China Konjunkturpaket beflügelt Börsen weltweit
Aufatmen in Hongkong, Tokyo und Frankfurt: Das 460 Milliarden Euro schwere Konjunkturprogramm der chinesischen Führung zeigt Wirkung. Hang Seng, Nikkei und Dax im Plus

© Toshifumi Kitamura/AFP/Getty Images
Chinas Konjunkturprogramm beflügelt Asiens Börsen (im Bild die Börse von Tokyo)
Hoffnungen auf den Erfolg von Konjunkturprogrammen haben dem Dax am Montag Auftrieb gegeben. Er notierte nach wenigen Handelsminuten 2,8 Prozent im Plus bei 5076 Punkten. Damit folgte der deutsche Leitindex den Vorgaben der asiatischen Börsen, die positiv auf ein milliardenschweres Hilfspaket der chinesischen Regierung reagiert hatten. Bei den Unternehmen stand die Allianz im Mittelpunkt des Interesses. Ihre Aktien stiegen trotz hoher Verluste bei der Dresdner Bank um 3,1 Prozent auf 67,56 Euro.
Das rund 600 Milliarden Dollar schwere chinesische Konjunkturpaket hat auch die Börse in Hongkong positiv stimuliert. Der Hang Seng Index stieg um 3,5 Prozent auf 14.744 Punkte. Der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland zog sogar 9,1 Prozent auf 7412 Stellen an.
Zuvor hatte bereits die Börse in Tokyo trotz schlechter Konjunkturdaten deutlich fester notiert. Der Nikkei-Index stieg zeitweise um mehr als sechs Prozent und liegt aktuell bei über 9000 Punkten. Der Topix-Index, in dem mehr Unternehmen zusammengefasst sind, legte um 4,2 Prozent zu.
Händler führten den Kursanstieg auf die positiven Vorgaben von der Wall Street vom Freitag zurück, vor allem aber auf die Ankündigung der chinesischen Regierung, mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm die heimische Wirtschaft stützen zu wollen. China ist einer der wichtigsten Handelspartner Japans.
- Datum 04.05.2009 - 11:09 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
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Ohne China weltweit läuft nicht mehr viel, allerdings macht es die chinesische Staatsführung nicht aus Liebe zu anderen Ländern, sondern aus gesunden Eigeninteressen. China braucht den westlichen Markt für seine Wirtschaft.
Wir dürfen uns daran erinnern durch die Weigerung der Chinesen den Amerikanern ihren ständigen Haushaltsdefizit mitzubezahlen kam es letztendlich zum Wirtschaftscrash.
"Falsche Bescheidenheit ist auch eine Form von Heuchelei" (Arthur Schopenhauer).
Darf ich- um nicht zu heucheln - unbescheiden feststellen,
dass ich in ZEIT-online-Kommentaren darauf hingewiesen habe,
dass ohne die Chinesen die Stabilisierung des Weltfinanzsystems nicht gelingen wird,
als Steinbrück noch diagnostizierte, dass die Bankenkrise in erster Linie die USA - und nicht Deutschland - betreffe und als danach zunächst "nationale" (nicht einmal europäische) Lösungsversuche angestrebt wurden, ehe in Washington das Ausmaß der Gefahren so richtig bewusst wurde ?
Die ZEIT-Redaktion wird dies sicher bestätigen können.
Es geht hier nicht um primitive Rechthaberei,
dafür ist die LAge zu ernst!
In Kenntnis der Bücher:
"Der globale Countdown" (Schumann/Grefe) und
"Weltfinanzsystem am Limit" (Dirk Solte)
war diese Prognose kein Kunststück!
Mich wundert nur sehr, dass diese Erkenntnisse in der Politik offensichtlich nicht vorlagen, sondern stets "nachjustiert und aktualisiert werden musste".
"Falsche Bescheidenheit ist auch eine Form von Heuchelei" (Arthur Schopenhauer).
Darf ich- um nicht zu heucheln - unbescheiden feststellen,
dass ich in ZEIT-online-Kommentaren darauf hingewiesen habe,
dass ohne die Chinesen die Stabilisierung des Weltfinanzsystems nicht gelingen wird,
als Steinbrück noch diagnostizierte, dass die Bankenkrise in erster Linie die USA - und nicht Deutschland - betreffe und als danach zunächst "nationale" (nicht einmal europäische) Lösungsversuche angestrebt wurden, ehe in Washington das Ausmaß der Gefahren so richtig bewusst wurde ?
Die ZEIT-Redaktion wird dies sicher bestätigen können.
Es geht hier nicht um primitive Rechthaberei,
dafür ist die LAge zu ernst!
In Kenntnis der Bücher:
"Der globale Countdown" (Schumann/Grefe) und
"Weltfinanzsystem am Limit" (Dirk Solte)
war diese Prognose kein Kunststück!
Mich wundert nur sehr, dass diese Erkenntnisse in der Politik offensichtlich nicht vorlagen, sondern stets "nachjustiert und aktualisiert werden musste".
Da sieht man übrigens wie jämmerlich das deutsche Investitionsprogramm im Vergleich ausfällt. Welch Wunder, wenn man bedenkt, dass man in der hiesigen Politik noch nicht mal das Wort "Konjunkturprogramm" in den Mund nehmen mag..
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