US-Wahl Zweistelliger Vorsprung für ObamaSeite 2/2

Obwohl Zweidrittel der wichtigsten Unterstützer Barack Obamas schwarze und junge Wähler sind, könnte der Kandidat auch in der Zusammensetzung seiner Wähler historische Werte erreichen. "Dürften sich morgen nur Weiße an den Wahlen beteiligen, würde Obama den Umfragewerten nach verlieren", schreibt John Harwood im Blog der New York Times .  "Und doch ist es in den Umfragen kurz vor dem Wahltag eine wesentliche Stärke Obamas, Wähler verschiedener Hautfarben zu vereinen. Es ist bemerkenswert, dass Obama als erster schwarzer Präsidentschaftskandidat unter Weißen weniger zurückliegt, als es die Kandidaten der Demokraten normalerweise tun." Obama läge bei weißen Wählern etwa deutlich vor Bill Clinton, dem letzten Demokraten, der es bis ins Weiße Haus geschafft hatte.

Clinton hatte 1992 gewonnen, obwohl die Mehrheit der Wähler gegen ihn gestimmt hatte – sein Wahlsieg war auch Ross Perot geschuldet, der als unabhängiger Kandidat rund 19 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Acht Jahre später war Ralph Nader als Kandidat der Green Party der drittstärkste Kandidat und brachte es auf immerhin rund 2,7 Prozent aller Stimmen. In der extrem knappen Wahl von 2000 machten ihn einige Demokraten für die Niederlage Al Gores gegen George W. Bush mitverantwortlich. In diesem Jahr tritt Nader als unabhängiger Kandidat an. Dass ein dritter Kandidat den Wettbewerb zwischen Barack Obama und John McCain entscheidend beeinflussen wird, ist jedoch unwahrscheinlich. Die aktuellste Umfrage , die seine Kandidatur erfasst, rechnet Nader zwei Prozent aller Stimmen zu, Bob Barr, der Kandidat der Libertären Partei, käme demnach auf ein Prozent.

 
Leser-Kommentare
  1. wählt jetzt den richtigen! Wehe, ihr verpatzt es wieder!

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