Kinderpornografie Täter im internationalen VisierSeite 3/3
Fast immer verlangen die Verantwortlichen der Chatrooms, der Interessent habe selbst explizites Material beizusteuern, bevor er Zutritt erhält. Nur wer Missbrauchs-Bilder bereits besitzt, bekommt neues Material.
- Datum 07.11.2008 - 11:32 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Das neue BKA-Gesetz, das in diesen Tagen durchgepeitscht werden soll (http://www.zeit.de/online...), wird in dem Artikel nirgends erwähnt. Wenn es schon keinen Terror-Anschlag gibt, der durch die Online-Durchsuchung entweder hätte verhindert werden können oder noch besser hätte verhindert werden können, dann müssen eben die Kinderschänder ran, die gibt es ja immer.
"12.000 Verdächtige allein in Deutschland fand die Polizei bei der sogenannten Aktion Himmel Ende 2007" "Gemäß dem Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung der Kommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG ist die Vorratsdatenspeicherung Ende 2007 in deutsches Recht umgewandelt worden." Besteht hier möglicherweise ein Zusammenhang? Was ist aus dem gewaltigen Fahndungserfolg eigentlich geworden? Sitzen die 12000 Verdächtige nun im Knast? Oder haben wir nur alle wieder mal ein paar Grundrechte verloren? (http://www.heise.de/newst...)
Kindesmissbrauch ist ein so grässliches Verbrechen, dass man damit sicher auch Vorbeugehaft, Folter und Todesstrafe bequem in Deutschland wieder einführen könnte.
12000 Verdaechtige alleine in Deutschland! Mein Gott wie furchtbar.
Physische nicht nur chemische Kastrierung dieser Typen als Strafe ist da wohl das einzige was helfen würde, bei den aktiven Tätern und wohl auch als Abschreckung derjenigen die solch eine Gedankenwelt in ihren kranken Köpfen herumtragen. Lebenslanges Wegsperren in die geschlossene Psychiatrie sollte ebenfalls selbstverständlich sein.
Die Operation Himmel war erwiesener Maß nichts weiter als heiße Luft. Auch die Operation Mikado hat im Verhältnis zu den Grundrechtsverletzungen Unschuldiger ein äußerst miserables Ergebnis.
Beides waren pure Propaganda ohne wirkliche Erfolge. Wenn ich alle Kreditkartenbesitzer in D überprüfe, ist es im Rahmen dieser Rasterfahndung ohne weiteres möglich, daß ich ein paar Verdächtige entdecke. Aber bei diesen Kinderpornoverfahren ist es genauso wie bei vielen Steuerstrafverfahren, die Ermittler posaunen angebliche Ergebnisse heraus, die nichts mit der Realität, die durch Gerichte festgestellt wird, zu tun hat. Es ist nichts weiter als Propaganda/Angstmache, um immer weiterreichende Befugnisse zu erhalten. Schließlich wird kein normaldenkender Mensch etwas gegen den Kampf gegen Kinderpornographie haben. Das dabei essentielle Grundrechte beschädigt werden, ist nichts weiter als notwendiger Kollerteralschaden.
Der andere wesentlich schwerwiegendere Aspekt ist aber die Definition von Kinderpornographie. Diese ist von Land zu Land, von Kultur zu Kultur unterschiedlich! Gerade bei der Operation Himmel stellte sich heraus, daß die angesurften Webseiten keineswegs kinderpornographischen Inhalt hatten. Um dieses Manko aber zu beseitigen, hat unser Gesetzgeber zur Gesetzeskeule gegriffen. Ab heute gibt es den Begriff der Jugendpornographie! Also kann sich jetzt jeder strafbar machen, der "Jugendpornos" besitzt oder vertreibt. Dabei ist der Begriff der Jugendlichkeit extra schwammig gefaßt worden - auch ein 30jährige, die wie ein Teenager zwischen 14 und 18 aussieht, ist eine Jugendliche!
Ich möchte noch einen kurzen Dank an die Fahnder schicken.
Diese Arbeit hat meine allergrösste Hochachtung und es sollten viel mehr Finanzmittel dafür zur Verfügung gestellt werden. Es sollte auch so etwas wie eine Öffentlich zugängliche Datei geben in denen diese Straftäter quasi an den Pranger gestellt werden. Sie sollten sich auch hier, wie in den Staaten schon üblich, in ihrer Wohnnachbarschaft vorstellen müssen, als das was sie sind - verurteilte Sexualstraftäter. Das hilft neben der Kastrierung am allerbesten.
Es gibt doch sicher neben den im Artikel erwähnten Familienvätern bestimmt auch Familienmütter unter den Fahndern? Mein Dank gilt allen die sich an der Suche nach diesen Monstern beteiligen.
wie leichtfertig aufgrund eines errasterfahndeten verdachts rechtspositionen aufgegeben werden!
sind ja bloß kinderschänder, da macht das nichts? da wird aus einem verdacht ohne verfahren ein urteil - unschuldsvermutung adé!
da wird aus einer - vielleicht notwendigerweise - offenen definition die tatsache, dass wer bilder anguckt immer xy ist. für die zukunft sei jeder erwachsene mensch of all three+x sexes gewarnt, sich auch nur noch bilderbücher für kinder anzugucken... bei näherer betrachtung könnte sich da ein abgrund auftun.... weshalb es vielleicht empfehlenswert wäre, in zukunft alle, unterschiedslos alle, käuferInnen von bilderbüchern für kinder mit name und anschrift und personalausweisnummer zu registrieren ...
das mag erst mal überzogen klingen. soll aber zeigen, was passiert, wenn mit ängsten gespielt wird.
und die wiedereinführung des prangers: warum nur für verurteilte sexualstraftäter? warum nicht auch für schlagende ehemänner - und zwar ab anzeigenerstattung? und wieso eigentlich nur ehemänner??? und wenn nur für sexualstraftäter - gehören dann ihre ehefrauen vergewaltigende ehemänner auch dazu?
Welch ein ideologischer Graben tut sich da auf!
Geht es uns allen nicht darum, unsere Kinder vor Menschen mit kranken
Gelüsten zu schützen?! und damit letztlich auch diese Kranken vor sich selbst?
Kann man nicht sachlich darüber nachdenken, ob ein Eingriff in den Hormon-
haushalt dieser Suchttäter vielleicht das adäquate Mittel wäre? Da liegt doch schließlich die Antriebsfeder für ihr Tun. Natürlich müssen sie zweifelsfrei überführt sein!
Oder hat ein überführter Suchttäter ein verbrieftes Recht auf seine Abart?
Welchen Schutz bringt eine in Jahren oder Geldbuße bemessene Strafe?
Null Komma keinen!
wollen Sie damit sagen, die, welche die blanko-erweiterung von fahndungsmethoden mit mißtrauen betrachten, wollten verhindern, dass straftäter bestraft werden?
wer plädiert hier für straflosigkeit für alles? keine/r.
aber gegen stimmungsmache wird mann und frau sich wohl noch aussprechen dürfen! oder?
Ich gehe mal davon aus, dass jeder normale Mensch gegen das Treiben dieser
Leute 'gestimmt' ist. Ich erwarte auch keine blinde Hetzjagd auf Pornokucker.
Jaaa, jeder Erwachsene soll sich gönnen dürfen, was er braucht zu seinem Glück.
Aber als Elternteil erwarte ich, dass alles getan wird, dass meine Kinder weder zum Objekt noch zum Konsumenten solcher Lustbarkeiten werden! Ich selbst tue
in meinem Wirkungsbereich mein Bestes, dies zu verhindern. Doch irgendwo bin
machtlos, wenn das Fernsehen schon vor dem Sandmännchen anschauliche
Sexfilme liefert und das Internet Porno auf dem Tablett serviert!
Diesem Zwang müssen wir uns doch nicht ausliefern. Ich erwarte auch von jeder
demokratischen Partei, dass diesen Auswüchsen irgendwie Einhalt geboten wird, denn ihre Tolerierung wirkt auf den Gewöhnungsfaktor und somit gesellschaftsprägend! Und eine solche Prägung will ich meinen Kindern einfach nicht angedeihen lassen. Letztendlich liefern sie zusätzlich den Nährboden und die Vorlage für manch kriminelle Auswüchse.
Die großen Spielräume, die unser Grundgesetz bietet, sind nun mal gebunden an die Erwartung, dass sie verantwortlich(!) genutzt werden.
Dieses Verantwortungsbewusstsein will ich den 'Misstrauenden' hier gar nicht absprechen, nur klang es so, als hätten sich die Prioritäten etwas verschoben...
Sorry, wenn ich das missverstanden habe.
dass solche mißverständnisse immer schlecht sind....
manchmal helfen sie ja auch klären, worum es gehen soll, wie das erreicht werden kann und ab wann und wie rechtspositionen aufgegeben werden, die jede und jeder braucht, um vor willkür geschützt zu sein.
als elternteil tat ich (und würde ich wieder tun) erst mal: meine kinder stark machen. selbstbewußt, fragend, sprechend. und wenn es sein muß auch wehrhaft.
ich tat auch: meine kinder nicht vor der glotze ablegen (war manchmal garnicht so einfach). auch, mit ihnen zusammen etwas angucken, manchmal auch schwieriges - und darüber reden. und ihnen zuhören. also auch das aufnehmen, was sie mir sagen und sie nicht einfach zu-texten.
und: wieso muß sandmännchen sein? aber ich weiß auch, manchmal muß sandmännchen einfach sein!
dafür, dass bereits vor dem sandmännchen sex und das internet porno auf dem tablet ... muß man das gucken? bin ich dem ausgesetzt? oder bin ich subjekt, das entscheidet: das ja und das nein? solche entscheidungen oder nicht-entscheidungen kriegen kinder auch mit...
auf der anderen seite: wieviele von den 12.000 verdächtigen blieben als täter übrig? wie nachvollziehbar sind solche zahlen? worüber sagen sie etwas aus? wer argumentiert damit zu welchem zweck?
und was kommt darin zum ausdruck, dass das verlangen danach geäußert wird, straftäter an den pranger zu stellen? extra, zusätzlich zur strafe. ist das kriminal-politisch wirklich 'vernünftig'?
danach habe ich gefragt.
Ich zitiere mal aus dem oben verlinkten Heise-Artikel:
"In Köln dürften von 500 Verfahren beinahe alle eingestellt werden, schätzt der zuständige Staatsanwalt. Wenig später stellt er die Ermittlungen ein – komplett. Ähnliches hört man auch von anderen Staatsanwaltschaften." Und: ""Die Bilder, die wir gesichtet haben, erfüllten nicht die gesetzlichen Voraussetzungen, um als Kinderpornographie zu gelten", sagt der Kölner Staatsanwalt Rainer Wolf gegenüber heise online und stellt damit die gesamte Aktion in Frage. (...) Viele der im Rahmen von "Himmel" verdächtigten 12.000 Surfer blieben offenbar nur kurz – teilweise wenige Sekunden – auf der Seite."
Die ZEIT schreibt nun dazu: "12.000 Verdächtige allein in Deutschland fand die Polizei bei der sogenannten Aktion Himmel Ende 2007 (...) Die Gefahr, als vollkommen Unschuldiger ins Visier der Fahnder zu geraten, ist eher gering."
Damals wurde groß über die "Fahndungserfolge" berichtet, als das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet werden sollte. Heute nun berichtet die ZEIT tendenziös in zeitlicher Koinzidenz mit der Verabschiedung des BKA-Gesetzes. Zufall? Bei vielen scheint diese Strategie auch zu verfangen. Abot (Kommentar #2) fordert beispielsweise, die 12000 Verdächtigen (!) physisch (sic) zu kastrieren. Es besteht hier die Gefahr, dass die ehrenhafte moralische Empörtheit über sexuellen Kindesmissbrauch ausgenutzt werden soll, um unbeliebte Gesetze durchzusetzen. Abot ist zurecht über die Zahl der Verdächtigen entsetzt. In dem ZEIT-Artikel steht diese Zahl für polizeiliche Kompetenz. Tatsächlich ist diese Zahl aber eher ein Anzeichen für die Maßlosigkeit des heutigen Überwachungsstaates.
Um auf Ihren Kommentar (#8) einzugehen: Sie beschweren sich - etwas am Thema vorbei – über Sexfilme vor dem Sandmännchen, die (Ihre?) Kinder kriminalisieren. Bitte, Ihre Kinder werden doch nicht durch Sexfilme vorm Sandmännchen (auf welchem Kanal laufen die denn?) später einmal zu Kriminellen! Deshalb brauchen wir auch keine Einschränkung des Grundgesetzes. Einfach mal den Kanal wechseln, wenns nicht gefällt.
dass solche mißverständnisse immer schlecht sind....
manchmal helfen sie ja auch klären, worum es gehen soll, wie das erreicht werden kann und ab wann und wie rechtspositionen aufgegeben werden, die jede und jeder braucht, um vor willkür geschützt zu sein.
als elternteil tat ich (und würde ich wieder tun) erst mal: meine kinder stark machen. selbstbewußt, fragend, sprechend. und wenn es sein muß auch wehrhaft.
ich tat auch: meine kinder nicht vor der glotze ablegen (war manchmal garnicht so einfach). auch, mit ihnen zusammen etwas angucken, manchmal auch schwieriges - und darüber reden. und ihnen zuhören. also auch das aufnehmen, was sie mir sagen und sie nicht einfach zu-texten.
und: wieso muß sandmännchen sein? aber ich weiß auch, manchmal muß sandmännchen einfach sein!
dafür, dass bereits vor dem sandmännchen sex und das internet porno auf dem tablet ... muß man das gucken? bin ich dem ausgesetzt? oder bin ich subjekt, das entscheidet: das ja und das nein? solche entscheidungen oder nicht-entscheidungen kriegen kinder auch mit...
auf der anderen seite: wieviele von den 12.000 verdächtigen blieben als täter übrig? wie nachvollziehbar sind solche zahlen? worüber sagen sie etwas aus? wer argumentiert damit zu welchem zweck?
und was kommt darin zum ausdruck, dass das verlangen danach geäußert wird, straftäter an den pranger zu stellen? extra, zusätzlich zur strafe. ist das kriminal-politisch wirklich 'vernünftig'?
danach habe ich gefragt.
Ich zitiere mal aus dem oben verlinkten Heise-Artikel:
"In Köln dürften von 500 Verfahren beinahe alle eingestellt werden, schätzt der zuständige Staatsanwalt. Wenig später stellt er die Ermittlungen ein – komplett. Ähnliches hört man auch von anderen Staatsanwaltschaften." Und: ""Die Bilder, die wir gesichtet haben, erfüllten nicht die gesetzlichen Voraussetzungen, um als Kinderpornographie zu gelten", sagt der Kölner Staatsanwalt Rainer Wolf gegenüber heise online und stellt damit die gesamte Aktion in Frage. (...) Viele der im Rahmen von "Himmel" verdächtigten 12.000 Surfer blieben offenbar nur kurz – teilweise wenige Sekunden – auf der Seite."
Die ZEIT schreibt nun dazu: "12.000 Verdächtige allein in Deutschland fand die Polizei bei der sogenannten Aktion Himmel Ende 2007 (...) Die Gefahr, als vollkommen Unschuldiger ins Visier der Fahnder zu geraten, ist eher gering."
Damals wurde groß über die "Fahndungserfolge" berichtet, als das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet werden sollte. Heute nun berichtet die ZEIT tendenziös in zeitlicher Koinzidenz mit der Verabschiedung des BKA-Gesetzes. Zufall? Bei vielen scheint diese Strategie auch zu verfangen. Abot (Kommentar #2) fordert beispielsweise, die 12000 Verdächtigen (!) physisch (sic) zu kastrieren. Es besteht hier die Gefahr, dass die ehrenhafte moralische Empörtheit über sexuellen Kindesmissbrauch ausgenutzt werden soll, um unbeliebte Gesetze durchzusetzen. Abot ist zurecht über die Zahl der Verdächtigen entsetzt. In dem ZEIT-Artikel steht diese Zahl für polizeiliche Kompetenz. Tatsächlich ist diese Zahl aber eher ein Anzeichen für die Maßlosigkeit des heutigen Überwachungsstaates.
Um auf Ihren Kommentar (#8) einzugehen: Sie beschweren sich - etwas am Thema vorbei – über Sexfilme vor dem Sandmännchen, die (Ihre?) Kinder kriminalisieren. Bitte, Ihre Kinder werden doch nicht durch Sexfilme vorm Sandmännchen (auf welchem Kanal laufen die denn?) später einmal zu Kriminellen! Deshalb brauchen wir auch keine Einschränkung des Grundgesetzes. Einfach mal den Kanal wechseln, wenns nicht gefällt.
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