Wirtschaftskrise IWF erwartet Weltrezession
Die Finanzkrise zwingt die Weltkonjunktur nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds 2009 in die Rezession. Deutschland wird härter getroffen als bislang angenommen

© Krafft Angerer/Getty Images
Der Hamburg Hafen, Umschlagsplatz für Waren aus aller Welt. Das globale Wachstum wird sich im kommenden Jahr deutlich verlangsamen, schätzt der IWF
Die Finanz- und Wirtschaftskrise lässt das Wachstum weltweit einbrechen. Erstmals seit dem zweiten Weltkrieg dürfte die Wirtschaftsleistung der Industrieländer im kommenden Jahr schrumpfen, heißt es im aktualisierten Weltwirtschaftsausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Wachstum der entwickelten Länder wird sich demnach um 0,3 Prozent verringern. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung nur noch um 1,4 Prozent zunehmen.
Damit senkt der IWF seine Konjunkturprognose deutlich. Noch im Oktober hatten die Experten des Fonds ein Wachstum in den entwickelten Ländern von 0,5 Prozent vorhergesagt. Für dieses Jahr revidiert der IWF seine Zahlen ebenfalls leicht nach unten.
Auch das Wachstum der Weltwirtschaft ingesamt wird sich dem Bericht zufolge verlangsamen. So werde das globale Wachstum im kommenden Jahr nur noch 2,2 Prozent betragen, nach 3,7 Prozent in diesem Jahr. Der Fonds spricht bei einem weltweiten Wachstum von unter 3 Prozent von Rezession. Alle großen Industrieländer müssten mit einem schrumpfenden Bruttoinlandsprodukt rechnen, heißt es in dem IWF-Bericht.
Zugleich korrigierte der Fonds seine Prognosen für Deutschland nach unten. Die deutsche Wirtschaft werde kommendes Jahr um 0,8 Prozent schrumpfen. Im Oktober war der IWF noch von einer Stagnation ausgegangen. Auch die USA dürfte dem Fonds zufolge im nächsten Jahr mit 0,7 Prozent im Minus landen, nach 1,4 Prozent Plus in diesem Jahr. Mit einer Erholung der Weltkonjunktur sei erst Ende 2009 zu rechnen.
Auch EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sprach von einer großen Herausforderung für die Weltwirtschaft. "Die Verschärfung und Ausweitung der Finanzmarktkrise wird höchstwahrscheinlich die Nachfrage weltweit und im Euro-Raum für eine lange Zeit dämpfen", sagte er.
Die Finanzkrise schlug unterdessen auch in Ungarn voll auf die Industrieproduktion durch. Diese verringerte sich im September um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Zentralamt in Budapest mitteilte. Zugleich müssen immer mehr Ungarn um ihre Arbeitsplätze fürchten. Das Land musste zuletzt bereits mit Krediten des IWF, der Europäischen Union und der Weltbank über insgesamt 20 Milliarden Euro vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrt werden.
- Datum 09.03.2009 - 21:26 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 8
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http://attac-typo.heinlei...
Attac-"Werbespot" zur Finanzkrise.
rheinelbe
"Deutschland wird härter getroffen als bislang angenommen"
FAKT. TATSACHE. DEM IST SO. Oder?
Soso. Schon diese angebliche Tatsache birgt den Widerspruch in sich, "..als bislang angenommen". Warum soll dann gerade jene neue Annahme auf einmal richtiger als die Vorherige sein, von längerer Halbwertszeit? Weil sie so schön negativ klingt und wir masochistischen Deutschen sowas lieben.
Andere "Experten", u.a. der diesjährige Nobelpreisträger Krugman, sehen die Konjunktur 2009 weitaus differenzierter.
Jede politische Organisation, so eine ist der IWF definitiv, hat überdies knallharte Eigeninteressen. Der IWF freut sich über seine neue Weltgeltung nachdem er vor kurzem schon für überflüssig erklärt wurde, da muss man das Rezessionsgeheul natürlich schüren. Ein Schelm wer böses dabei denkt..
aber es klingt halt so schön negativ und schlimm. Bei soviel ergötzender Apokalypse auf einen Schlag, wie dieser Tage, ist der gemeine deutsche Griesgram eben nahe der Extase.
Die Deutschen sind da nicht alleine. Im südlichen Nachbarland gibt es ebenfalls die ersten "negativen" Schlagzeilen produziert aus diversen Ecken... eine davon war Arbeitslosenrate bis über 4%...
Mal sehen wenn sich alle an solchen Prognosen festhalten und entsprechende Investitionen zurück halten wird es dann wohl auch so kommen.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
sollte man dem ganzen Artikel und ähnlichen Schwarzmalereien voranstellen. Die Deutschen geben kein Geld mehr aus, WEIL in den Medien und von allen Seiten schwarz gemalt wurde und weiter wird. Und WEIL kein Geld mehr von den verängstigten Leuten mehr ausgegeben wird, fällt das Wirtschaftswachstum zurück. Mit der Schilderung von Horrorszenarien, die in der Zukunft stattfinden sollen trifft man voll auf den Nerv der "german angst".
Die Deutschen sind da nicht alleine. Im südlichen Nachbarland gibt es ebenfalls die ersten "negativen" Schlagzeilen produziert aus diversen Ecken... eine davon war Arbeitslosenrate bis über 4%...
Mal sehen wenn sich alle an solchen Prognosen festhalten und entsprechende Investitionen zurück halten wird es dann wohl auch so kommen.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
sollte man dem ganzen Artikel und ähnlichen Schwarzmalereien voranstellen. Die Deutschen geben kein Geld mehr aus, WEIL in den Medien und von allen Seiten schwarz gemalt wurde und weiter wird. Und WEIL kein Geld mehr von den verängstigten Leuten mehr ausgegeben wird, fällt das Wirtschaftswachstum zurück. Mit der Schilderung von Horrorszenarien, die in der Zukunft stattfinden sollen trifft man voll auf den Nerv der "german angst".
Die Deutschen sind da nicht alleine. Im südlichen Nachbarland gibt es ebenfalls die ersten "negativen" Schlagzeilen produziert aus diversen Ecken... eine davon war Arbeitslosenrate bis über 4%...
Mal sehen wenn sich alle an solchen Prognosen festhalten und entsprechende Investitionen zurück halten wird es dann wohl auch so kommen.
;-)
“When I give food to the poor, they call me a saint. When I ask why the poor have no food, they call me a communist." — Dom Hélder Câmara
sollte man dem ganzen Artikel und ähnlichen Schwarzmalereien voranstellen. Die Deutschen geben kein Geld mehr aus, WEIL in den Medien und von allen Seiten schwarz gemalt wurde und weiter wird. Und WEIL kein Geld mehr von den verängstigten Leuten mehr ausgegeben wird, fällt das Wirtschaftswachstum zurück. Mit der Schilderung von Horrorszenarien, die in der Zukunft stattfinden sollen trifft man voll auf den Nerv der "german angst".
1. der Export bricht weg - egal wieviel wir konsumieren.
2. was sollen die Leute den kaufen? DVD's, Fast Food, nen Spritschlucker, nen TV?
1. der Export bricht weg - egal wieviel wir konsumieren.
2. was sollen die Leute den kaufen? DVD's, Fast Food, nen Spritschlucker, nen TV?
1. der Export bricht weg - egal wieviel wir konsumieren.
2. was sollen die Leute den kaufen? DVD's, Fast Food, nen Spritschlucker, nen TV?
Was gekauft werden soll? Nun von mehreren Billionen Euro Spargeldern, die auf deutschen Sparbüchern schlummern und von Inflation und Bankenpleiten aufgefressen werden, würden sich wesentlich mehr Leute Autos kaufen und ihre Häuser renovieren lassen als sie das wegen der Angstmacherei durch die Medien momentan tun. Wenn die Börsen kollabieren, ist dieses schadenfreudige Thema die Nr. 1 in den Nachrichten. Mit Angst kann man eben bessere Geschäfte machen als mit guten Nachrichten.
Was gekauft werden soll? Nun von mehreren Billionen Euro Spargeldern, die auf deutschen Sparbüchern schlummern und von Inflation und Bankenpleiten aufgefressen werden, würden sich wesentlich mehr Leute Autos kaufen und ihre Häuser renovieren lassen als sie das wegen der Angstmacherei durch die Medien momentan tun. Wenn die Börsen kollabieren, ist dieses schadenfreudige Thema die Nr. 1 in den Nachrichten. Mit Angst kann man eben bessere Geschäfte machen als mit guten Nachrichten.
Nach 20 Jahren gefuehler Rezession in Deutschland kommt also nun die reale Rezession hinzu. Trotzdem koennte Deutschland durchaus vergleichsweise gut durch die Krise kommen: Zum einen war die Binnennachfrage, nach 20 Jahren inflationsbereinigtem Nullwachstum in den Nettoloehnen, schon vor der Krise vergleichsweise gering. Zum anderen hat sich die deutsche Wirtschaft in den letzten 20 Jahren einiges einfallen lassen muessen um im globalen Wettbewerb zu ueberlegen. Unternehmen im Ausland mit staerkerem Wirtschaftswachstum (Oesterreich, Niederlande, Grossbritannien) standen nicht unter einem derart starken Innovationsdruck. Aber German Angst ("Kapitalismus am Ende") macht natuerlich immer gute Schlagzeilen in Deutschland.
In Grossbritannien ist von derartiger Panik nicht viel zu merken: stattdessen redet man ueber eine Radiosendung die die Grenzen des guten Geschmacks ueberschritten hat. Dabei spuert Grossbritannien nach 16 Jahren starken Wirtschaftswachstums den Wechsel zur Rezession staerker als das kaum wachsende Deutschland: die Energiepreise in GB haben sich innerhalb eines Jahres um 28% erhoeht waehrend in Deutschland "nur" eine Erhoehung von 12% stattgefunden hat. Gleichzeitig koennte auch die Arbeitslosenquote ueber 5% steigen waehrend die Zahlen in D hoeher sind aber (noch nicht) ansteigen.
Die globale Apokalypse scheint allerdings, zum Bedauern von vielen Kommentatoren hier, auszubleiben: China hat seine Wachstumsprognose von 10% auf nur noch 9% gesenkt...
vielleicht übertreiben die dt. ihre Angst - ich denke, dass die USA und GB, welche sich sehr stark auf die Finanzbranche konzentriert haben, während ihre Industrie dadurch litt.
"Es hieß - Deutschland verzichte auf Wohlstand um seine Industrielle Basis zu halten"
Ich glaube, dass die Finanzbranche führe Jahrzehnte diskreditiert ist. Angefangen von mangelnden Produkten für die Vermarktung über eine unausweichliche Regulierung und vor allem: Die Katastrophe und Kapriolen an den Finanz und Rohstoffmärkten beweist doch das Versagen der Ideologie.
Die FDP benutzt schon die Parole: " Die Finanzkrise wurde durch mangelnde Regulierungen verursacht. Daher trägt der Staat die Schuld - nicht der Markt."
Wie wollen die Bankster nun noch behaupten, dass ihr handeln der Menschheit nützt? Unterschätzen Sie diesen Verlust von Ansehen und Moral nicht. (Siehe G.W. Bush)
Sie werden es sehen - die Krise hat erst begonnen und wird noch viele Finanzhäuser in den Abgrund reißen.
Der nächste Schritt wird eine umkehr von Warensrömen und vielleicht sogar eine Deflation im Euroraum, wenn viele Rohstoffe und Waren stark sinken. Teilweise haben wir es schon bei den Autos und Rohstoffen, der nächste Schritt wird auch Gas sein usw.
Das wird die Weltwirtschaft entlasten, allerdings werden in China rotzdem reihenweise die Fabriken geschlossen, was weitere Einbrüche nach sich ziehen wird. Die Krise wird hart, lang und ihr liegen viele, vielschichtige ökonomische Ursachen zu grunde.
Ich hoffe, meine Einschätzung erweist sich als falsch.
vielleicht übertreiben die dt. ihre Angst - ich denke, dass die USA und GB, welche sich sehr stark auf die Finanzbranche konzentriert haben, während ihre Industrie dadurch litt.
"Es hieß - Deutschland verzichte auf Wohlstand um seine Industrielle Basis zu halten"
Ich glaube, dass die Finanzbranche führe Jahrzehnte diskreditiert ist. Angefangen von mangelnden Produkten für die Vermarktung über eine unausweichliche Regulierung und vor allem: Die Katastrophe und Kapriolen an den Finanz und Rohstoffmärkten beweist doch das Versagen der Ideologie.
Die FDP benutzt schon die Parole: " Die Finanzkrise wurde durch mangelnde Regulierungen verursacht. Daher trägt der Staat die Schuld - nicht der Markt."
Wie wollen die Bankster nun noch behaupten, dass ihr handeln der Menschheit nützt? Unterschätzen Sie diesen Verlust von Ansehen und Moral nicht. (Siehe G.W. Bush)
Sie werden es sehen - die Krise hat erst begonnen und wird noch viele Finanzhäuser in den Abgrund reißen.
Der nächste Schritt wird eine umkehr von Warensrömen und vielleicht sogar eine Deflation im Euroraum, wenn viele Rohstoffe und Waren stark sinken. Teilweise haben wir es schon bei den Autos und Rohstoffen, der nächste Schritt wird auch Gas sein usw.
Das wird die Weltwirtschaft entlasten, allerdings werden in China rotzdem reihenweise die Fabriken geschlossen, was weitere Einbrüche nach sich ziehen wird. Die Krise wird hart, lang und ihr liegen viele, vielschichtige ökonomische Ursachen zu grunde.
Ich hoffe, meine Einschätzung erweist sich als falsch.
vielleicht übertreiben die dt. ihre Angst - ich denke, dass die USA und GB, welche sich sehr stark auf die Finanzbranche konzentriert haben, während ihre Industrie dadurch litt.
"Es hieß - Deutschland verzichte auf Wohlstand um seine Industrielle Basis zu halten"
Ich glaube, dass die Finanzbranche führe Jahrzehnte diskreditiert ist. Angefangen von mangelnden Produkten für die Vermarktung über eine unausweichliche Regulierung und vor allem: Die Katastrophe und Kapriolen an den Finanz und Rohstoffmärkten beweist doch das Versagen der Ideologie.
Die FDP benutzt schon die Parole: " Die Finanzkrise wurde durch mangelnde Regulierungen verursacht. Daher trägt der Staat die Schuld - nicht der Markt."
Wie wollen die Bankster nun noch behaupten, dass ihr handeln der Menschheit nützt? Unterschätzen Sie diesen Verlust von Ansehen und Moral nicht. (Siehe G.W. Bush)
Sie werden es sehen - die Krise hat erst begonnen und wird noch viele Finanzhäuser in den Abgrund reißen.
Der nächste Schritt wird eine umkehr von Warensrömen und vielleicht sogar eine Deflation im Euroraum, wenn viele Rohstoffe und Waren stark sinken. Teilweise haben wir es schon bei den Autos und Rohstoffen, der nächste Schritt wird auch Gas sein usw.
Das wird die Weltwirtschaft entlasten, allerdings werden in China rotzdem reihenweise die Fabriken geschlossen, was weitere Einbrüche nach sich ziehen wird. Die Krise wird hart, lang und ihr liegen viele, vielschichtige ökonomische Ursachen zu grunde.
Ich hoffe, meine Einschätzung erweist sich als falsch.
Was gekauft werden soll? Nun von mehreren Billionen Euro Spargeldern, die auf deutschen Sparbüchern schlummern und von Inflation und Bankenpleiten aufgefressen werden, würden sich wesentlich mehr Leute Autos kaufen und ihre Häuser renovieren lassen als sie das wegen der Angstmacherei durch die Medien momentan tun. Wenn die Börsen kollabieren, ist dieses schadenfreudige Thema die Nr. 1 in den Nachrichten. Mit Angst kann man eben bessere Geschäfte machen als mit guten Nachrichten.
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