US-Wahl Obamas Fels

Mit der künftigen First Lady Michelle Obama zieht eine starke Frau ins Weiße Haus ein. Ein Büro, wie einst Hillary Clinton, will sie nicht. Politisch denkt sie trotzdem

Schon vor ihrem Einzug in das Weiße Haus wird die zukünftige First Lady der USA, Michelle Obama, mit der populärsten First Lady des vergangenen Jahrhunderts, Jackie Kennedy, verglichen. Von Jackie Kennedys politischer Zurückhaltung ist sie dennoch weit entfernt.

Vor allem zu Anfang des Wahlkampfs sorgte sie mit mehreren unbedachten Äußerungen für Nervosität im Wahlkampfteam ihres Mannes. So sagte sie beispielsweise bei einem Wahlkampfauftritt im Februar, seit der Kandidatur ihres Mannes sei sie erstmals stolz auf ihr Land. Konservative Sender wiederholten diese Aufnahme tagelang, Kritiker nannten sie daraufhin eine harte und bittere Schwarze, konservative Talk-Radio-Sender warnten fortan vor angry Michelle , einer angeblich rachsüchtigen, zukünftigen First Lady.

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Die hochgebildete Juristin lernte schnell aus ihren frühen Fehlern und betont bei ihren öffentlichen Auftritten nun vor allem ihre Rolle als Mutter. "Meine Töchter sind das Erste, woran ich nach dem Aufwachen denke, und auch beim Einschlafen denke ich noch an meine Töchter", sagte Michelle Obama und beschreibt sich – wählerwirksam - als "Erste Mutter der Nation".

Leser-Kommentare
  1. die hoffnung auf den wandel der amerikanischen gesellschaft kann man sich jetzt ja wohl erst mal abschminken, wenn eine derart intelligente und gut ausgebildete frau wie michelle obama nunmehr ihre rolle auf "mutter der nation" reduzieren muss, nur weil sie eventuell sowohl die - immer noch - falsche hautfarbe sowie herkunft hat.

    was frau obama sich erarbeitet hat, ist in der tat ein grund, stolz zu sein - mit der bildungspolitik ihres landes hat das sicher wenig zu tun. warum also sollte sie da nationalstolz entwickeln? damit hat es ja erst mal zeit, bis sich die politik ihres gatten so entwickelt, das das "i'm proud to be an american" mehr ist als nur eine ironische parole der musiktruppe "the tubes"

  2. heute morgen, als sie sooooo stolz auf ihren Mann war?

    Sie ist wirklich der "Fels" hinter Barack - ich kann mir gut vorstellen, dass er (auch und u.a.) Präsident wurde, um sie ein bisschen zu beeindrucken.

    So sind die Männer, manchmal, gell?

    AJ

    • Rahab
    • 06.11.2008 um 7:58 Uhr

    wenn journalistInnen keine anderen "sprüche" einer first oder auch nicht first lady erjagen können als den, sie denke beim aufwachen und beim einschlafen an ihre kinder? beschämend für die journalistInnen, meine ich!

    auch so etwas nennt sich: doing-gender.

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    Michell O. eignen worte.

    Michell O. eignen worte.

  3. Michell O. eignen worte.

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