Am Mittwochabend wird dem amerikanischen Fernsehzuschauer Eintopf gereicht werden. Überall dasselbe. Auf mindestens drei Kanälen der Kandidat Obama. Nein, nicht bloß die notorischen 60-Sekunden-Werbespots. Sondern eine satte halbe Stunde Selbstdarstellung.

Die neuen Abenteuer der alten Christine und andere beliebte Abendserien werden warten müssen. Stattdessen Obama, Obama und nochmal Obama. Was das alles kostet, will man lieber nicht so genau wissen.

Mitleid mit Obama wegen des ach so teuren Wahlkampfes muss aber niemand haben. Der Mann hat’s ja. Mehr als 600 Millionen Dollar Wahlkampfspenden sind auf Obamas Konten eingegangen – mehr als je zuvor ein Kandidat gesammelt hat.

Im Grunde weiß Kandidat O. kaum mehr, wohin im dem ganzen Geld. Drum drischt er in der letzten Woche dieses  ewigen Wahlkampfes mit Dauerbeschallung auf den Wähler ein, von Küste zu Küste, von morgens bis abends, auf jedem Kanal.

Nur einen vermisst man bei diesem Medienspektakel: John McCain. Der Mann ist nicht vorgesehen in der transkontinentalen Obama-Show. Dass er im finalen Trommelwirbel noch bis zum Wähler durchdringt, ist unwahrscheinlich. Fairness? Nun ja.