Sechs Mal 007
"Gestatten, Bond, James Bond." So ganz will dieser Satz nicht zu Daniel Craig, dem aktuellen Mimen des britischen Geheimagenten passen. Er ist weit enfernt vom distinguierten Sean Connery und Roger Moore – Mister Bond 2008 spielt körperbetont. Was ihm an britischer Noblesse fehlt, gleicht er mit physischer Präsenz aus. Ein Quantum Trost, der zweite Bond-Film mit Craig, lebt vom Schnitt, weniger von der Geschichte oder den stilistischen Finessen des Helden. Craig ist ein Geheimagent, Moore und Connery waren James Bond, selbst wenn sie sich in ihren besten (Film-)Momenten lächelnd über ihre Filmfigur erhoben. Regisseur Marc Forster hat die Figur des britischen Geheimagenten runderneuert. Er hat ihr Ernst und Unmittelbarkeit geschenkt, die in der Figur so nie angelegt waren. Kein ironisches Spiel mehr, kein Geprahle mit geheimdienstlichen Technik-Gimmicks. Stattdessen: Geschwindigkeit, Action, freier, blutiger Oberkörper.
- Datum 06.11.2008 - 17:33 Uhr
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Zurück zur Ausgangsseite





Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren