Miss Nouvelle Vague
Der Regisseur Otto Preminger entdeckte sie, der französische Filmemacher Jean-Luc Godard machte sie unsterblich: Jean Seberg. Als heilige Johanna von Orléans gab sie 1957 ihr Leinwanddebüt. Im Jahr darauf drehte sie . Seberg verkörperte einen neuen Frauentyp: frech, ungebunden, frei. Sie war das Gesicht der Nouvelle Vague, jenes jungen, aufbegehrenden französischen Autorenkinos, das Anfang der sechziger Jahre die Kinolandschaft durcheinanderwirbelte. (1959), der Film, den sie mit Jean-Luc Godard drehte, begründete zusammen mit Francois Truffauts eine ganze Bewegung. Seberg, am 13. November 1938 in Marshalltown, Iowa geboren, pendelte zwischen Hollywood und Europa. Sie spielte in großen Produktionen und kleinen Underground-Filmen. In Philippe Garrels s von 1974 ist über weite Strecken nur ihr Gesicht zu sehen. Ein Denkmal in Form eines Stummfilms. Psychisch und körperlich war die Schauspielerin zu diesem Zeitpunkt schon stark angeschlagen. Sie hatte ein Kind verloren, Drogen- und Alkoholexzesse hinter sich, und mehrere Selbstmordversuche. Im August 1979 wird sie tot aufgefunden. Die Umstände bleiben mysteriös. Verschwörungstheorien kursieren. Ist das FBI involviert, das Seberg wegen ihres Engagements für die Black-Panther-Bewegung beschattete? Hier ein Bild aus dem Jahre 1958: Jean Seberg während der Dreharbeiten zu .
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