Menschenrechte Sacharow-Preis geht an Hu JiaSeite 2/2

"Ich weiß, wenn sie an die Tür klopfen, bedeutet das, dass sie mich mitnehmen wollen", sagte Hu Jia kurz vor seiner Festnahme der Deutschen Presse-Agentur in Peking. Im Dezember 2007 wurde er verhaftet. Im April, drei Monate vor den Olympischen Spielen, schickte die chinesische Justiz Hu Jia für dreieinhalb Jahre hinter Gitter. Die Anklage warf ihm vor, "Artikel auf ausländischen Webseiten veröffentlicht, Kommentare in Interviews mit ausländischen Medien gemacht und wiederholt die Leute angestiftet zu haben, das politische und sozialistische System in China zu untergraben".

Das Europa-Parlament sah hilflos zu; vergeblich wurde seine Freilassung gefordert. Menschenrechtsgruppen sahen einen "klassischen Fall von politischer Verfolgung" und sprachen von einer "Säuberungskampagne" vor Olympia. Wegen ihres unerschrockenen Engagements waren Hu Jia und seine Frau, die Bügerrechtlerin Zeng Jinyan, vom US-Magazin "Time" auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten gesetzt worden. Hu Jia galt bei der Verleihung des Friedensnobelpreises diesen Monat als einer der aussichtsreichen Kandidaten.

Der Sacharow-Preis wird seit 1988 vom Europäischen Parlament an Persönlichkeiten verliehen, die sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit einsetzen. Er ist nach dem Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow benannt.

 
Leser-Kommentare
  1. Ich will mal Hellseher spielen:

    Hier wird gleich die Fraktion auftauchen, die es partout nicht versteht, das ausgerechnet Hu Jia diesen Preis bekommt. Zufällig wird diese Faktion auch die Meinung vertreten, das in China die Menschenrechtslage lediglich suboptimal ist und die paar Einschränkungen im Sinne aller Chinesen sind, denen man ja eh nicht in ihr eigenes Land reinreden soll.

    Die andere Fraktion wird sich hier freuen, das die EU endlich ein Zeichen der Emanzipation setzt, sich nicht von China rumschieben lässt und vor allem nicht zulässt, das man sich von Peking in die inneren Angelegenheiten reinzureden hat.

    Mal sehen, wo diese Diskussion endet.

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    Typen wie Erfreulich&Co, die für eine kleine Münze ihre Deutschkenntnisse vermarkten und Propaganda betreiben für das Pekinger Menschenverächter-Regime? Ich will mal nicht deutlicher werden, sonst schlägt noch die Zeit-Zensur zu und was sollen die Chinesen dann denken?

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    Alles, was gesagt werden kann, kann klar gesagt werden -
    Ludwig Wittgenstein

    Typen wie Erfreulich&Co, die für eine kleine Münze ihre Deutschkenntnisse vermarkten und Propaganda betreiben für das Pekinger Menschenverächter-Regime? Ich will mal nicht deutlicher werden, sonst schlägt noch die Zeit-Zensur zu und was sollen die Chinesen dann denken?

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    Ludwig Wittgenstein

  2. ...hätte man nicht auch an die Autoindustrie in Deutschland denken müssen?

  3. für Hu Jia und hoffe, dass es ihm gut geht. Ich wünsche ihm Glück, Gesundheit und den Mut, weiter zu machen.
    Seinen Widersachern wünsche ich, dass sie die Dinge sehen, wie sie sind.

  4. [Entfernt wegen Doppelpostings. / Die Redaktion as]

  5. Typen wie Erfreulich&Co, die für eine kleine Münze ihre Deutschkenntnisse vermarkten und Propaganda betreiben für das Pekinger Menschenverächter-Regime? Ich will mal nicht deutlicher werden, sonst schlägt noch die Zeit-Zensur zu und was sollen die Chinesen dann denken?

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    Ludwig Wittgenstein

    Antwort auf "Mal sehen"
  6. dass endlich mal die Kritiker in China fuer ihre Taetigkeiten geehrt werden. Vielleicht gibt das den Landesveraetern die fuer 5 Mao ihre Artikel hier schreiben zu denken dass sie an etwas teilnahmen jedoch blind auf beiden Augen der Propaganda der KPC hinterher rennen. In die Geschichtsschreibung wird Hu Jia vielleicht positiv eingehen jedoch sicherlich nicht die Schleimer und Speichellecker, die wegen der Luftblase in China alle Werte ueber Bord werfen. Inzwischen lieber Schwarzbart sind jedoch nicht nur die Auslandschinesen wie Deutsch-Chinese auf 5 Mao Kurs, auch die Toleranz einiger deutscher Forenteilnehmer ist sehr dehnbar geworden, dass einige dieser Trolle hier wieder Fuss fassen konnten.

  7. Nach der ehemals von außen generalstabsmässig vorbereiteten Antichina-Tibetaktion, die letztlich angesichts des Olympiade-Eindrucks schliesslich im Sande verlaufen ist fehlen nicht weitere Versuche des Terriers EU, dem Elefanten China ans Bein zu pinkeln.
    Dafür sind die Dissidenten und inneren Regimekritiker wertvolle Instrumente.
    Wenn es dieselben nicht gäbe, müßte man sie erfinden.

  8. Pöttering, einer der fanatischsten Anhänger der EU-Verfassung/Vertrag von Lissabon setzt sich also angeblich für Demokratie und Menschenrechte in China ein.

    Wofür steht die EU-Verfassung: Für die Entmachtung der nationalen Legislative; für eine massive Aufrüstung; für weiteren sozialen Kahlschlag; für die Möglichkeit auf Einführung der Todesstrafe. Das waren nur die wichtigsten Punkte. Und dafür steht Pöttering, der große Demokrat und Menschenrechtler. Im besten Fall ein Heuchler.

    Im Angesicht einer neuen Weltwirtschaftskrise, im Angesicht von Hungerkatastrophen rund um den Globus wäre eine Zusammenarbeit der USA, der Europäer, Russlands, Chinas und Indiens von herausragender Bedeutung und die einzige Lösung um nicht die Katastrophe von 33-45 zu wiederholen, aber leider gibt es im Westen zu viele die diesen Ansatz hintertreiben. In Europa vor allem die Fraktion, die von einem Europäischen Imperium träumt (Cooper, Blair, Barroso, Solana etc.), welches in die Fußstapfen der USA treten soll. Und Pöttering scheint einer der Handlanger dieser kruden Iden zu sein.

    Und wo die Zeit steht, sieht man leider daran, dass sie die rassistische Hetze der Stahlhelm-Fraktion hier im Forum toleriert.
    (Anmerkung: Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)

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