Hessen-SPD Ypsilantis Strohmann
Thorsten Schäfer-Gümbel darf die hessische SPD in die Neuwahlen führen. Weil er loyal zu seiner Chefin ist – und kein anderer wollte.
Manfred Schaub ist offenbar heilfroh, dass der Kelch an ihm vorüber gegangen ist. Aufgeräumt gab der Chef der nordhessischen SPD am Wochenende ein Interview nach dem anderen. Darin erklärte er, warum er trotz vielfacher Aufforderung sich nun doch nicht als Spitzenkandidat der hessischen SPD für die Neuwahl im Januar nominieren ließ.
Er habe "so eng" mit Andrea Ypsilanti in den vergangenen Monaten zusammengearbeitet und ihren Linkskurs unterstützt, dass er für den politischen Gegner "zur Zielscheibe" hätte werden können, sagte Schaub. Hinzu komme, dass er mit seinem derzeitigen Amt sehr verbunden fühle. Schaub ist Bürgermeister von Baunatal, einer 27.000-Einwohnerstadt in Nordhessen.
Ehrlich war er wohl nicht. Hätte Schaub, der von Parteifreunden durchaus als machbewusst beschrieben wird, eine realistische Chance gesehen, die Staatskanzlei in Wiesbaden zu erobern, er hätte sein Provinzstädtchen vermutlich in Windeseile aufgegeben.
Tatsächlich weiß Schaub aber, dass es für ihr persönlich wie für seine Partei bei der Neuwahl nach dem Debakel der gescheiterten Ministerpräsidenten-Wahl nichts zu gewinnen gibt. Die SPD wird in Umfragen derzeit bei 27 Prozent gehandelt, knapp zehn Prozentpunkte weniger als bei der Wahl Ende Januar. Deshalb hielt er jedem Überredungsversuch am Freitag stand.
Vielleicht, so heißt es in Wiesbaden, wäre Schaub sogar für die Spitzenkandidatur bereit gewesen, wenn auch er mit einem innerparteilichen Spitzenposten entlohnt worden wäre. Aber das war mit Andrea Ypsilanti nicht zu machen. Die Landeschefin zeigte sich zwar frühzeitig bereit, auf eine erneute Spitzenkandidatur zu verzichten, von ihren Führungsämtern in Partei und Fraktion wollte sie aber nicht lassen. Schaub hingegen empfand wohl als wenig reizvoll, ein Kandidat von Ypsilantis Gnaden zu werden. Deshalb entschied er sich für Baunatal.
- Datum 18.11.2008 - 20:45 Uhr
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Was soll das? Verdient nicht jeder zunächst einmal unvoreingenommen eine faire Chance? Ist nicht längst Häme im Übermaß ausgeschüttet? Lässt sich die SPD in Hessen wirklich nur am medial gehässig vermarkteten "Wortbruch" festmachen, ein "Wortbruch", wie er in der Politik alltäglich ist. Hat sie nicht auch ein (Wirtschafts-)Programm, dass gerade jetzt allergrößter Aufmerksamkeit bedürfte? Und was sind das für Jopurnalisten, denen offensichtlich die Fähigkeit zur eigenen Meinung abhanden gekommen ist?
Was soll das sein? Ein Meisterstück des Qualitätsjournalismus?
Warum gebärdet sich hier die ZEIT als eine Art Hauspropaganda-Blättchen für Koch?
Ich erwarte nun ebenso einen Artikel über Koch, der allen Lesern nochmals seine Machenschaften und Lügen lebhaft in Erinnerung ruft, in Erfüllung IHRER journalistischen Sorgfaltspflicht!
und bin dabei heilfroh, mir doch kein Abo der Printausgabe der Zeit geholt zu haben. Dabei war der Radiowecker doch so attraktiv, aber ist wahrscheinlich besser, wenn ich mir den einfach so kaufe, die Nerven schone und dabei auch noch Geld spare .... Fast regelmäßig kaufe ich ja mal ne gedruckte Version der Zeit und muss in letzter Zeit mit Schrecken feststellen, dass sie da die gleichen "meinungslosen Helden" ranlassen. Vielleicht spar ich mir in Zukunft sogar das.
Der Artikel "verschüttet keine Häme", jedoch tritt bereits durch eine deskriptive Schilderung die der Situation immanente Realsatire zu Tage. Autor der "Häme" ist Ypsilanti, nicht Schlieben. Schliebens Artikel ist eine sachliche Spekualtion aufgrund sattsam bekannter Tatsachen. Daß man bei einem Umfragewert von 27% nicht von einem Erdrutschsieg ausgehen darf, sollte man auch als SPD-Linker verstehen.
Der Wortbruch ist alles andere als alltäglich. Wie oft haben Parteien in der Bundesrepublik versprochen, nicht mit einer Verfassungsschutz beobachteten Partei auf Landesebene zu koalieren, um dieses Versprechen dann brechen zu wollen? Präzedenzfälle kenne ich keine.
Das Wirtschaftsprogramm Ypsilantis verdient es durch die "Titanic" ausführlich besprochen zu werden. Oder von den Lobby-Blättchen der Solarindustrie.
Was soll das sein? Ein Meisterstück des Qualitätsjournalismus?
Warum gebärdet sich hier die ZEIT als eine Art Hauspropaganda-Blättchen für Koch?
Ich erwarte nun ebenso einen Artikel über Koch, der allen Lesern nochmals seine Machenschaften und Lügen lebhaft in Erinnerung ruft, in Erfüllung IHRER journalistischen Sorgfaltspflicht!
und bin dabei heilfroh, mir doch kein Abo der Printausgabe der Zeit geholt zu haben. Dabei war der Radiowecker doch so attraktiv, aber ist wahrscheinlich besser, wenn ich mir den einfach so kaufe, die Nerven schone und dabei auch noch Geld spare .... Fast regelmäßig kaufe ich ja mal ne gedruckte Version der Zeit und muss in letzter Zeit mit Schrecken feststellen, dass sie da die gleichen "meinungslosen Helden" ranlassen. Vielleicht spar ich mir in Zukunft sogar das.
Der Artikel "verschüttet keine Häme", jedoch tritt bereits durch eine deskriptive Schilderung die der Situation immanente Realsatire zu Tage. Autor der "Häme" ist Ypsilanti, nicht Schlieben. Schliebens Artikel ist eine sachliche Spekualtion aufgrund sattsam bekannter Tatsachen. Daß man bei einem Umfragewert von 27% nicht von einem Erdrutschsieg ausgehen darf, sollte man auch als SPD-Linker verstehen.
Der Wortbruch ist alles andere als alltäglich. Wie oft haben Parteien in der Bundesrepublik versprochen, nicht mit einer Verfassungsschutz beobachteten Partei auf Landesebene zu koalieren, um dieses Versprechen dann brechen zu wollen? Präzedenzfälle kenne ich keine.
Das Wirtschaftsprogramm Ypsilantis verdient es durch die "Titanic" ausführlich besprochen zu werden. Oder von den Lobby-Blättchen der Solarindustrie.
...glückauf Thorsten Schäfer-Gümbel. das wird sicher ein spaß.
auf die 27% bin ich mal gespannt, für die die spd angeblich immer noch gut ist. glaube ich allerdings nicht bei 30 prozent wahlbeteiligung.
Was soll das sein? Ein Meisterstück des Qualitätsjournalismus?
Warum gebärdet sich hier die ZEIT als eine Art Hauspropaganda-Blättchen für Koch?
Ich erwarte nun ebenso einen Artikel über Koch, der allen Lesern nochmals seine Machenschaften und Lügen lebhaft in Erinnerung ruft, in Erfüllung IHRER journalistischen Sorgfaltspflicht!
In Zeiten wo vieles nicht (mehr?) so sicher scheint hat sich ein moderner Biedermeier installiert, ein Mainstream mit einem unfehlbaren Gespür für das Korrekte... Seine sich selbst-erfüllenden Prophezeiungen sollen nicht nur seine Deutungshoheit für Gegenwart und Vergangenheit sondern auch noch für die Zukunft untermauern.
Jede Partei und jeder Mensch er irgendwie von diesem Strickmuster abrückt und nach Experimen riecht wird von vornherein das Looser-Image angedichtet. mit Barack Obama haben sie es nicht gemacht...aber er hat im Gegensatz zu Ypsilanti auch nichts versprochen! Er wird zur Not- wie Merkel - gar nichts machen und sich schöne Anziehsachen kaufen und lächeln.
In Zeiten wo vieles nicht (mehr?) so sicher scheint hat sich ein moderner Biedermeier installiert, ein Mainstream mit einem unfehlbaren Gespür für das Korrekte... Seine sich selbst-erfüllenden Prophezeiungen sollen nicht nur seine Deutungshoheit für Gegenwart und Vergangenheit sondern auch noch für die Zukunft untermauern.
Jede Partei und jeder Mensch er irgendwie von diesem Strickmuster abrückt und nach Experimen riecht wird von vornherein das Looser-Image angedichtet. mit Barack Obama haben sie es nicht gemacht...aber er hat im Gegensatz zu Ypsilanti auch nichts versprochen! Er wird zur Not- wie Merkel - gar nichts machen und sich schöne Anziehsachen kaufen und lächeln.
Von Ypsilanti wird für den "Wortbruch" Rücktritt aus allen Ämtern lautstark gefordert. Koch hat letztes Mal sage und schreibe 12 % verloren, und keiner wundert sich bzw kritisiert, warum er immer noch am Stuhl festgeklebt sitzt.
Für ähnliche Ergebnisse mußten bekanntermaßen Schwesterpartei-Kollegen Beckstein/Huber doppelt zurücktreten.
Die Sache liegt woanders, als nur bei irgendwelchen Personalien. Es geht nämlich darum, wenn sich eine linke Mehrheit in alten Bundesländern erfolgreich etabliert, bekommt das alte Establishment ernsthafte Konkurrenz auf allen Ebenen. Die Konkurrez belebt eigentlich das Geschäft, aber sorgt normalerweise für zusätzliche Anstrengung für etablierte Teilnehmer, und es ist manchmal besser Konkurrenz auszulöschen bzw. zu isolieren als mit ihm das Feld zu teilen.
die Frage bleibt, für wie lange?
Danke, daß wenigstens bis hierhin die Zahl der empörten ZEIT-LeserInnen in der Überzahl ist. Die ZEIT geriert sich als online-Ausgabe der BILD . Ob Schübel, Joffe oder viele der anderen Schreiberlinge: Es ist nicht Billigware, was ZeitleserInnen erwarten.
Die Journaille hat die Ewiggestrigen der SPD hofiert und aufgebaut. Diese wiederum haben eine historische Chance der SPD , in diesem Bundesland neue Politik zu wagen, plattgemacht. Sie stellen sich auf zum selbstherrlichen Gruppenfoto wie echte Heros - wie die Vertreter der einzigen Wahrheit. Die jedoch gibt es nicht ! Und unter diesem Aspekt hätten diese "Unerträglichen 4" den Weg aktzeptieren müssen, den die erdrückende Mehrheit ihrer KollegInnen eingeschlagen hatte. Oder sie hätten sich zurückziehen müssen. Chance vertan!?
Warum sollte der Neue nicht diesen Vielversager Koch schlagen? Weil die Pressegewaltigen, eingesetzt noch von Kohl und der FDP das nicht wollen? Vielleicht ist das deutsche Wahlvolk ja doch so demokratisch, daß es die Zukunft wählt . Als Nicht-SPD-Wähler wünsche ich dem Kandidaten gutes Gelingen !!!
Und zwar als Parteiloser.
Und zwar als Parteiloser.
Es ist wirklich zum aus der Haut fahren!
Was ist aus der liberalen Zeitung von einst geworden? Ein Propagandablatt der Springerpresse!
Warum melden sich die Herren Schmidt und Sommer nicht zu Wort und legen ihr Mandat als Herausgeber nieder? Die "Gräfin" dürfte in ihrem Grab Karussel fahren, so würde sie sich sicher ärgern.
(Anmerkung: Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Die Redaktion/jk)
Wenn der Redaktion die kritischen Leser nicht passen, dann soll "Die Zeit" die Kommentarmöglichkeit einfach streichen. Ich wünsche mir jedenfalls, daß die "Die Zeit" bald keine Leser mehr hat (entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk)
Na, das freut mich aber mal, dass hier mehr oder minder alle unisono die Schreibe der ZEIT kritisieren (hoffe, die Redaktion nimmt das ernst!). Mir geht gerade in Sachen Ypsilanti die Gestaltung der Überschriften (ich erinnere an den "Todeskuss") sowie die Auswahl der Fotos (tlw. entwürdigende Nahaufnahmen von Frau Ypsilanti - was immer man auch von ihr halten mag!!!) gegen den Strich.
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"Die Idee ist die Basis der Wirklichkeit" - aus Terry Pratchetts Scheibenwelt-Roman "Das Erbe des Zauberers"
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