Sicherheit EU plant Einsatz von Nacktscannern
Im Namen der Sicherheit sollen Passagiere an Flughäfen bis auf die Haut durchleuchtet werden. Politiker laufen Sturm
Die sogenannten Nacktscanner sollen nach dem Willen der EU-Kommission auf Flughäfen zum Einsatz kommen und dabei Passagiere bis auf die Haut durchleuchten. Auf einem dreidimensionalen Bild ist der Fluggast in Umrissen ohne Kleidung zu sehen, alle am Körper befestigten Gegenstände - etwa versteckte Waffen - werden so sichtbar.
Die Kommission verteidigte ihren Vorstoß: Die Durchleuchtungsgeräte seien eine effektive, aber freiwillige Ergänzung der bestehenden Kontrollen und eine Zeitersparnis für die Passagiere. Doch die europäischen Parlamentarier verlangen weitere Prüfungen. «Wir wollen ausschließen, dass ein Passagier dazu gezwungen wird, und wir wollen auch die Mitgliedstaaten nicht verpflichten, das einzusetzen», erläuterte ein Sprecher des EU-Parlaments.
Das Parlament forderte die Kommission in einer Entschließung auf, in drei Monaten mögliche Auswirkungen auf Persönlichkeitsrechte und Gesundheit zu prüfen. Ein Antrag der Liberalen zum Verzicht auf das Projekt fand keine Mehrheit. Besorgt sind die Abgeordneten in erster Linie darüber, dass die Kommission das Vorhaben "durch die Hintertür" ohne Diskussion einführen könnte. Dieses "äußerst heikle Thema" erfordere eine "umfassende und offene Diskussion mit Fluggästen auf EU- und einzelstaatlicher Ebene".
Auch bei deutschen Politikern stößt diese Maßnahme auf scharfe Kritik. Der Gebrauch sei eine Verletzung der Intimsphäre, das Vorhaben "in jeder Beziehung fragwürdig und unverhältnismäßig", so der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz. Der Grünen-Experte Wolfgang Wieland sprach von einem "elektronischen Zwangs-Strip" und einer "Massenerniedrigung der Passagiere". Grünen-Chefin Claudia Roth warf der Kommission krankhaften Kontrollwahn vor. Ulla Jelpke von der Linksfraktion sagte: "Ein Flughafen ist kein FKK-Strand, und Flugpassagiere sind keine Akteure einer Peepshow".
Nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) jedoch werde die Intimsphäre der Reisenden gewahrt bleiben. Der Kontrolleur am Bildschirm werde die zu überprüfende Person nicht direkt sehen können. "Damit wird ausgeschlossen, dass das Bild der Person direkt zugeordnet werden kann", erklärte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.
Die Scanner werden bereits probeweise auf Flughäfen in Amsterdam, Zürich und London eingesetzt. In Deutschland sollen erste Labortests Ende des Jahres kommen. Laut Bundespolizei sollen aber zunächst Gesundheits- und Sicherheitsaspekte sowie - mit Hilfe externer Experten - rechtliche Fragen geklärt werden. "Erst wenn klar ist, ob dieser Scanner unseren Anforderungen entspricht, wird über einen Praxistest entschieden", sagte Sprecher Jörg Kunzendorf.
- Datum 23.10.2008 - 19:41 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Ich finde es gut, dass das Projekt nicht einfach so hingenommen wird. Aber bevor Politiker so extrem negativ auf die Geräte reagieren, sollte man sich ernsthaft fragen, ob es nicht viele Passagiere angenehmer fänden, mit einem solchen Gerät "ausgezogen" zu werden, als von zum Teil seltsamen, fremden Menschen von Kopf bis Fuß betatscht. Meine persönliche Entscheidung würde ich wohl von dem Menschen abhängig machen, der mich zu untersuchen hat.
Nur ein kurzer Gedanke nach meinem Flug nach London, letztens...
Nehmen Sie es nicht persönlich, aber Unwissen ist eines der großen menschlichen Übel.
Es geht hier nicht "nur" um die Verletzung der Intimsphäre. Worüber Sie sich wirklich Gedanken machen sollten, ist die Gesundheitsbelastung. Oder sind Sie davon überzeugt, dass so ein Scann gesundheitlich unbedenklich ist?! Glauben Sie wirklich an die Mär harmloser Strahlungsportionierungen? Na dann, bonafide
Also zuerstmal ist das meiner Meinung nach ein riesiger Unterschied ob man auf die ganze Haut gescannt oder vorsichtig abgetastet wird - schließlich geschieht das Abtasten diskret, und von gleichgeschlechtlichen Menschen, und da ist wenigstens noch ein bisschen Stoff dazwischen.
Ich möchte nicht bis auf die Haut ausgezogen werden, und ich finde es schlimm dass derartige Untersuchungen für nötig gehalten werden.
Außerdem kann man durch diese Geräte auch medizinische Eingriffe wie künstliche Darmausgänge sehen, wo bleibt denn da die Privatsphäre?
Meiner Meinung nach sind viele dieser Sicherheitsvorkehrungen eh nur eine Reaktion auf die Panikmache der Medien, wenn ein Anschlag passiert ist.
Ich will damit keineswegs in irgendeinster Weise die schrecklichen Anschläge an Flughafen abwerten, zumal wenn sie Menschenleben kosten.
Aber ich frage mich ob man einen Flughafen jemals so sicher machen kann, dass nichts mehr passieren kann - und wenn ja um welchen Preis.
Den Preis der Menschenwürde möchte ich ehrlich gesagt nicht zahlen.
Als Vielflieger teile ich Ihre Bedenken nicht. Ich fühle mich durch die ständige Betatscherei bei den Sicherheitskontrollen in meiner Würde permanent verletzt. Wäre ein solcher Scanner unter dem Vorzeichen, diese (im Übrigen auf jedem Flughafen mit anderer Intensität vollzogene) Prozedur abzuschaffen in die Medien lanciert worden, wäre der Aufschrei wahrscheinlich nicht halb intensiv.
Als Vielflieger teile ich Ihre Bedenken nicht. Ich fühle mich durch die ständige Betatscherei bei den Sicherheitskontrollen in meiner Würde permanent verletzt. Wäre ein solcher Scanner unter dem Vorzeichen, diese (im Übrigen auf jedem Flughafen mit anderer Intensität vollzogene) Prozedur abzuschaffen in die Medien lanciert worden, wäre der Aufschrei wahrscheinlich nicht halb intensiv.
Langsam sollten die Gehirne auch der denkfaulsten Zeitgenossen doch langsam mal auf Touren kommen. Besonders fragwürdig wird diese Praxis, wenn man außerdem bedenkt, dass ein Großteil der verübten Terroranschläge zumindest unter Mitwisserschaft von europäischen und amerikanischen Geheimdiensten stattgefunden hat, wie der Investigativ arbeitende Journalist Jürgen Elsässer in seinem neuesten Buch aufgedeckt hat.
Wer darüber hinaus noch Informationen braucht, sollte unter "Operation Gladio" googeln, oder yahoohen oder was auch immer - es ist schon jeder von uns unter vollständiger Beobachtung, am meisten diejenigen, die die Wahrheit wissen wollen.
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Bürger, sei wachsam!
.. geht es nicht. Es geht nur im NAMEN EINER PERSON.
Diese Idee kommt nicht aus dem Weltall, sondern von Bürokraten oder
Mandatsträgern, die HIER BEIM NAMEN GENANNT werden sollten.
Was wird mit der kleinbrüstigen blutrünstigen Terroristin, die statt einem Wonderbra zwei Plastiksprengstoffprothesen samt klimmenden Lunten durch den Scanner trägt?
Reine Geschäftelmacherei mit der Angst der kollektiv durchgeknallten Innenminister landauf landab!
Wenn ich mit meinem Auto voller Bomben, Maschinengewehre und Raketen öfter mal völlig unbehindert durch die Dörfer der Usa-Enklaven rund um die Truppenübungsplätze in Süddeutschland fahre, dann erlebe ich hautnah, dass der "internationale Terrorismus" eine Chimäre sein muss. Oder ein prächtiges Geschäftsmodell.
Man sollte die "rollende Gefahr" selber mal durch nen Scanner lassen! Wird doch einen geben, der Paranoia identifiziert.
Was gibt es schöneres, wie den Menschen in seiner natürlichen gottgegebenen Gestalt zu sehen? Zugegeben, bei einigen, besonders in Deutschland (was Europa angeht) oder in den USA (was Amerika angeht), wäre das weniger prickelnd, aber:
Wenn es dem Schutz der Allgemeinheit dient, warum nicht?
Was sich bei diesem Thema zeigt ist doch, dass unsere etablierten Politiker da oben nicht nur von Politik keine Ahnung haben (was sich an 1000 hausgemachten Krisen zeigt), sondern auch von lediglich Anschauen schon die Krise bekommen, während echte Krisen ausgesessen werden, bis es zu spät ist.
Sachlich gesehen sorgen die Scanner dafür, dass weniger 'Rumgetouche' angesagt ist, was mancher da oben wahrscheinlich vermissen wird.
Der Sicherheitszuwachs wäre mit diesen Scannern dermaßen groß, dass Fliegen endlich wieder sicher wäre, gäbe es nicht das mehr an Flugverkehr da oben, was dann zum Problem wird, wenn keine gescheiten neuen Flughäfen gebaut werden.
Aber wie so oft:
Nichts tun, Elite bekämpfen (wie z.B. Herrn Ackermann) und Agressionen auf die Schwächsten lenken. Das ist das Markenzeichen der angesagten etablierten Politiker, die immer wieder gewählt werden, während die echte Elite unterdrückt wird.
Als Vielflieger teile ich Ihre Bedenken nicht. Ich fühle mich durch die ständige Betatscherei bei den Sicherheitskontrollen in meiner Würde permanent verletzt. Wäre ein solcher Scanner unter dem Vorzeichen, diese (im Übrigen auf jedem Flughafen mit anderer Intensität vollzogene) Prozedur abzuschaffen in die Medien lanciert worden, wäre der Aufschrei wahrscheinlich nicht halb intensiv.
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