Bildungsgipfel Was bleibt, ist Streit ums Geld

Die Bandbreite der Enttäuschung nach dem Bund-Länder-Treffen ist groß. Die wahre Bilanz zeigt sich in den Reaktionen derer, die tatsächlich gewagt hatten, zu hoffen

Die Enttäuschung am Tag nach dem Gipfel hat viele Gesichter. Bei den einen ist sie professionell motiviert. Dazu gehört die Riege von SPD-Politikern wie Juso-Chefin Franziska Drohsel oder Eva-Maria Stange, der Vorsitzenden der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Bildung. Sie hätten Angela Merkel aus politischem Konkurrenzdenken selbst dann keinen Erfolg bescheinigt, wenn er umwerfend gewesen wäre.

Ihre Wortmeldungen kann man getrost vernachlässigen. Genau wie die Begeisterungsrufe jener CDU-Ministerpräsidenten, die jetzt demonstrativ und wider besseren Wissens von einem "zukunftsweisenden Signal“ (Peter Harry Carstensen) oder einem "großen Fortschritt“ (Jürgen Rüttgers) sprechen.

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Und dann sind da die anderen, die wirklich gehofft haben, zaghaft vielleicht, aber ehrlich. Josef Kraus zum Beispiel, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, der sagt: "Der Bildungsgipfel ist in der Geschichte eine unbedeutende Fußnote.“

Oder der Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der sagt: „Bund und Länder haben das Ziel aufgegeben, mehr junge Leute zur Aufnahme eines Studiums zu motivieren.“  Es sind ihre Stimmen, die die wahre Bilanz des Gipfels wiedergeben. Ihre Enttäuschung ist echt. Und diese hat sich Angela Merkel selbst zuzuschreiben.
 
Die Verkündung von längst Beschlossenem, ein paar lauwarme Absichtserklärungen und ein handfester Finanzierungsstreit: Der Bildungsgipfel ist gescheitert. Dass es dennoch am Tag danach nicht wirklich finster um die Zukunft der Bildung bestellt ist, hat am allerwenigsten mit Angela Merkels vermeintlicher Führungsstärke zu tun.

Denn die gute Nachricht ist: Deutschland hat in den vergangenen Jahren in der Bildung viel erreicht. Auch ohne den einen großen Ruck. Auch ohne, dass sich Bund und Länder auch nur ein einziges Mal hätten durchringen können, Deutschlands Bildungswesen so zu finanzieren, wie es seiner Bedeutung für das Wohlergehen des Landes angemessen wäre.

Leser-Kommentare
  1. Deutschland hat in den vergangenen Jahren in der Bildung viel erreicht. Auch ohne den einen großen Ruck.

    Nun gut, Stichwort Bologna, das Resultat einer Erklärung von 40 Staaten, einen europäischen Hochschulraum zu schaffen, mit international vergleichbaren und anerkannten Abschlüssen: Bachelor und Master.

    Das Problem in Deutschland:
    Nach einer Studie des Hochschulinformations- Systems bricht in den Universitäten jeder vierte Bachelorstudent ab, in Fachhochschulen sogar jeder dritte, als häufigster Grund dafür wird die fehlende Anpassung des Stoffes an die verkürzte Studienzeit genannt.

    Ganz davon abgesehen, das nach bisherigen Beobachtungen achtsemestrige Studiengänge offenbar nach wie vor leichter in höhere Positionen vorrücken als Bewerber mit sechssemestrigen BA-Studiengängen.

    Die absolute Frage, welche sich mir stellt, klingt aber deutlich im Artikel an:

    Deutschlands Bildungswesen so zu finanzieren, wie es seiner Bedeutung für das Wohlergehen des Landes angemessen wäre.

    Und da ist man prompt wieder bei der Titelzeile.

    • ttob
    • 23.10.2008 um 13:43 Uhr

    ... an die Bildungskonferenz unter Leitung von Frau Honecker, da hatten sich auch alle Änderungen erhofft. Wenig später war das korrupte System tot, mag es hier auch so kommen.

    • tronco
    • 23.10.2008 um 21:54 Uhr

    Das Problem unseres Bildungssystems ist m.M. nach nicht irgendeine Finanzierung für mehr Lehrer, anders ausgebildete Lehrer, Schulen und Material etc., das sind politische Probleme, die es zu lösen gilt und bei denen dringend gearbeitet werden muss. Ein Problem des Bildungssystems ist es nicht; es gibt in diesem land überhaupt kein Bildungssystem mehr, weil überall - nichtmals von den Ländergrenzen abhängig - verschiedene Systeme zusammenlaufen und dann durch ein Zentralabitur gleichgesetzt werden sollen. DAS ist ein bildungssystematisches Problem und das gilt es zu lösen. Es kann nicht sein, dass die Bedingungen für das NRW-Zentralabitur verringert werden, damit Gesamtschulen am Zentralabitur teilnehmen können oder dass es hunderte Sonderformen von Schulen gibt, die nicht durch das Znetralabitur erfasst werden. Entweder man macht es anständig oder gar nicht. Zu anständig würde gehören, dass sich die Politik im Allgemeinen endlich für EIN System einigt, meiner Meinung nach muss das unbedingt das altbewährte dreigliedrige sein, ob man es durch Verlängerung der Grundschule modifiziert, sei dahingestellt, aber sinnvoller ist es schon. Des Weiteren endlich ein deutschlandweites Abitur und nicht 16 verschieden !

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    • Isaidy
    • 28.10.2008 um 9:23 Uhr

    Die Ziele müssen vorgegeben werden seitens des Bundes bzw. der Länder, sprich: die Etappenziele und die Abschlüsse. Warum sollte man es den Schulen nicht überlassen, durch ihre Konzepte Wettbewerb auszulösen? Ein harter jeweiliger Abschluss muss am Ende dabei herauskommen, egal, ob dieser auf einem Gymnasium, einer Realschule oder einer Gesamtschule erreicht wird. Wie der Weg dahin beschritten wird, sollte den Schulen überlassen werden. Es gibt - weiß Gott - bessere Lehr-/ und Lernmöglichkeiten als den konservativen Frontalunterricht im dreigliedrigen Schulsystem. Andere Schulen lehren mit anderen Konzepten und der Erfolg wird oft in Form von breitem Zuspruch seitens Eltern, Schülern und Lehrern bestätigt. Warum muss vom Staat/Land die Art des Lehrens/Lernens festgeschrieben werden? Wettbewerb täte unserer Lehre gut, aber nicht in Form von 16 Bildungsministerien, die im Wolkenkuckucksheim alles bis ins Detail festzurren und im Intesse der Parteipolitik handeln, sondern in Form von innovativen Schulleitungen, denen mehr Freiraum geschaffen wird (Beispiel: Max-Brauer-Schule in Hamburg oder Helene-Lange Schule in Wiesbaden). Es gibt Schulen, die mit ihrem Konzept den herkömmlichen weit überlegen sind. Sie der Einheitlichkeit wegen vom Markt zu fegen, wäre fahrlässiger Unfug. Die vorgegebenen einheitlichen Abschlüsse müssen erreicht werden und das von möglichst vielen Schülern. DAS ist das Ziel. Die Schulen der jeweiligen Regionen können am besten auf ihr Klientel eingehen, die Regierung sollte sich auf die Bereithaltung ausreichender finanzieller Mittel, sprich: die Ausstattung der Schulen, und die Kontrolle der Lernziele beschränken. Die Eltern/Schüler werden dann schon mit den Füßen abstimmen, wohin sie ihr Kind schicken. Die Schule muss mit ihrem Konzept und ihrer Erfolgsquote überzeugen. Mir schwebt für mein Kind jedenfalls ein anderer Weg als der konservative Frontalunterricht vor, nur leider werde ich in der Schulwahl von der Parteipolitik der CDU ausgebremst, die die Entstehung weiterer Gesamtschulen aus rein parteipolitischen Interessen in meiner Stadt bislang verhindert, gegen den Willen meines und den Hunderter von Eltern.

    • Isaidy
    • 28.10.2008 um 9:23 Uhr

    Die Ziele müssen vorgegeben werden seitens des Bundes bzw. der Länder, sprich: die Etappenziele und die Abschlüsse. Warum sollte man es den Schulen nicht überlassen, durch ihre Konzepte Wettbewerb auszulösen? Ein harter jeweiliger Abschluss muss am Ende dabei herauskommen, egal, ob dieser auf einem Gymnasium, einer Realschule oder einer Gesamtschule erreicht wird. Wie der Weg dahin beschritten wird, sollte den Schulen überlassen werden. Es gibt - weiß Gott - bessere Lehr-/ und Lernmöglichkeiten als den konservativen Frontalunterricht im dreigliedrigen Schulsystem. Andere Schulen lehren mit anderen Konzepten und der Erfolg wird oft in Form von breitem Zuspruch seitens Eltern, Schülern und Lehrern bestätigt. Warum muss vom Staat/Land die Art des Lehrens/Lernens festgeschrieben werden? Wettbewerb täte unserer Lehre gut, aber nicht in Form von 16 Bildungsministerien, die im Wolkenkuckucksheim alles bis ins Detail festzurren und im Intesse der Parteipolitik handeln, sondern in Form von innovativen Schulleitungen, denen mehr Freiraum geschaffen wird (Beispiel: Max-Brauer-Schule in Hamburg oder Helene-Lange Schule in Wiesbaden). Es gibt Schulen, die mit ihrem Konzept den herkömmlichen weit überlegen sind. Sie der Einheitlichkeit wegen vom Markt zu fegen, wäre fahrlässiger Unfug. Die vorgegebenen einheitlichen Abschlüsse müssen erreicht werden und das von möglichst vielen Schülern. DAS ist das Ziel. Die Schulen der jeweiligen Regionen können am besten auf ihr Klientel eingehen, die Regierung sollte sich auf die Bereithaltung ausreichender finanzieller Mittel, sprich: die Ausstattung der Schulen, und die Kontrolle der Lernziele beschränken. Die Eltern/Schüler werden dann schon mit den Füßen abstimmen, wohin sie ihr Kind schicken. Die Schule muss mit ihrem Konzept und ihrer Erfolgsquote überzeugen. Mir schwebt für mein Kind jedenfalls ein anderer Weg als der konservative Frontalunterricht vor, nur leider werde ich in der Schulwahl von der Parteipolitik der CDU ausgebremst, die die Entstehung weiterer Gesamtschulen aus rein parteipolitischen Interessen in meiner Stadt bislang verhindert, gegen den Willen meines und den Hunderter von Eltern.

    • Kaito
    • 24.10.2008 um 22:00 Uhr

    Und das trifft bei dem Bildungssystem am besten zu. Einfach von einem "Erfolg" zu reden kann man nicht. Das Problem ist eher, dass politisch-realitätsferne Ansichten, die dann noch von der jeweiligen politischen Richtung geprägt sind, hierbei mit dem Alltag in einer Schule oder Hochschule zusammentreffen.

    Das dreigliedrige Schulsystem ist eine äußerst geniale Idee, doch ihre momentane Umsetzung erfolgt nur sehr sehr miserabel - einfach, weil sich seit der Globalisierung die Politik und die Wirtschaft geändert haben.

    So kam es beispielsweise, dass nur noch Maximalabschlüsse gezählt haben. Die Hauptschule war eine Schule für den HAUPTTEIL der Bevölkerung, für die handwerklich begabteren. Mittlerweile gebe ich offen zu, dass man sie eher als eine Art bessere Sonderschule betrachten muss, die Realschule...naja, teilweise die früheren Hauptschule, und auf dem Gymnasium spielen sich die wirklich dramatischen Trauerspiele ab, die selbst Shakespeare vor Neid erblassen lassen - wie die Eltern die Kinder zu immer besseren Leistungen drängen, nur, damit diese eine Chance haben, etwas zu erreichen.
    Und traurigerweise spielt das mittlerweile eine immer größere Rolle: War noch früher für den Beruf des Polizisten nur Realschulabschluss von Nöten, so ist es heute das Abitur, und in bestimmten Fällen sogar ein Gutes bis Sehr Gutes.

    Die Bildung wird immer mehr zu einer "Ware", die sogar gegen Geld bereits erworben kann. Käufliche Klausuren sind keine Einzelfälle auf bestimmten Unis, ebenso wie Studiengebühren generell eingeführt wurden. Die Regierung fördert DIES durch die Studiengebühren, doch stattdessen wird nur gefordert - und nicht gefördert. Ich war bereits auf mehreren Unis zur Vorstellung, und einige kenne ich durch Freunde, Familie oder Kollegen, und "komischerweise" heißt es immer bei den Löchern: "Ach, die sind seit Jahren da...."

    Und dieses Problem betrifft nicht nur Hochschulen, sondern generell Schulen. Nur in absoluten Härtefällen wird das Geld wirklich bezahlt, sonst folgen jahrelange Schreiben, Briefkontakt (wobei der Wert der Briefmarken+Papier wahrscheinlich den Wert der Reparaturen übersteigt, aber lassen wir das), und der große Haufen, der den Kamin beheizt: Ablehnungen.

    Und das Lehrpersonal? Das sind die wirklich meistens armen Menschen, sieht man von Professoren einmal ab: Die Lehrer müssen zum einen in ihrem Fach effizient sein, zum anderen ihre Schüler "vorbereiten", zum dritten schließlich noch den "Papierkram" erledigen und zum vierten die Schule so verkleistern, dass sie dem nächsten Winter standhalten - richtige Alleskönner also, die auch noch einige Klausuren auf spezielle Art und Weise (beispielsweise Abiturklausuren o.Ä.) richtig korrigieren müssen, und dann sogar eine psychologische Ausbildung haben, um letztendlich noch mit den armen so "begabten" Kindern umgehen zu können.

    Seitens der Politik sieht man - einen gewaltigen Unterschied zwischen offenen Versprechen und Tatsachen. Versprochen wird bessere Bildung, Standards, also simpel gesagt das Paradies, doch umgesetzt wird dieses nur mangelhaft. Die Lehrer können ebenso wie die Schüler in den meisten Fällen nur dumm lächeln, protestieren dürfen ja nur die Schüler: Die Lehrer sind dem Land verpflichtet, und daher...naja.

    Doch im Endeffekt leidet - man errate es mit höchster Präzision - der Schüler, der die Mängel sein Leben lang ertragen muss, und kein Lehrer kann die Mängel der Politik ausbessern, geschweige denn die Unfähigkeit einiger führender Köpfe, die sich so einen Schwachsinn wie Oktaeder als LK-Thema Mathematik ausgedacht haben.

    Und sollte der Schüler dann einmal die Schule abgeschlossen haben (wobei er auch schon hier mindestens den Doktorranden verliehen bekommen sollte, als dass er es echt 13 Jahre lang ausgehalten hat), dann muss er sich mit dem Studium beschäftigen, sollte er nicht zu den armen 3,x-Durchschnitts-Menschen gehören, die eine Ausbildung anfangen müssen. Und hier studieren, man rate: DIE BONZEN, die wirkliche "geld - äh- geistige Elite des Landes".

    Und he: Die Regierung "verbessert" das System ja noch...die Begrenzung auf 12 Jahre, dann noch weitere Maßnahmen...Da sind wohl Weihnachten, Ostern und das Begräbnis der Bildung schon vorverlegt worden oder??

  2. Wegen der Finanzkrise rückte der Bildungsgipfel leider in den Hintergrund. Bund und Länder einigten sich gemeinsam darauf, die Bildungsausgaben anzuheben und zwar bis 2015 auf zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
    Wovon jedoch soll das bezahlt werden? Der Bund stimmte bis jetzt nicht zu, die Kosten gemeinsam mit den Ländern zu tragen.
    Merkel feierte die Einigung auf 10 Prozent als Riesenschritt. Das Thema Studiengebühren blieb unbehandelt.
    Einerseits wird auf dem Bildungsgipfel vereinbart wird, dass 40 Prozent eine Jahrgangs Abitur machen sollen, andererseits gibt es Studiengebühren. Ist dieser Gegensatz nicht extrem kontraproduktiv?

    Sind die Studiengebühren etwa ein Anfang der Finanzierung der neuen beschlossenen Bildungsausgaben?

    • Isaidy
    • 28.10.2008 um 9:23 Uhr

    Die Ziele müssen vorgegeben werden seitens des Bundes bzw. der Länder, sprich: die Etappenziele und die Abschlüsse. Warum sollte man es den Schulen nicht überlassen, durch ihre Konzepte Wettbewerb auszulösen? Ein harter jeweiliger Abschluss muss am Ende dabei herauskommen, egal, ob dieser auf einem Gymnasium, einer Realschule oder einer Gesamtschule erreicht wird. Wie der Weg dahin beschritten wird, sollte den Schulen überlassen werden. Es gibt - weiß Gott - bessere Lehr-/ und Lernmöglichkeiten als den konservativen Frontalunterricht im dreigliedrigen Schulsystem. Andere Schulen lehren mit anderen Konzepten und der Erfolg wird oft in Form von breitem Zuspruch seitens Eltern, Schülern und Lehrern bestätigt. Warum muss vom Staat/Land die Art des Lehrens/Lernens festgeschrieben werden? Wettbewerb täte unserer Lehre gut, aber nicht in Form von 16 Bildungsministerien, die im Wolkenkuckucksheim alles bis ins Detail festzurren und im Intesse der Parteipolitik handeln, sondern in Form von innovativen Schulleitungen, denen mehr Freiraum geschaffen wird (Beispiel: Max-Brauer-Schule in Hamburg oder Helene-Lange Schule in Wiesbaden). Es gibt Schulen, die mit ihrem Konzept den herkömmlichen weit überlegen sind. Sie der Einheitlichkeit wegen vom Markt zu fegen, wäre fahrlässiger Unfug. Die vorgegebenen einheitlichen Abschlüsse müssen erreicht werden und das von möglichst vielen Schülern. DAS ist das Ziel. Die Schulen der jeweiligen Regionen können am besten auf ihr Klientel eingehen, die Regierung sollte sich auf die Bereithaltung ausreichender finanzieller Mittel, sprich: die Ausstattung der Schulen, und die Kontrolle der Lernziele beschränken. Die Eltern/Schüler werden dann schon mit den Füßen abstimmen, wohin sie ihr Kind schicken. Die Schule muss mit ihrem Konzept und ihrer Erfolgsquote überzeugen. Mir schwebt für mein Kind jedenfalls ein anderer Weg als der konservative Frontalunterricht vor, nur leider werde ich in der Schulwahl von der Parteipolitik der CDU ausgebremst, die die Entstehung weiterer Gesamtschulen aus rein parteipolitischen Interessen in meiner Stadt bislang verhindert, gegen den Willen meines und den Hunderter von Eltern.

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    • tronco
    • 31.10.2008 um 12:51 Uhr

    Es mag durchaus sein, dass reiner Frontalunterricht durchdacht werden muss beziehungsweise sollte, allerdings muss meiner Einschätzung nach ein Teil dieses Unterrichtes erhalten bleiben; schon allein nur aus dem Grund, dass der Lehrer eine Lehrerposition einnimmt und nicht die eines freundschaftlichen Trainers. Schule hat mehr denn je heutzutage auch einen erzieherischen Auftrag, der durch die Gesetzgebung leider nicht ausreichend abgesichert ist.
    Wettbewerb zwischen Schulen, welcher in weiterführenden Schulen beispielsweise über das Fremdsprachenangebot hinausgeht, halte ich für falsch. Nachdem in NRW die Grundschulbezirke ausfgehoben wurden, kam es zu einer Art Bildung von elitärer Grundschule und verglichen dazu zu "Problemschulen" - nicht wirklich gut für unsere Gesellschaft; gerade jüngere Kinder müssen in der Grundschule motiviert werden.
    Aufgabe der Politik ist es nicht nur Schulen auszustatten, Schulen finanziell zu unterstützen und irgendein grobes inhaltliches Ziel auszugeben. Der Staat muss gewährleisten, dass das Abitur ein elitärer Abschluss bleibt, der in voller Breite Allgemeinbildung beinhaltet und die Abiturienten auf Universitäten und akademische Karrieren vorbereitet. Mir ist klar, dass ich durch meine Wortwahl "elitär" in diesem Land wieder einmal auf Kritik stoßen werde, allerdings ist dies meiner Meinung nach ein weiterer Wahnsinn unserer Gesellschaft ..., aber das gehört jetzt nicht direkt hier her. Und genau den letzten Punkt sehe ich durch Gesamtschulen und Schulen, in denen man seinen Namen tanzt und Schüler selbst entscheiden, was sie lernen wollen, gefährdet.

    • tronco
    • 31.10.2008 um 12:51 Uhr

    Es mag durchaus sein, dass reiner Frontalunterricht durchdacht werden muss beziehungsweise sollte, allerdings muss meiner Einschätzung nach ein Teil dieses Unterrichtes erhalten bleiben; schon allein nur aus dem Grund, dass der Lehrer eine Lehrerposition einnimmt und nicht die eines freundschaftlichen Trainers. Schule hat mehr denn je heutzutage auch einen erzieherischen Auftrag, der durch die Gesetzgebung leider nicht ausreichend abgesichert ist.
    Wettbewerb zwischen Schulen, welcher in weiterführenden Schulen beispielsweise über das Fremdsprachenangebot hinausgeht, halte ich für falsch. Nachdem in NRW die Grundschulbezirke ausfgehoben wurden, kam es zu einer Art Bildung von elitärer Grundschule und verglichen dazu zu "Problemschulen" - nicht wirklich gut für unsere Gesellschaft; gerade jüngere Kinder müssen in der Grundschule motiviert werden.
    Aufgabe der Politik ist es nicht nur Schulen auszustatten, Schulen finanziell zu unterstützen und irgendein grobes inhaltliches Ziel auszugeben. Der Staat muss gewährleisten, dass das Abitur ein elitärer Abschluss bleibt, der in voller Breite Allgemeinbildung beinhaltet und die Abiturienten auf Universitäten und akademische Karrieren vorbereitet. Mir ist klar, dass ich durch meine Wortwahl "elitär" in diesem Land wieder einmal auf Kritik stoßen werde, allerdings ist dies meiner Meinung nach ein weiterer Wahnsinn unserer Gesellschaft ..., aber das gehört jetzt nicht direkt hier her. Und genau den letzten Punkt sehe ich durch Gesamtschulen und Schulen, in denen man seinen Namen tanzt und Schüler selbst entscheiden, was sie lernen wollen, gefährdet.

    • bediko
    • 28.10.2008 um 15:06 Uhr

    Solange wir das "Drei-Klassen-Schulsystem" haben, ein Überbleibsel der Dreiklassengesellschaft und des Dreiklassenwahlrechts, ist alles Herumdoktern überflüssig! Die Oberschicht hier hängt wohl daran. So hält man sich auch organisatorisch die Unterschicht (=Plebs) vom Hals. Weiter so! Wunderbar! Viel Erfolg!

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    • Andiol
    • 28.10.2008 um 16:07 Uhr

    Die angebliche Unterlegenheit des dreigliedrigen Schulsystems gegenüber dem Einheitsschulsystem lässt sich in Deutschland an keiner einzigen Stelle beweisen - im Gegenteil: Bei sämtlichen Vergleichsarbeitens hinken z.B. die Ergebnisse der Gesamtschulen weit hinter denen der des dreigliedrigen Systems hinterher. Sie reden vom Dreiklassensystem - da sollte es schon mal erlaubt sein, das sozialistische, gleichmacherische Menschenbild in Frage zu stellen: Es hat diesem Planeten nicht wirklich weitergeholfen. Individuelle Förderung ja - aber nicht im Korsett der Nivellierung auf dem kleinsten Nenner.

    • Andiol
    • 28.10.2008 um 16:07 Uhr

    Die angebliche Unterlegenheit des dreigliedrigen Schulsystems gegenüber dem Einheitsschulsystem lässt sich in Deutschland an keiner einzigen Stelle beweisen - im Gegenteil: Bei sämtlichen Vergleichsarbeitens hinken z.B. die Ergebnisse der Gesamtschulen weit hinter denen der des dreigliedrigen Systems hinterher. Sie reden vom Dreiklassensystem - da sollte es schon mal erlaubt sein, das sozialistische, gleichmacherische Menschenbild in Frage zu stellen: Es hat diesem Planeten nicht wirklich weitergeholfen. Individuelle Förderung ja - aber nicht im Korsett der Nivellierung auf dem kleinsten Nenner.

    • Andiol
    • 28.10.2008 um 16:07 Uhr

    Die angebliche Unterlegenheit des dreigliedrigen Schulsystems gegenüber dem Einheitsschulsystem lässt sich in Deutschland an keiner einzigen Stelle beweisen - im Gegenteil: Bei sämtlichen Vergleichsarbeitens hinken z.B. die Ergebnisse der Gesamtschulen weit hinter denen der des dreigliedrigen Systems hinterher. Sie reden vom Dreiklassensystem - da sollte es schon mal erlaubt sein, das sozialistische, gleichmacherische Menschenbild in Frage zu stellen: Es hat diesem Planeten nicht wirklich weitergeholfen. Individuelle Förderung ja - aber nicht im Korsett der Nivellierung auf dem kleinsten Nenner.

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