Die Sängerin, die seit 60 Jahren in den USA lebte, starb bereits am Samstag; sie werde im engsten Familienkreis an einem ungenannten Ort beigesetzt, hieß es am Montag auf ihrer Internetseite.

Súmac, die als "Nachtigall der Anden" bezeichnet wurde, besaß eine außergewöhnliche Stimme und konnte sie in jungen Jahren
durch sechs Oktaven führen: Sie beherrschte ihr Instrument vom tiefsten Alt bis ins hohe Pfeifregister.

Einem größeren Publikum bekannt wurde sie 1953 an der Seite Charlton Hestons in dem Hollywood-Film Das Geheimnis der Inkas. Ihre Lieder mischten auf einzigartige Weise lateinamerikanische Rhythmen mit Elementen aus Jazz und Rock. Auch des Opernrepertoires war Sùmac mächtig.

Als Zoila Augusta Chávarri wurde sie am 10. September 1922 in der peruanischen Provinz Cajamarca geboren. Mit 13 Jahren wurde sie zufällig bei einem Gesangswettbewerb entdeckt. Später feierte "die Stimme der Inkas" auf den Bühnen Lateinamerikas, der USA und Europas große Erfolge.

Sie bezeichnete sich stets als direkte Nachfahrin des letzten Inka-Herrschers Atahualpa, was sie sogar durch Vorlage offizieller Papiere untermauerte. Ihr Künstlername bedeutet in der indianischen Quechua-Sprache "hübsches Mädchen".

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