Ein Fest für Millionen
Eine Veranstaltung mit dreißig Millionen Besuchern – unvorstellbar für den Durchschnittseuropäer. In Indien wird alle zwölf Jahre ein solches Treffen zur Realität, wenn die Kumbh Mela, das größte Fest der Welt, stattfindet. Millionen hinduistische Pilger suchen dann Erlösung durch ein Bad im heiligen Fluss Ganges. Hier werden auch die Sadhus initiiert, die heiligen Männer der verschiedenen Orden. Für das Rahmenprogramm sorgen Schausteller, Händler und unzählige Gurus – sie alle bieten für jeden Geschmack etwas, sei es gegen Hunger, zur Erbauung oder für die spirituelle Weiterentwicklung. Der Schriftsteller Ilija Trojanow und der Fotograf Thomas Dorn sind für zwei Wochen eingetaucht in das Massenspektakel, haben mit den Pilgern gegessen, genächtigt, Theaterstücke angeschaut, Tee getrunken und gesungen. In dem nun erschienenen gleichnamigen Bildband begleiten sie den Betrachter mitten hinein das eindrucksvolle Ereignis. Fotos und Texte führen so nah an die Pilger beim heiligsten aller hinduistischen Feste heran, dass die Zusammenkunft beinah zur intimen Angelegenheit wird und die große Anzahl an Menschen gar nicht mehr so beängstigend ist.
- Datum 12.11.2008 - 10:21 Uhr
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