofortiger Wirkung von Elke Heidenreich. Das Vertrauensverhältnis sei zerstört, eine weitere "gedeihliche" Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Die beiden noch ausstehenden Ausgaben der Literatursendung Lesen im Oktober und Dezember werden nicht mehr produziert.
Mit der Demission Heidenreichs erhält ein in der deutschen Fernsehgeschichte beispielloses Schmierenstück seinen letzten Akt. Zunächst die Wutrede Reich-Ranickis im Rahmen der Fernsehpreis-Verleihung. Dann der Brandartikel Heidenreichs in der FAZ . Dem eilig einberufenen ZDF-Krisengipfel zwischen Reich-Ranicki und Gottschalk, mehr Teegeplauder als Grundsatzstreit, folgte die Eskalation. Via Bunte gingen die drei Hauptakteure aufeinander los.
Heidenreich nannte Gottschalk einen "müden, alten Mann". Worauf dieser seinen für Dezember geplanten Besuch in ihrer Sendung absagte und Goethe als Gewährsmann seiner Rüstigkeit heranzog. Ranicki wiederum unterstellte Heidenreich intrigantes Verhalten, weil sie angeblich die Laudatio Gottschalks bei der Preisgala verhindern wollte.
- Datum 23.10.2008 - 17:37 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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am heutigen Tag kommt wieder mal alles zusammen.
Da ist der Menschenrechtspreis des EU-Parlamentes für einen Chinesen. Was er für die Menschenrechte getan hat, ist mir nicht bekannt. Vielleicht hat er auf Internetseiten China einen Verbrecherstaat genannt. Ist er deshalb ein Menschenrechtsaktivist? Den Beweis könnte er antreten, wenn er Regierungschef wäre und wie er dann mit den Kommunisten umgeht (insbesondere, wenn sie kurz vor der Machtübernahme wären) - vorher ist das alles hohles Gerede.
Unsere Kanzlerin verteidigt diesen Preis natürlich in China, wie sie alles verteidigt, was China irgendwie diskeditieren könnte. Dann sollte sie doch ehrlich sein, und mit den bösen chinesischen Kommunisten keine Geschäfte machen.
Auf der anderen Seite ist der Rauswurf von Frau Heidenreich, die eigentlich nichts falsches gesagt hat. Sie hat nur ihr Menschenrecht der Meinungsfreiheit in Anspruch genommen. Das reicht, um sie vor die Tür zu setzen. Ich schlage vor, dass die Chinesen sich ihrer annehmen und Frau Merkel hinsichtlich dieser Menschenrechtsverletzung zur Rede stellen.
Aber das würde sicher in unserer freien Presse maximal in der "Zeit" oder der "Jungen Welt" stehen. Im MDR-Videotext ist der "Rauswurf" ja eine "Trennung" (vielleicht sogar im gegenseitigen Einvernehmen?)"!
Im ARD-und ZDF-Videotext findet man über den Rauswurf übrigens gar nichts (23.10.2008 16.00 Uhr). Vielleicht liegt die Meldung noch beim Intendanten zum Korrektur lesen (ist natürlich keine Zensur!).
ist keine Märtyrerin der Meinungsfreiheit und keine Politkowskaja Deutschlands.
In dieser Form rede ich nur "mit" Jemandem, der mir mein Honorar bezahlt, wenn ich raus geschmissen werden will. Über die Gründe kann man dann spekulieren.
Ich meine auch, Bellut konnte nicht anders, sonst hätte er sich als nicht durchsetzungsfähig gezeigt.
Das ZDF ist ein von Gebuerengeldern finanzierter Sender, da sollte das Fuehrungspersonal nicht in diesem Sinne "durchsetzungsfæhig" sein.
Das ZDF hat eine grosse Chance vertan, zu zeigen, dass es interne Konflikte, auch heftige, aushælt.
Ein auf Linie getrimmter øffentlich rechtlicher Sender voller Kerners hat keine Daseinsberechtigung...
Das ZDF ist ein von Gebuerengeldern finanzierter Sender, da sollte das Fuehrungspersonal nicht in diesem Sinne "durchsetzungsfæhig" sein.
Das ZDF hat eine grosse Chance vertan, zu zeigen, dass es interne Konflikte, auch heftige, aushælt.
Ein auf Linie getrimmter øffentlich rechtlicher Sender voller Kerners hat keine Daseinsberechtigung...
Das ZDF ist ein von Gebuerengeldern finanzierter Sender, da sollte das Fuehrungspersonal nicht in diesem Sinne "durchsetzungsfæhig" sein.
Das ZDF hat eine grosse Chance vertan, zu zeigen, dass es interne Konflikte, auch heftige, aushælt.
Ein auf Linie getrimmter øffentlich rechtlicher Sender voller Kerners hat keine Daseinsberechtigung...
Mit den Intendanten Stolte und Schächter begann und beschleunigte sich der Abstieg in die Niederungen einer Subkultur, was die Auswahl der Programme und Programmgestaltung betrifft. Dafür ist das Nachrichten-Desinformationsniveau gestiegen!
Mit den Intendanten Stolte und Schächter begann und beschleunigte sich der Abstieg in die Niederungen einer Subkultur, was die Auswahl der Programme und Programmgestaltung betrifft. Dafür ist das Nachrichten-Desinformationsniveau gestiegen!
Ich meine auch, Bellut konnte nicht anders, sonst hätte er sich als nicht durchsetzungsfähig gezeigt.
Dem Kommentar Nr. 3 schließe ich mich voll an.
Bellut hätte gerade Zivilcourage gezeigt, wenn er mit Kritik leben könnte. Zivilcourage ist übrigens auch so ein oft gefordertes Attribut, aber wenn es drauf ankommt, dann gilt wie hier das Recht des (vermeintlich) Stärkeren.
In Wahrheit hat Bellut nicht Stärke, sondern Schwäche gezeigt.
Aber das ist man beim staatlichen Fernsehen ja gewöhnt - dort haben ja schließlich die Parteien das Sagen. Was dabei rauskommt, das sieht man tagtäglich an der langweilig, linientreuen Tagessschau.
elke heidenreich hat ihre meinung zur programmqualität des zdf öffentlich gemacht. sie hat hingewiesen auf die offensichtlichen mängel, wie sie vielfältig diskutiert und, zu recht, oftmals auch kritisiert werden. ich hoffe, sie kann es sich leisten und findet woanders die möglichkeit öffentlich ihre meinung zu sagen, wenn ich sie auch nicht unbedingt teile.
aber was ist mit den fernseharbeitern, die es sich nicht leisten können, offen ihre meinung zu sagen? deren arbeit in der haptsache darin besteht zu antipizieren was die herren der leitungsgremien wohl gerade denken, oder vielleicht der bdi oder die gerade regierenden, wenns um poltische meinungen und berichtersattungen geht. die auswahl der themen und ihre darstellung in den nacrichtensendungen sprechen da bände. mit aufgeklärtem und aufklärererischen journalismus hat das schon lange nichts mehr zu tun.
mit dem zweiten sieht man eben nicht besser und muss es ja dann auch nicht unbedingt tun.
Nun ist Elke Heidenreich 'öffentlich-rechtlich' rausgeworfen. Man mag ja über Loyalität unterschiedlicher Meinung sein, aber dieser Rauswurf riecht ganz nach Reaktion auf verletzten 'Kadavergehorsam'. Sie haben es wieder meisterlich unter Beweis gestellt, dass sie von öffentlich-rechtlich im staatsvertraglichen Sinne weit entfernt sind und sich immer weiter entfernen. Sie sollten ihren Sender in 'Florian-Silbereisen-TV' umbenennen und ihre Gebühren gleich vom Rentenversicherungsbeitrag abziehen.
Da kann ich nur sagen: 'Gute Nacht Fernsehen'. Mit dieser Handlung haben sie genau das bewiesen, was M. Reich-Ranicki dem Sender vorwirft.
Eine Alternative zum ZDF? Ein gutes Buch und mit der Familie an die frische Luft und die Verantwortlichen zur Ergotherapie.
Es geht um die Form der Kritik! Nicht um die Kritik an sich!
Und auch wenn der Intendant von Gebührengeldern bezahlt wird, braucht er zur Ausübung seiner Aufgabe Durchsetzungsfähigkeit. Er hat ja nun wirklich nicht sofort reagiert, sondern sich das Spiel offenbar noch länger angeschaut.
Im Übrigen, wenn er die Gebührenzahler nach ihren Programmwünschen fragte.............. Letztlich passiert das ja mittels Quote.
Ich habe zwar keinen Fernseher, aber was ich so mit bekomme, begeistert mich auch nicht. Dennoch gibt es einige Perlen.
was haben sie an der Form der Kritik zu beanstanden?
Dass sie eindeutig war?
zur Quote: die Bildzeitung ist die meistgelesene Tageszeitung. Ich möchte mir aber nicht von Bildzeitungslesern das Fernsehprogramm diktieren lassen!
was haben sie an der Form der Kritik zu beanstanden?
Dass sie eindeutig war?
zur Quote: die Bildzeitung ist die meistgelesene Tageszeitung. Ich möchte mir aber nicht von Bildzeitungslesern das Fernsehprogramm diktieren lassen!
was haben sie an der Form der Kritik zu beanstanden?
Dass sie eindeutig war?
zur Quote: die Bildzeitung ist die meistgelesene Tageszeitung. Ich möchte mir aber nicht von Bildzeitungslesern das Fernsehprogramm diktieren lassen!
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